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Sind Coronatests in der Schweiz bald wieder gratis?
Aus HeuteMorgen vom 07.12.2021.
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Covid-19-Gesetz wird angepasst Gratistests: Kompromissvorschlag kommt im Nationalrat gut an

Mit dem Kompromiss sind sowohl Kritikerinnen als auch Befürworter einverstanden. Dieser sieht Ausnahmen vor.

Nach dem Nationalrat hat auch der Ständerat im Rahmen der Covid-19-Gesetzesanpassung die Wiedereinführung von Gratistests bejaht. Er will allerdings Ausnahmen vorsehen. Dieser Kompromissvorschlag geht am Mittwoch nochmals in den Nationalrat.

Der Nationalrat hatte beschlossen, dass wirklich alle Coronatests wieder gratis würden. Dazu gehören auch solche, die bisher nie kostenlos waren – beispielsweise PCR-Tests für eine Auslandsreise. Kosten würde die Aktion insgesamt 80 bis 120 Millionen Franken pro Woche, schätzt das Bundesamt für Gesundheit.

Ständerat will Kosten halbieren

Die vorberatende Kommission des Ständerats suchte jedoch nach einer günstigeren Lösung – mit Ausnahmen. SP-Ständerat Paul Rechsteiner sagt dazu: «Wir haben mithilfe der Verwaltung versucht, die zuverlässigen Tests zu unterstützen. Dass das etwas kostet, ist der Preis dafür.»

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Die meisten Corona-Tests sind wohl bald wieder gratis
Aus Tagesschau vom 06.12.2021.
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Wieder gratis würden die Tests für alle, die etwa in ein Restaurant oder an eine Veranstaltung möchten. Zahlen müsste man aber weiterhin für die eher unzuverlässigen Selbsttests, für PCR-Tests für Reisen und auch für die Antikörpertests, die zeigen, ob man die Krankheit schon durchgemacht hat.

Dieser Kompromiss halbiert die geschätzten Kosten auf wöchentlich noch 40 bis 60 Millionen Franken.

Positive Signale auch aus dem Nationalrat

Mitte-Gesundheitspolitikerin Ruth Humbel steht Gratistests an sich skeptisch gegenüber, spricht jetzt aber von einer guten Lösung: «Wir sollten aber nicht noch weiter gehen, als wir in der Gratistestphase waren. Schon damals mussten Tests fürs Reisen selber bezahlt werden.»

Wir sollten aber nicht noch weiter gehen, als wir in der Gratistestphase waren.
Autor: Ruth Humbel Gesundheitspolitikerin «Die Mitte»

Bei der SVP, die sich am lautesten für Gratistests starkmachte, sagt Fraktionschef Thomas Aeschi: «Dieser Vorschlag des Ständerats sieht gewisse Ausnahmen vor und ist etwas kostengünstiger.»

Im Grossen und Ganzen würden die Tests wieder durch den Bund übernommen, ergänzt Aeschi. Damit hat der Kompromissvorschlag gute Chancen auf eine Mehrheit morgen im Nationalrat.

HeuteMorgen, 07.12.2021, 06:00 Uhr (külc)

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325 Kommentare

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  • Kommentar von SRF News (SRF)
    Liebe Community. Wir schliessen die Diskussionsrunde an dieser Stelle und werden auch morgen verfolgen, was der Nationalrat zu den Gratistests beschliesset. Einen schönen Abend.
  • Kommentar von Richard Limahcer  (Limi)
    Jedes Land wurstelt irgendwas vor sich hin.

    Was wäre mit einem weltweiten Lockdown?

    Dazu wäre eine logistische Meisterleistung notwendig, damit jeder Erdenbürger für dessen Dauer mit Lebensmitteln versorgt ist. Unter Umständen hätte dies schneller umgesetzt werden können, als die Entwicklung des Impfstoffes.
    1. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      Bleiben Sie sachlich: wohl in keinem anderen Land auf der Welt sind die Massnahmen so demokratisch legitimiert wie in der Schweiz.
    2. Antwort von Patrick Basler  (Patrick b)
      @Albert. Er ist sachlich geblieben?! 2 Wochen weltweiter Lockdown und das Virus wäre besiegt. Das ist sachlich und entspricht der Wahrheit. In einer globalisierenden Welt darf eben nicht jedes Land alles selber zurecht wursteln.
    3. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      Basler: Es ist insofern nicht sachlich, weil ein weltweiter Lockdown in der heutigen Zeit nicht realisierbar ist. Die Gründe hierfür sind mannigfaltig und es würde der Rahmen der Kommentarspalte sprengen wenn man sie hier aufzählen und erläutern würde.
    4. Antwort von Werner Vetterli  (KlingWe)
      Ihr Vorschlag wäre nicht unerwartet bereits in der Schweiz gescheitert.
      So etwas kann man einem Schweizer doch nicht zumuten. Zuerst ICH und dann soll der Rest schauen - aber das haben Sie ja sicher hautnah erlebt.
    5. Antwort von Werner Vetterli  (KlingWe)
      @ Planta: Und Sie meinen wirklich, wir hätten das Ziel erreicht. Schiessen wir uns nicht dauernd selbst ins Knie.
    6. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      Vetterli: auch demokratische Entscheide erzeugen Gewinner und Verlierer und können damit ein Land spalten, wenn die Verlierer nicht den Entscheid akzeptieren. Sollte hinlänglich bekannt sein!
    7. Antwort von Andi Raschle  (aras)
      Herr Basler: "2 Wochen weltweiter Lockdown und das Virus wäre besiegt"... Danke für den Lacher des Tages...
  • Kommentar von Werner Vetterli  (KlingWe)
    Habe das erste 2G Restaurant gesichtet. Langsam gehts in die richtige Richtung.
    1. Antwort von Christoph Zimmermann  (Chrislakeland)
      Jaja und sie stecken sich dort garantiert nicht an.
    2. Antwort von Franziska Wagner  (Cesca)
      @Zimmermann: Doch, man kann sich dort anstecken, wenns blöd läuft. Aber das ist ja weiter kein Problem. Wer noch nicht geboostert ist, hätte das dann damit auch erledigt. Und wir stecken keine getesteten Ungeimpften an, das ist doch ein riesiges Glück, meinen Sie nicht auch? Ich persönlich würde lieber von einem Immunisierten angesteckt als von einem Immunnaiven.
    3. Antwort von Werner Vetterli  (KlingWe)
      @Zimmermann: Sollte ich mich trotz Vorsichtsmassnahmen anstecken, dann werde ich grösster Wahrscheinlichkeit kein IPS Bett benötigen, geschweige denn den Spital belasten.
      Hört auf mit dem dauernden verdrehen von Fakten und dem zurechtbiegen von Argumenten.
      Die 2G Gesellschaft hat einen grossen Beitrag erbracht auf eine ähnliche Leistung des Rests warten wir weiterhin.
    4. Antwort von Beatrice John  (Bj)
      Ihre heutigen Kommentare, welchen ich zustimme, bringen mich immer wieder zum schmunzel Fr. Wagner. Makes my day... dankeschön :-))
    5. Antwort von Franziska Wagner  (Cesca)
      Danke, Frau John, für Ihre lieben Worte. Schmunzeln tut doch einfach gut ;-)