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Der wissenschaftliche Blick auf die Lockerungsentscheide des Bundesrats
Aus HeuteMorgen vom 25.02.2021.
abspielen. Laufzeit 01:48 Minuten.
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Der Vergleich mit Dänemark Der Bundesrat geht ein Risiko ein

Der Bundesrat spricht es klar aus: Es sei ein Risiko, das er eingehe. Dieses Risiko ist keine Erfindung, es ist real. Das zeigt beispielsweise der Blick nach Dänemark. Dort ist die britische Variante im Moment etwa gleich dominant wie in der Schweiz: bei etwa 60 Prozent.

Dänemark: Den Virusvarianten dicht auf den Fersen

Die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen in Dänemark verfolgen akribisch, wie sich die britische Variante verhält. Sie untersuchen fast flächendeckend, welche Variante hinter jeder einzelnen Infektion steckt. Es zeigt sich: Der aktuelle Lockdown dort reicht zwar, um die Fallzahlen mit der alten Variante zu drücken, aber die Infektionen mit der britischen Variante bleiben gleich hoch oder steigen.

Seit einigen Tagen steigen in Dänemark auch die Fallzahlen insgesamt wieder an – also von allen Varianten zusammen. Und das bei Lockerungen, die weniger weit gehen als bei uns. Ob die Lockerungen das Ansteigen ausgelöst haben oder die Variante oder beides zusammen, ist schwer zu sagen. Auch ob der Anstieg gleich wieder verebbt, ist offen.

Es ist klar, dass die britische Variante ansteckender und schwerer zu kontrollieren ist als die Vorgänger. Zudem wird sich das Virus im Allgemeinen und die britische Variante im Besonderen in der Schweiz wohl nicht gross anders verhalten wird als woanders.

Mehr Mobilität gleich mehr Ansteckungen

Die vorsichtige Öffnung, die der Bundesrat plant, bedeutet mehr Mobilität, mehr Kontakte und mehr Gelegenheit, sich anzustecken. Allerdings ist es eine massvolle Lockerung: Nicht alles wird auf einmal geöffnet und erlaubt – anders als zum Beispiel im Sommer 2020.

Gleichzeitig wird es wärmer, was dem Virus nicht behagt und die Impfrate steigt. Nimmt man das alles zusammen, bleiben die Entscheide dennoch ein Risiko.

Katrin Zöfel

Katrin Zöfel

Wissenschaftsredaktorin

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Katrin Zöfel ist studierte Biologin. Sie arbeitet seit 2016 in der SRF-Wissenschaftsredaktion in Basel.

SRF 4 News, HeuteMorgen, 25.02.2021, 6 Uhr

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46 Kommentare

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  • Kommentar von Esther Marti  (Estmar)
    Danke für den Artikel.
    Es macht so müde immer dieses „Mäggelä“. Wir SchweizerInnen leben im Paradies und finden immer ein Haar in der Suppe! Nie einen Krieg oder Katastrophe erlebt. Das ist Leiden auf höchstem Niveau. Die, die wirklich leiden hätten viel zu sagen: sie sind verstummt und leiden vor sich hin! Und Herr Wyss wir sind uns fast einig: die Erde ist eine Scheibe!?
    1. Antwort von Michael Mauerhofer  (mmhofer)
      Frau Marti. Ich finde die Kriegs-Vergleiche wirklich unpassend. Weil es gibt in der Schweiz (noch) eine Minderheit, die unter den Corona-Massnahmen leidet.
  • Kommentar von Werner Gürr  (FrMu)
    Die Corona PCR verursacht ein schiefes Bild, weil sie auch klin. irrelevante Mengen an Virus feststellt. Ein Geimpfter kann sich anstecken, denn vom Prozess der Ansteckung schützt die Impfung nicht. Ist das Virus aber im Körper der Geimpften, wird es schnell eliminiert. Inaktive Reste davon sind jedoch durch die C-PCR Methode weiterhin feststellbar. Entwickelt ein vollst. Geimpfter, der C-PCR positiv ist, Symptome und ist er noch ansteckend? Das sind Fragen, die bald zu beantworten wären.
    1. Antwort von SRF News (SRF)
      @Werner Gürr
      Guten Tag. Hier noch eine Publikation zum Thema Impfung: https://www.srf.ch/news/international/hoffnungsvolle-nachricht-schuetzt-die-pfizer-biontech-impfung-auch-vor-einer-ansteckung
      Liebe Grüsse, SRF News.
  • Kommentar von Thomas Glauninger  (Thomas Glauninger)
    Wer öffnet sollte massiv schnelltesten.