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Weil Impfaktionen in Altersheimen voranschreiten, hoffen Angehörige auf ein baldiges Wiedersehen.
Aus HeuteMorgen vom 12.03.2021.
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Impfeffekt in Altersheimen Sind Besuche in Altersheimen bald wieder uneingeschränkt möglich?

Viele Familien hoffen auf baldige Wiedersehen mit Angehörigen in Altersheimen, weil Impfungen vielerorts voranschreiten.

Immer mehr Bewohnerinnen und Bewohner von Altersheimen sind gegen Corona geimpft. Das macht Lockerungen bei den Schutzmassnahmen in den Alters- und Pflegeheimen möglich.

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat diese Woche Empfehlungen formuliert. Es geht jedoch nicht in allen Kantonen gleich schnell vorwärts.

Familien sehnen sich nach Wiedersehen

Söhne, Töchter, Nichten – alle wünschen sie sich wieder mehr Kontakt mit der Mutter, Vater, dem Onkel im Alters-und Pflegeheim. Das weiss Gabriela Bieri-Brüning.

Die ärztliche Direktorin der städtischen Pflegezentren in Zürich und für die Impfaktionen in den Heimen im gesamten Kanton Zuständige sagt: «Ich glaube, wir sind alle etwas müde bei den Massnahmen und insbesondere die Angehörigen würden sich schon wünschen, dass es da möglichst schnell Lockerungen gibt.»

Vielleicht erlauben wir zuerst mehr Gruppenaktivitäten, mehr Bewegungsfreiräume und mehr gemeinsame Essen für die Bewohnerinnen und Bewohner.
Autor: Gabriela Bieri-BrüningÄrztliche Direktorin der Pflegezentren Stadt Zürich

Ganz so schnell werde es im Kanton Zürich aber nicht gehen, sagt Bieri-Brüning: «Alles hängt davon ab, wie weit man mit der Impfung ist. Wir sind ein sehr grosser Kanton. Es war nicht ganz so einfach, alle Bewohnerinnen und Bewohner und Mitarbeitende zu impfen.»

Man wolle erst Lockerungen einführen, wenn alle, die das wünschten, die zweite Impfung erhalten hätten. Vor Ostern werde dies im Kanton Zürich nicht der Fall sein, so Bieri-Brüning.

Und auch dann werde man nur Schritt für Schritt lockern: «Vielleicht erlauben wir zuerst mehr Gruppenaktivitäten, mehr Bewegungsfreiräume und mehr gemeinsame Essen für die Bewohnerinnen und Bewohner. Erst in einer späteren Phase könnten dann Lockerungen im Bereich der Besuche eingeführt werden.»

Manche Heime lockern und sind zuversichtlich

Schrittweise Lockerungen empfiehlt auch das BAG. In einigen Kantonen hat man damit bereits begonnen: So dürfen etwa Heimbewohnerinnen im Tessin wieder Aktivitäten in Gruppen unternehmen. Die Abstands-, die Hygiene- und die Maskenregeln müssten aber nach wie vor eingehalten werden, verlangt das BAG.

Man darf nichts überstürzen und muss auch bedenken, dass wir immer noch Unsicherheiten haben.
Autor: Markus LeserHeimverband Curaviva

Licht am Horizont sieht Markus Leser vom nationalen Heimverband Curaviva. 80 bis 100 Prozent der Bewohnerinnen und Bewohner seien gegen Covid-19 geimpft.

Aber auch er warnt vor zu raschem Lockern: «Man darf das nicht überstürzen und muss auch bedenken, dass wir immer noch Unsicherheiten haben.» Man wisse schliesslich nicht, ob Geimpfte trotzdem ansteckend seien und wie lange der Impfschutz halte. «Deshalb ist es ein Lockern mit Vorsicht.»

Es zeigt sich also: Auch nach den zahlreichen Impfungen dauert es noch eine Weile, bis das gewohnte Leben wieder in die Altersheime zurückkehrt.

SRF 4 News, HeuteMorgen, 12.03.2021, 06:00 Uhr

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Michel Ebinger  (Michel Ebinger)
    So eine saublöde Frage stellt sich nur in einer zutiefst kranken Gesellschaft. Seine Liebsten zu sehen ist ein Recht, welches nur absolute Barbaren nicht zugestehen
  • Kommentar von Dorothee Meili  (DoX.98)
    Mir scheint eine Satz, ein Gedanke von Frau Dr. Gabriela Bieri-Brüning sehr wichtig. Da die Heime selber eine Lebens-Gemeinschaft ist (im Unterschied zu einem Spital), ist es wichtig, dort im Innern vorsichtig wieder mehr an Begegnung und Zusammenleben möglich zu machen. Es gibt viele Menschen, für die ist die Gemeinschaft im Heim die neue Familie. Wenn dann Angehörige dazukommen können, ist das selbstverständlich o.k. Gefragt werden sollten aber hauptsächlich die Bewohnenden selber.
  • Kommentar von Remo Tschanz  (remotschanz)
    Ich bin für Solidarität, d.h. dass die schrittweisen Lockerungen NICHT SCHNELLER vorangehen als für die übrige Gesellschaft. Seit bald einem Jahr richtet man praktisch alle politischen Entscheidungen danach aus, um die Heimbewohner zu schützen. Nun darf man erwarten ein Minimum an Solidarität zurückzuerhalten.
    1. Antwort von Angela Nussbaumer  (Angela N.)
      Das finde ich jetzt eine ganz seltsame Ansicht, Herr Tschanz. Lieber freilassen, was geschützt ist, damit wenigstens die einen ein Leben haben, das lebenswert genannt werden kann. Ich mag es jedem gönnen und mir, sobald meine Altersgruppe (U65) impfen kann, ebenso. Solidarität geht für mich nicht so, dass andere ihre Möglichkeiten nicht ausschöpfen dürfen sollen, weil ich das (noch) nicht im selben Mass kann. Die Geimpften sind mal raus aus dem Chaos. Also sollen sie es auch geniessen dürfen.
    2. Antwort von Silvia Grossenbacher  (Siku)
      Remo Tschanz waren Sie in dieser Zeit auch nur einmal so abgeschottet und isoliert wie es diese Menschen sind?
      Und unsere Massnahmen sind nicht nur zum Schutz der Heimbewohner erlassen worden.......
    3. Antwort von Dorothee Meili  (DoX.98)
      Das Minimum an Solidarität, das Sie fordern, geschieht längstens intern, indem die Bewohnenden von Heimen ihre dortige Lebensgemeinschaft pflegen. Und ich glaube, Ihre Solidarität wird am besten gelebt, wenn Sie weit weg von allen Heimen und Aelteren, Risikos bleiben. Das ist ja wohl möglich, oder?
    4. Antwort von Josephine Keller  (Josi777)
      Ich finde es völlig ok, wenn soweit gelockert wird, dass sie wenigstens nicht mehr mehr Massnahmen als der Rest der Bevölkerung haben. Dass sie wieder nach draussen gehen dürfen, zusammen an einem Tisch sitzen und Spiele machen, Besuch empfangen (so wie wir auch). Es hat wenig mit Solidarität zu tun, die Alten noch länger in ein Zimmer einzusperren ,wenn sie ja jetzt geimpft sind.