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Carmen Walker Späh: «Man kann nicht Restaurants öffnen und den Leuten sagen, sie sollen zuhause bleiben.»
Aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 15.03.2021.
abspielen. Laufzeit 17:37 Minuten.
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Lockerung Corona-Massnahmen Mehrere Kantone wollen rascher öffnen als der Bund

Mehrere Kantone fordern schnellere Lockerungen der Corona-Massnahmen als der Bund. Der Bundesrat entscheidet am Freitag.

Am Freitag entscheidet der Bundesrat über die weiteren Öffnungsschritte. So sollen, wenn es die epidemiologische Lage erlaubt, ab dem 22. März unter anderem Veranstaltungen mit Publikum und Treffen zu Hause mit zehn Personen möglich sein, zudem ist die Öffnung der Restaurant-Terrassen angedacht.

Derzeit sieht es aber nicht danach aus, dass sich die Corona-Situation wie gewünscht entwickelt. Dennoch drücken mehrere Kantone aufs Gas, was das Tempo der Lockerungen angeht.

Öffnung der Restaurant-Innenräume

Am wichtigsten scheint vielen Kantonen die Lockerung im Gastrobereich zu sein. Die Kantone St. Gallen, Appenzell Innerrhoden, Freiburg, Uri und Schwyz fordern explizit die Öffnung der Innenräume und Terrassen von Restaurants ab dem 22. März – teilweise unter Erwähnung von Auflagen wie beschränkter Platzzahl und angepasster Schutzkonzepte.

Kellner bedient Gäste in Restaurant
Legende: Mehrere Kantone fordern die Öffnung der Restaurant-Innenräume. Im Kanton Nidwalden dürfen ausgewählte Restaurants als sogenannte «Beizer für Büezer» über die Mittagszeit für Arbeiterinnen und Arbeiter aus dem Landwirtschafts- bzw. Bausektor sowie Handwerker und Berufstätige auf Montage trotz den Corona-Beschränkungen öffnen. Keystone

Mehr Menschen in Gottesdiensten

Angesichts der bevorstehenden Ostertage erhoffen sich die Kantone Uri, St. Gallen und Appenzell Innerrhoden für Gottesdienste zudem weitergehende Lockerungen – etwa einen Wechsel von der 50-Personen-Regel zu einer platzabhängigen Belegung mit genügenden Abständen. Damit sollen in grösseren Kirchen an Ostern mehr Personen an Gottesdiensten teilnehmen können. Allenfalls soll die Beschränkung auf 150 Personen gelockert werden.

Präsenzunterricht an Hochschulen

Der Kanton Freiburg moniert, im Bereich der Hochschulbildung sei der Vorschlag, Präsenzunterricht für maximal 15 Personen zuzulassen, keine angemessene Lockerung. Auch für den Regierungsrat von Uri ist diese Beschränkung unrealistisch und nicht umsetzbar.

Privattreffen, Homeoffice, Veranstaltungen

Der Kanton Uri fordert weiter, dass Privatveranstaltungen im Innenbereich für 15 Personen erlaubt sind oder dass Kinder und geimpfte Personen nicht mitzählen, wenn die Grenze bei zehn Personen bleibt. Die Homeoffice-Pflicht soll in eine Empfehlung umgewandelt werden, und die Maskenpflicht in Büros soll entfallen, wenn Mindestabstände eingehalten werden.

Weitere Kantone sind für schnellere Lockerungen

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Auch den Kantonen Thurgau und Appenzell Ausserrhoden gehen die Öffnungsschritte teilweise nicht weit genug. Mit ihnen hatten sich Delegationen der Kantone St. Gallen und Appenzell Innerrhoden am Sonntag zu den Vorschlägen des Bundesrats ausgetauscht.

Die Zürcher Kantonsregierung dürfte sich beim Bundesrat ebenso für schnellere Lockerungen einsetzen, wie Regierungsrätin Carmen Walker Späh im Gespräch mit dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen» durchblicken liess.

Der Freiburger Staatsrat regt ausserdem an, die Frage der Öffnung von Schwimmbädern noch einmal zu prüfen. Die Schwyzer Regierung will bei den Lockerungen für Sport, Kultur und Bildung «keine starren Vorgaben». Vielmehr sollten hier die Grösse des Veranstaltungsortes und die Infrastruktur mitberücksichtigt werden.

SRF 4 News, 15.03.2021, 18 Uhr

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95 Kommentare

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  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    STOP dem weiteren, unsinnigen "Kantönligeist-Wirrwarr" in der Mini-Schweiz!!
    1. Antwort von Urs Dupont  (udupont)
      Klar, lieber flächendeckend mit dem Holzhammer, wie vor allem während der ersten Welle, als in fast allen Kantonen der Ostschweiz kaum ein Coronavirus in Sicht war und trotzdem die Wirtschaft völlig und sinnlos an die Wand gefahren wurde. Zudem zeigen auch die Statistiken zur 2. Welle eindeutig, dass die Kantone viel effektiver und mit deutlich weniger Kollateralschaden operiert haben als es der Bund tat. Es ist absolut verantwortungslos, kommenden Generationen Mia. Schulden unnötig aufzubürden.
    2. Antwort von Hans Meuri  (hmeuri)
      Herr Dupont, es wurde rein gar nichts an die Wand gefahren, im 2020 betrug der Einbruch der Wirtschaft gerade mal 2.9% (Quelle: SECO).
  • Kommentar von Hans H. Hirt  (AndromedaAxiomis)
    Da kann ich nur zustimmen. Öffnen und damit leben!
    1. Antwort von Hans Meuri  (hmeuri)
      Mit monatlich 250 Toten leben (Tendenz steigend) und dazu dem Risiko, dass 10-25% der Infizierten von LongCovid betroffen sein können?
  • Kommentar von Marlies Artho  (marlies artho)
    Etwas gibt mir wirklich zu denken, im Bundeshaus ist das Restaurant geöffnet, bis späht in den Abend, wie ich hörte. Frage: wie viele Politiker wurden denn mittlerweile dort angesteckt?
    1. Antwort von Hans Meuri  (hmeuri)
      Die Sessionssitzungen dauern teilweise bis nach Mitternacht da ist es logisch, dass die Betriebskantine geöffnet ist, so wie in vielen Firmen auch.