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Schweizer Hilfsgüter unterwegs nach Moria
Aus Tagesschau vom 11.09.2020.
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Flüchtlinge auf Lesbos Schweiz will 20 Jugendliche aus dem Lager Moria aufnehmen

  • Die Schweiz will rund 20 unbegleitete Kinder und Jugendliche aus dem niedergebrannten Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Lesbos aufnehmen.
  • Laut dem Bundesrat steht aber die Hilfe vor Ort im Zentrum. Darum ist am Freitagnachmittag eine Maschine des Lufttransportdienstes des Bundes mit einer Tonne Hilfsmaterial nach Athen geflogen.
  • Es gehe vor allem darum, unverzüglich die Unterbringung und Versorgung der Migranten sicherzustellen. Die Verteilung der Betroffenen in die EU-Länder stehe nicht im Vordergrund.

Die Schweiz ist bereit, 20 von insgesamt rund 400 unbegleiteten Minderjährigen aus dem Flüchtlingscamp Moria aufzunehmen. Das stellte das Staatssekretariat für Migration (SEM) nach einer informellen Anfrage aus Deutschland in Aussicht. Die EU, derzeit unter der Ratspräsidentschaft Deutschlands, hat damit begonnen, die Evakuierung der Kinder und Jugendlichen in andere EU-Staaten zu organisieren.

Deutschlands Innenminister Horst Seehofer sagte im Bundestag, dass bisher insgesamt zehn Staaten zugesagt hätten, sich an der Aufnahme der unbegleiteten Minderjährigen aus Moria zu beteiligen. Frankreich und Deutschland wollen je rund 100 bis 150 von ihnen aufnehmen.

Die Schweiz hat in diesem Jahr bereits 52 unbegleitete minderjährige Asylsuchende aus Griechenland aufgenommen.

Hilfsmateriallieferung ist unterwegs

Der Bundesrat schreibt in einer Mitteilung, dass die Schweiz seit Jahren Aktivitäten unterstütze, um die Situation der Migrantinnen und Migranten auf den griechischen Inseln zu verbessern. Im April wurden zusätzliche 1.1 Millionen Franken für Projekte von Hilfsorganisationen bereitgestellt, die vor allem Kindern und Jugendlichen in den Camps zugutekommen.

Am Freitagnachmittag ist ein Flugzeug des Lufttransportdienstes des Bundes (LTB) mit rund einer Tonne Material nach Athen geflogen. An Bord waren Schlafsäcke, Liegematten, Wasserkanister, Kochutensilien und andere Hilfsgüter, um welche die griechische Regierung ersucht hatte.

Ersthilfe für die Menschen im Flüchtlingslager

Zur Unterstützung sind zwei Spezialisten des Schweizerischen Korps für humanitäre Hilfe (SKH) mit nach Griechenland geflogen. Das Aussendepartement EDA hat bis zu einer Million Franken für die humanitäre Hilfe bereitgestellt, um auf die dringendsten Bedürfnisse der vom Brand betroffenen Menschen im Flüchtlingslager reagieren zu können.

Es gehe vor allem darum, unverzüglich die Unterbringung, Versorgung und den Schutz der Migrantinnen und Migranten sicherzustellen, teilte der Bundesrat mit. Eine Verteilung der betroffenen Migrantinnen und Migranten in die EU-Länder steht nach seinen Angaben nicht im Vordergrund.

Das Flüchtlingslager Moria war in der Nacht zum Mittwoch durch Brände fast vollständig zerstört worden. Statt der vorgesehenen knapp 3000 Migrantinnen und Migranten leben dort mehr als 12'000 Menschen. Einige von ihnen sollen Feuer gelegt haben, nachdem für die Bewohner des Lagers wegen Corona-Infektionen Quarantäne verordnet worden war.

Tagesschau, 11.09.2020, 19:30 Uhr;

