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Schadenbilanz der Gebäudeversicherungen vom Unwettersommer
Aus Tagesschau vom 01.08.2021.
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Gebäudeversicherungen Unwetterschäden führen nicht zu Prämienerhöhung

Die Unwetterschäden sind dieses Jahr gross. Die kantonalen Gebäudeversicherungen können sie aber problemlos bewältigen.

Dieser Sommer ist geprägt von Unwettern – und den Schäden an Gebäuden, die sie mit sich bringen: zerschlagene Dachziegel durch Hagel in Wolhusen (LU), gelöcherte Fassaden durch umgestürzte Bäume in der Stadt Zürich, überflutete Keller durch heftige Regenfälle im Kanton Aargau. Das geht ins Geld.

In der Zentralschweiz betragen die Schäden an Gebäuden bisher 270 Millionen Franken. In der Nordwestschweiz 50 Millionen, in Zürich 60 Millionen und in der Ostschweiz 20 Millionen Franken. Grosse Schäden gab es im Mittelland mit insgesamt 220 Millionen Franken. Die Genferseeregion meldet bisher 40 Millionen Franken.

Versicherungen planen Prämien langfristig

In 19 Kantonen sind die Schäden automatisch über die kantonale Gebäudeversicherung (KGV) gedeckt. Eigentümerinnen und Eigentümer sind verpflichtet, sich bei ihrer jeweiligen KGV zu versichern. Im Gegenzug sind die Versicherten gegen alle Risiken im Kanton versichert. «Auch wenn ihr Risiko sich etliche Male wiederholt, müssen wir sie halten», sagt Alain Rossier, Direktor der Vereinigung Kantonaler Gebäudeversicherungen (VKG).

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Alain Rossier: «Wir gehen von 660 Millionen Franken Schaden aus»
Aus News-Clip vom 01.08.2021.
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Trotz der grossen Schäden in diesem Sommer dürften die Prämien für die Versicherungen aber nicht steigen: «Die Gebäudeversicherungen berechnen ihre Prämien und Reserven auf langfristige Sicht», erklärt Rossier. Ein einzelnes ereignisreiches Jahr wie 2021 habe da keine Auswirkung.

Solidarität unter den Kantonen

Es müsste schon eine «immense Katastrophe» sein, bevor die KGV an den Anschlag kämen, «wobei die Gebäudeversicherungen auch eine eigene Katastrophenversicherung haben», sagt Rossier. Reichen weder die Reserven noch die Unterstützungen durch die Rückversicherung aus, so greife die Solidarität unter den KGV. «Mit dem Risikoausgleich der Kantone helfen verschiedene Gebäudeversicherung der betroffenen Versicherung», so Rossier.

Die übrigen sieben Kantone kennen keine kantonalen Gebäudeversicherungen. Dort übernehmen Private diese Aufgabe. Genf, Wallis, Appenzell Innerrhoden und das Tessin kennen keine Versicherungspflicht. Trotzdem sind auch dort die meisten gegen Unwetterschäden versichert, weil Banken dies für die Vergabe von Hypotheken voraussetzen.

Tagesschau, 01.08.2021, 19:30 Uhr;

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