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Telefonmakler suchen offenbar Kleininserate nach Telefonnummern ab
Aus Espresso vom 17.11.2020.
abspielen. Laufzeit 02:49 Minuten.
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Nervige Telefonmakler Auf Verkaufsinserate melden sich oft Krankenkassenverkäufer

Über die Inserate-Plattform tutti.ch verkauft oder verschenkt ein Vater Sachen, die er nicht mehr braucht. Doch statt interessierten Käufern hat er immer wieder Krankenkassenmakler am Telefon. Das ärgert ihn gewaltig.

Sei es der Kinderwagen, die Winterjacke oder zu klein gewordene Ski: Das alles und noch vieles mehr lässt sich einfach und schnell über die verschiedenen Inserate-Plattformen wie Tutti oder Anibis verkaufen.

Auch ein Familienvater schaltet immer wieder solche Inserate. Doch leider melden sich statt interessierten Käufern immer wieder Versicherungsmakler, die ihm eine neue Krankenkasse andrehen wollen. Er hegt den Verdacht, dass Tutti seine Telefonnummer weiterverkauft.

Die Kontaktdaten unserer Kunden werden weder weitergeben noch an Dritte verkauft.
Autor: Patrizia NegriMediensprecherin Tutti

Daten werden nicht an Dritte weitergegeben

Doch dies dementiert Patrizia Negri, Mediensprecherin von Tutti, vehement: «Die Kontaktdaten unserer Kunden werden weder weitergeben, noch an Dritte verkauft.» Doch auch beim Tutti-Kundendienst gibt es immer wieder Reklamationen wegen der nervigen Makleranrufe. «Eine Häufung gibt es vor allem jetzt im Herbst, wenn die Krankenkasse gewechselt werden kann», so Negri. Offenbar grasen Versicherungsmakler die Kleininserate aktiv nach Telefonnummern ab.

Tutti.ch empfiehlt darum allen Inserenten, ihre Telefonnummer im Inserat nicht zu veröffentlichen. Wer seine Nummer trotzdem angebe, müsse sich bewusst sein, dass diese öffentlich einsehbar sei. «Seit einiger Zeit wird die Telefonnummer im Gegensatz zu früher standardmässig ausgeblendet. So wird verhindert, dass eine Telefonnummer aus Versehen im Internet landet.»

Statt Telefonnummer E-Mail-Adresse angeben

Besser sei es, statt der Telefonnummer eine E-Mail-Adresse anzugeben. Doch auch die E-Mail-Adresse schützt nicht vor unerwünschter Werbung. Darum werde seit kurzem auch diese in den Inseraten verschlüsselt, sagt Patrizia Negri von tutti.ch.

Bei Scout24 – dazu gehört auch anibis.ch – gebe es nur wenig Beschwerden wegen unerwünschter Makler-Anrufe, heisst es bei der Medienstelle auf Anfrage. Dies, weil bei Scout24 die Kommunikation grösstenteils über Kontaktformulare abgewickelt werde. Dennoch habe man bei Autoscout24 eine Zusatzfunktion mit verschlüsselter Telefonnummer eingeführt. Diese Funktion gibt es aber nur bei den beiden teuersten Inseratkategorien.

Espresso, 17.11.2020, 8.13 Uhr

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Hannes Zubler  (Zubi)
    Verschiedene Möglichkeiten.
    Eine Prepaid Handy Nummer für eventuell störende Anrufe ins Handy stecken, es gibt bereits viele mit 2 Slots. Natürlich dann diese Nummer preisgeben.
    Nur die Email angeben, wie im Bericht erwähnt, aber dann auch nur eine Email für Spezielles, nicht gleich vorname.nachname@sowieso.ch.
    Kurz mitteilen, dass das Gespräch zu Ausbildungszwecken aufgezeichnet werden kann, interessant, wieviele dann auflegen.
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  • Kommentar von Achim Berger  (Schlauberger)
    @SRF: Fehler im Lead: "Doch statt interessierte Käufer hat er immer wieder Krankenkassenmakler am Telefon.", korrekt wäre "doch statt interessierten Käufern". Auch zweimal Fehler bei "Email-Adresse", korrekt wäre"E-Mail-Adresse".
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    1. Antwort von SRF News (SRF)
      @Achim Berger, vielen Dank für den Hinweis. Gerne haben wir dies entsprechend korrigiert.
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