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54 Kommentare

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  • Kommentar von Ernst von Allmen  (MEVA)
    20 Jugendliche aufnehmen? So-weit so-gut, aber was wird nachher wenn sie einmal da sind? Werden sie von einem Flüchtlings Lager ins ander abgeschoben, versucht man sie zu ihren Eltern zurück zu schicken, oder werden sie ganz einfach vergessen? Denn auch die so“ alles wissende“EU versagt kläglichen bei der Flüchtlinges Krise.
  • Kommentar von Daniela Zuber  (DaZu)
    Was ist eigentlich mit uns Menschen hier los? Ich weiss nicht wie ich diese vielen empathielosen Kommentare einordnen soll??? Es scheint niemanden hier zu berühren oder nur sehr wenige, was mit diesen Menschen dort geschieht. Die grösste Sorge scheint zu sein, dass wir unseren Reichtum nicht verlieren könnten. Schockierend! Niveaulos! Einfach nur niveaulos...
    1. Antwort von Esther Jordi  (EstherJ.)
      Es geht nicht um unseren "Reichtum" (alle Schweizer sind ja stinkreich). Aber es kann nicht sein, dass wir das, was wir uns hart erarbeitet haben, in ein Fass ohne Boden investieren, denn das ist diese Flüchtlingsthematik. Ich jedenfalls bin dazu nicht bereit, dafür habe ich nämlich nicht mehr als 40 Jahre gearbeitet und Steuern bezahlt.
    2. Antwort von Astrid Meier  (Swissmiss)
      Nicht berühren ginge ja noch! Die knallharte Menschenverachtung ist entsetzlich.
    3. Antwort von Charles Morgenthaler  (ChM)
      @DaZu: genau den selben Eindruck wie Sie empfinde ich auch. Was ist mit unseren Landsleuten bloss geschehen, den Allermeisten geht es doch gut bis sehr gut, trotzdem, oder gerade darum, ist ihnen das Schicksal Anderer ziemlich egal. Wahrscheinlich ernte ich einen Sturm der Entrüstung, wenn ich behaupte, dass die jahrelange Hetze aus rechten Kreisen, gegen Asylanten und alles Fremde sowieso, ihre traurigen Spuren hinterassen hat.
    4. Antwort von Lukas Schmid  (Traugott)
      Ganz ihrer Meinung.
      Wenn es um MigrantInnen und AsylantInnen geht, vergessen viele ihre gute Kinderstube.
      Und das bei den Ärmsten der Ärmsten.
      Wenn sie wenigstens über die Profitreure löstern würden.
    5. Antwort von Esther Jordi  (EstherJ.)
      Dann kehre ich den Spiess jetzt mal um: Warum denkt niemand zuerst an die Armen in der Schweiz? Sind die Flüchtlinge wichtiger als unsere Landsleute? Nicht alle hier sind mit einem goldenen Löffel im Mund geboren worden. Aber davor verschliesst man lieber die Augen, weil es halt unpopulär und gegen den "Mainstream" ist. Da frage dann ich mich: Was ist mit uns Menschen los?
    6. Antwort von Pascal Padrutt  (papa)
      Was ist eigentlich mit jenen Menschen in unserer Gesellschaft los, die auf Biegen und Brechen Probleme negieren? Betrachten Sie die Brennpunkte Europas, wo soziale Verwerfungen deutlich sichtbar sind. Traumatisierte Menschen aus völlig anderen Kulturkreisen sind nicht mal einfach zu integrieren. Und es ist populistisch, jetzt moralisch überlegen auf Schweizer Gesellschaft einzuhauen, wenn man selbst keine dieser Menschen beherbergen muss und nicht aktiv für die Integration besorgt sein muss.
    7. Antwort von Lukas Schmid  (Traugott)
      @Jordi sie meinen wohl den geerbten und gestohlenen Reichtum.
      Was denken sie wo Coca Cola Griechenland ihre Steuern zahlt?
      In der Schweiz!
      Durch diesen Steuersubstratentzug fehlt den Griechen das Geld um angemessen auf die Aufnahmekrise zu reagieren.
      Wenn schon dann hat die Schweiz hart daran gearbeitet, die Steuereinkünfte von anderen Länder , in die Schweiz zu leiten.
    8. Antwort von Esther Jordi  (EstherJ.)
      Nein, Herr Schmid, ich meine das was ICH MIR SELBST erarbeitet habe. Aber erzählen Sie doch mal, wie Sie es schaffen, nicht von dem "geerbten und gestohlenen Reichtum" zu profitieren?
    9. Antwort von Daniela Zuber  (DaZu)
      @ E. Jordi Man kann für Flüchtlinge und für Arme in der Schweiz Empathie zeigen. Ich unterscheide da nicht.
    10. Antwort von Lukas Schmid  (Traugott)
      Frau Jordi ich profitiere ja von dem geerbeten und gestohlenen Reichtum, also kann ich auch etwas zurück geben.
      Sei das nun für die Aufnahmekrise oder für sozial Benachteiligte in der Schweiz.
      Dies zahlen wir durch Steuern, und ich bin auch dafür, das die die viel haben auch mehr Steuern zahlen sollen.
      Und zwar die Reichen und die Firmen( die bei dieser Missere profitieren) und nicht die einfachen Angestellten wie ich und vieleicht sie.
  • Kommentar von Alois Keller  (eyko)
    Die Schweiz will 20 Jugendlich aufnehmen. Meiner Meinung nach sollte man genau abklären ob es nicht besser wäre, dass diese Jugendliche (in Mehrzahl Männlich) wieder zu ihren Familien zurück kehren können. Dort gehören sie hin. Die Jugendlichen wurde auf Reise geschickt in der Hoffnung, einmal in Europa, dass sie ihre Familien nachholen können. Das wird weiterhin Schule machen. Nicht alle kommen aus Kriegsgebieten. Jetzt erst mal brauchen sie Hilfe, dann sollte man weitersehen.