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Nach Bericht der Rundschau Erneut IT-Sicherheitsmängel bei Ruag International

  • Bei dem auf zivile Luft- und Raumfahrt spezialisierten Unternehmen Ruag International sind neue IT-Sicherheitsmängel aufgetreten.
  • Diese waren nach Angaben von CEO André Wall «ernstzunehmend». Er ordnete mehrere Sofortmassnahmen an.
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Aus dem Archiv: «Gehackt» – die grosse Ruag-Recherche
Aus Rundschau vom 19.05.2021.
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So seien etwa Patches sofort ausgerollt und das Security-Monitoring ausgebaut worden, sagte Wall in einem Interview mit der «Neuen Zürcher Zeitung» vom Freitag. «In diesen Bereichen war das Risiko zu gross, auch nur Tage oder Wochen zuzuwarten.» Die Mängel wurden von einer Informatik-Sicherheitsfirma entdeckt. Details zu den Sicherheitslücken nannte er nicht.

Andere Massnahmen seien eingeleitet worden oder würden in den nächsten Wochen und Monaten umgesetzt, sagte Wall weiter. Das Thema sei nun «Chefsache». 2016 war ein grosser Cyberangriff auf die frühere Ruag bekannt geworden, der gravierende Mängel in der Informatik ans Licht brachte.

Dass es danach offenbar weiter schwere Sicherheitslücken gab, wollte Wall nicht bewerten. «Ich kann nur nach vorne schauen», sagte er. «Ein Unternehmen darf sich nie sicher fühlen, denn es gibt immer Leute mit grosser krimineller Energie. Vielleicht war dieses Bewusstsein nicht genügend vorhanden.» Die Firma prüfe nun, ob der Verantwortliche für die IT-Sicherheit künftig Mitglied der Geschäftsleitung werde.

Anlass für Untersuchung war Bericht der Rundschau

Der militärische Bereich war den Angaben Walls zufolge nicht in Gefahr. «Wir haben keinen Weg gefunden, wie jemand von unseren Systemen auf das Netz der Ruag Schweiz beziehungsweise der Armee zugreifen könnte», sagte er.

Anlass der Untersuchung der IT bei Ruag International durch externe Experten war ein TV-Bericht der SRF-«Rundschau» von Mitte Mai, gemäss dem es einen erneuten Hackerangriff auf das Unternehmen gegeben haben soll. Laut Wall gab es danach aber «keinerlei Anzeichen» dafür, dass es tatsächlich zu einem Hack gekommen war und Daten zugänglich waren oder entwendet wurden.

Der Bundesrat hatte nach Bekanntwerden des Cyberangriffs 2016 die Aufteilung seines Rüstungskonzerns Ruag beschlossen. Ein Schweizer Teil mit technischer Nähe zur Armee sowie ein internationaler Teil sollten auch die IT sicherer machen. Ruag International mit Raumfahrtdivision, Munitionssparte, Flugzeugstrukturbau und internationalem Militärgeschäft soll zudem zerlegt werden. Die Firma will sich auf das Satellitengeschäft konzentrieren.

SRF 4 News, 04.06.2021, 06.00 Uhr;

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Jean-Pierre Schibich  (spectator)
    @Krebs A.: Wie erwähnt bestreite ich den Nutzen der Informatik an sich überhaupt nicht. Ich glaube nur nicht, dass sie in jedem Fall die sinnvollste Lösung ist und den Menschen ersetzen kann. V.a. KI ist noch zu wenig ausgereift. In Bewerbungsverfahren sortieren diese Algorithmen Bewerber aus, deren Eigenschaften nicht die grösste Übereinstimmung mit jenen der gegenwärtigen MA aufweisen. Innovationen kommen aber von Querdenkern.
    1. Antwort von Krebs Alfred  (A.Santiago)
      Jean-Pierre Schibich. Nehmen wir nun einmal das Bewerbungsverfahren. Ich habe selber mehr als zwanzig Jahre Personal angestellt. Habe mich auch viele Mahle erwischt, wie ich gewisse Bewerbungsdossier beiseite gelegt habe, aus einem nicht rational erklärbaren Sinn. Das Vorauswahlverfahren kann aus meiner Sicht sogar sehr gut sein. Man kann nicht das ganze Team Querdenker haben, es braucht auch Leute die die Vorgaben und Arbeiten ausführen können. Kommt immer auf die Arbeit an.
  • Kommentar von Jean-Pierre Schibich  (spectator)
    Solche Pannen nach 30/40 Jahren IT stimmen zuversichtlich für die schöne neue Welt, in der der gesamte Alltag digitalisiert ist, vom selbstfahrenden Auto über Smarthome bis zum Kraftwerk! Die Digitalisierung bietet viele Vorteile, mich beunruhigt aber das Tempo der Umstellungen, bevor die Kinderkrankheiten beseitigt sind.
    Ebenso, in welchem Bereich und wozu digitalisiert wird. Das Lieblingsargument Effizienz heisst nur: Gewinnmaximierung; die gleiche Arbeit mit weniger Personal erledigen.
    1. Antwort von Urs Müller  (Jackobli)
      Da die meisten dieser Branchen boomen, heisst es eher, mehr Arbeit mit gleich viel Personal erledigen.
      Denn gut ausgebildetes Personal ist Mangelware.
    2. Antwort von Krebs Alfred  (A.Santiago)
      jean-Pierre Schibich, die Informatik braucht es. Wie wollen Sie in einer solchen Firma alle diese Daten sonst verarbeiten und ablegen. Das Zeitalter von Kardexkarten ist wirklich endgültig vorbei. Auch wenn alles auf Papier ist kann es gestohlen werden, oder falsch abgelegt werden.
  • Kommentar von Sam Alavirad  (nebletic)
    Warte schon aufs nächste mal..