Zum Inhalt springen

Header

Video
Grossveranstaltungen im Sommer vielleicht wieder möglich
Aus Tagesschau vom 28.04.2021.
abspielen
Inhalt

Coronavirus in der Schweiz So will der Bundesrat Grossveranstaltungen wieder möglich machen

  • Mit der Zunahme der Impfungen und abhängig von der epidemiologischen Lage könnten Grossveranstaltungen ab Sommer 2021 wieder möglich werden.
  • Die Veranstaltungen müssen von Schutzkonzepten begleitet werden und die Teilnehmenden brauchen ein Covid-Zertifikat, so der Bundesrat.
  • Er will zudem einen Schutzschirm für Grossveranstaltungen schaffen, damit diese finanziell abgesichert sind, wenn sie aufgrund der epidemiologischen Lage nicht stattfinden können.

Die Kantone sollen Ende Mai für ab Juli geplante Grossveranstaltungen mit maximal 3000 Personen bewilligen können, wenn es die epidemiologische Lage erlaubt. Ab September soll die Obergrenze auf 10'000 Personen angehoben werden.

Bundesrat Alain Berset skizzierte an der Medienkonferenz, unter welchen Bedingungen die Kantone ab Sommer 2021 Grossveranstaltungen bewilligen können, selbst wenn noch nicht klar ist, ob die epidemiologische Lage eine Durchführung erlauben wird.

Wann und unter welchen Bedingungen Grossveranstaltungen wieder stattfinden können, wird der Bundesrat voraussichtlich in der zweiten Juni-Hälfte entscheiden.

Nur Geimpfte, Getestete und Genesene

Klar ist: Grossveranstaltungen werden nur unter restriktiven Auflagen erlaubt sein. Der Bundesrat will den Kantonen strenge Schutzkonzepte vorgeben sowie die Regel, dass nur geimpfte, negativ getestete und genesene Personen an solchen Veranstaltungen teilnehmen können.

Video
Parmelin: «Was der Bundesrat beschlossen hat, stützt sich auf das Covid-Gesetz»
Aus News-Clip vom 28.04.2021.
abspielen

Um die Schutzkonzepte zu testen, schlägt der Bundesrat eine Pilotphase vor. Kantone sollen im Juni die Durchführung von drei ausgewählten Pilotveranstaltungen mit mindestens 300 und maximal 600 Personen bewilligen können. Sie sollen zeigen, ob und wie die Schutzkonzepte für Grossveranstaltungen umgesetzt und die Kontrolle der Impf-, Test- und Genesungsnachweise sichergestellt werden können.

Grundsatzentscheid am 26. Mai

Die Kantone sollen mit den Vorgaben «eine Entscheidungshilfe» erhalten, sagt Bundesrat Berset. Einen Öffnungsplan werde er erst vorlegen, wenn Erfahrungen mit Pilotveranstaltungen gesammelt worden seien. Der Grundsatzentscheid zu den Grossveranstaltungen wird der Bundesrat voraussichtlich am 26. Mai fällen.

Bis im Sommer soll auch ein schweizweit einheitliches Covid-Zertifikat vorliegen. Damit werde die Kontrolle der Nachweise am Eingang wesentlich erleichtert.

Details für Schutzschirm vorgelegt

Sollten Veranstaltungen mit einer kantonalen Zusicherung aus epidemiologischen Gründen nicht stattfinden können, haben die Organisatoren Anspruch auf eine Entschädigung. Bund und Kantone beteiligen sich an den ungedeckten Kosten von überkantonalen Events von mehr als 1000 Personen pro Veranstaltungstag. Diese Schutzschirm-Regelung hatte das Parlament in der abgelaufenen Frühjahrssession beschlossen.

Der Veranstalter trägt nach dem Willen der Regierung pro Veranstaltung von den ungedeckten Kosten eine Franchise von 30'000 Franken und vom verbleibenden Betrag einen Selbstbehalt von 20 Prozent.

Die Kostenbeteiligung von Bund und Kantonen beträgt pro Veranstaltung höchstens 5 Millionen Franken. Die Regelung gilt für Veranstaltungen zwischen dem 1. Juni 2021 und dem 30. April 2022.

Video
Berset: «Pilotphase wird ohne Covid-Zertifikat durchgeführt.»
Aus News-Clip vom 28.04.2021.
abspielen

Kantone, Städte, Gemeinden, die Dachverbände der Sozialpartner, die betroffenen Branchenverbände, der Rat der Religionen sowie die zuständigen Parlamentskommissionen können sich nun bis am 10. Mai 2021 in einer Konsultation zu den Vorschlägen des Bundesrats äussern.

SRF 1, 28.04.2021; 14:45 Uhr;

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

73 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von marlene Zelger  (Marlene Zelger)
    Und wann dürfen die Innenräume der Restaurants wieder benützt werden?????
    Und werden dann bei Konzerten wieder Cüplipausen erlaubt sein??????
  • Kommentar von marlene Zelger  (Marlene Zelger)
    Achtung: Der Veranstalter trägt nach dem WILLEN der Regierung pro Veranstaltung von den ungedeckten Kosten eine Franchise von 30'000 Franken und vom verbleibenden Betrag einen Selbstbehalt von 20 Prozent.

    Achtung: Die Kostenbeteiligung von Bund und Kantonen beträgt pro Veranstaltung HÖCHSTENS 5 Millionen Franken.

    Da lohnt es sich kaum, eine Veranstaltung durchzuführen, ausser der Saal ist pumpenvoll. Wo liegt da der Helferwillen für die geschädigten Veranstalter?
  • Kommentar von René Lüthi  (Ron)
    Brot und Spiele für das Volk, denn dann bleibt es ruhig. Eine Regel die überdauert und immer Gültigkeit hat. Ein spannender Fakt über unsere Spezies. Medien hätten da für mich doch eine regelmässigere Informations- und eventuell auch Interessenspflicht.
    1. Antwort von Kevin Aebi  (tischleindeckdich)
      Gut gesagt!
    2. Antwort von Christian Kunz  (CK124)
      Es geht auch um Brot durch Arbeit für einige, nicht nur um Spiele für die Massen.
      Für die Massen sind Spiele nun mal ein Teil des Lebensgefühls, denn man lebt nicht nur um zu Arbeiten.
      Ich sehe einen grossen positiven Schritt für sehr viele, bei vertrettbarem Risiko für die wenigen Hochrisikobetroffenen.