Zum Inhalt springen

Header

Video
Schweizer Ärzte fordern schärfere Massnahmen
Aus Tagesschau vom 13.12.2020.
abspielen
Inhalt

Gesundheitsbranche am Anschlag Spitäler fordern härtere Massnahmen

  • Die Lage im Schweizer Gesundheitssystem ist kritisch: Der Verband des Pflegepersonals klagt in einem Warnruf an den Bundesrat über Überlastung.
  • Und auch fünf Schweizer Universitätsspitäler haben laut der «Sonntagszeitung» eine Warnung bezüglich der Situation mit Coronavirus-Patienten an Bundesrat Alain Berset gesendet. In einem Brief hätten sie «grosse Besorgnis zur aktuellen Lage» geäussert.

Die Betten in den Intensivstationen würden knapp, das Pflegepersonal sei an seiner Belastungsgrenze angelangt und seit Oktober hätten die Unispitäler mehr als 4000 Operationen verschoben. «Es werden sich da ethische Fragen auftun», sagte etwa Uwe E. Jocham, Chef des Berner Inselspitals, zur «Sonntagszeitung».

Spitaldirektoren befürchten dritte Welle

Die Spitaldirektoren befürchten, dass es nach Weihnachten zu einer dritten Coronavirus-Welle kommt und, dass das Spitalwesen kollabieren könnte. In ihrem Brief an Berset verlangen sie ein strengeres Eingreifen des Bundesrates. Im Universitätsspital Zürich, einem der grössten Krankenhäuser des Landes, seien gerade noch drei Betten in der Intensivstation frei, hiess es. Dies habe drastische Folgen für Patienten mit anderen lebensbedrohlichen Krankheiten.

Das Gesundheitssystem ist jetzt schon überlastet. Seit Wochen.

Auch in der «NZZ am Sonntag» gibt es einen Appell von Medizinern. Drei Zürcher Chefärzte wollen da die Öffentlichkeit aufrütteln. Sie warnen vor dem Kollaps der Spitäler. «Das Gesundheitssystem ist jetzt schon überlastet. Seit Wochen», sagen Urs Karrer, Chefarzt am Kantonsspital Winterthur, Huldrych Günthard, Professor für Infektiologie am Unispital Zürich, und Gerhard Eich, Chef-Infektiologe am Triemli. Sie haben sich per E-Mail an die Zeitung gewendet.

Auch Pflegepersonal-Verband schickt Warnruf

Und auch in der Pflege sieht es nicht besser aus: Am Freitag wurde zudem bekannt, dass der Verband des Pflegepersonals dem Bundesrat einen Warnruf, Link öffnet in einem neuen Fenster geschickt hat: Viele Pflegende seien bereits am Ende ihrer Kräfte – bis zum Frühling lasse sich die Belastung schlicht nicht durchhalten.

Video
Aus dem Archiv: Pflegende am Limit
Aus 10 vor 10 vom 11.12.2020.
abspielen

Bianca Schaffert-Witvliet, Präsidentin der Ethikkommission des Schweizer Berufsverbandes der Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner (SBK), hat den Appell an den Bundesrat verfasst. Sie erzählt gegenüber der Sendung «10vor10»: «Wenn ich einen Patienten habe, der mir sterbend die Lebensgeschichte erzählen will und ich ihn allein lassen muss, macht mir das Mühe.»

Jan Fehr, Epidemiologe am Unispital Zürich, sagt: «Es ist eine Situation, die ausserordentlich fordert und dramatisch ist und sehr, sehr auslaugt.»

10vor10, 11.12.2020;

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

81 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Conny Hasler  (conhas)
    @esslinger
    ich verstehe Sie ja;aber wenn die Spitäler am Limit sind und bald auch keine Intensivbetten mehr für Notfälle (Unfälle) etc. zur Verfügung stehen,und dies betrifft durchaus auch junge Menschen,ist nun halt Rücksichtnahme von allen gefordert;und wenn sich weiter Menschen weigern bei den Massnahmen mitzumachen,wird einfach der Lockdown noch länger gehen;und so wie es in den Spitälern aussieht,wird der Lockdown eh kommen;und da können einige noch so Töibelen und Trötzelen
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Keine wirkliche, gesamtschweizerische Reaktion, Aktion der "GDK-Gesundheits-Direktoren-Konferenz", was doch sehr fragwürdig ist, da diese Leute für die Gesundheit der Bevölkerung und gegen die bewusste Vergiftung seit Jahren durch die CHEMIE-LW (Trinkwasser-Vergiftung, Grundnahrungsmittel) Industrieen, aktiv sein müssten, für ein faires, bezahlbares Gesundheits-Wesen zum WOHL des Volkes der Schweiz sich engagieren müssten!? Aber auch da herrschen "Lobbyismus" und Eigeninteressen gewisser GD!??
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Rolf Kathriner  (Rolf093)
    Ich hab es hinter mir,und kann denn Schwestern Ärtze etc.nicht zur belastung werden
    Sie sind nicht nur am anschlag,sie sind physisch psychisch fix und fertig
    Hoffe es werden sehr schäfere massnahmen ergriffen!
    Sonst geht nichts mehr
    Wir haben immer noch zu viele mitbürger die es einfach nicht begreifen,und es locker nehmen
    Möchte mich hier für alle mitarbeiter in denn Spitälern etc.für die aufopferung bedanken
    Obwohl ich selber nicht ins spital musste
    Normale grippe ein furz dagegen
    Ablehnen den Kommentar ablehnen