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Aus dem Archiv: Keine weiteren Öffnungen geplant
Aus 10 vor 10 vom 19.03.2021.
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Neue Richtwerte des Bundes Coronavirus: Kommt es bald zu Verschärfungen?

Die dritte Welle ist da. Der Trend zeigt nach oben – der Bundesrat wird im April wohl oder übel über erneute Verschärfungen nachdenken müssen.

Richtwerte für mögliche Verschärfungen

Am 19. März hat der Bundesrat neue Richtwerte definiert, die als Grundlage für mögliche Verschärfungen der aktuellen Corona-Massnahmen dienen sollen. Gemäss 3-Phasen-Modell, Link öffnet in einem neuen Fenster sollen die Richtwerte so lange gelten, bis Phase 1 erreicht ist, bis alle impfwilligen Personen aus den Risikogruppen geimpft sind.

Das sind die vier definierten Kriterien, welche unter den Richtwerten bleiben müssen, um Verschärfungen zu vermeiden:

  • Die 14-Tage-Inzidenz zählt alle neu gemeldeten Fälle der letzten 14 Tage pro 100'000 Einwohner und soll nicht über 350 gehen. Wenn sich die Fallzahlen so weiterentwickeln wie momentan, dann ist der Schwellenwert von 350 Fällen schon kurz nach Ostern erreicht.
  • Die effektive Reproduktionszahl, genannt R-Wert, soll im 7-Tagesschnitt unter 1.15 liegen.
  • Schweizweit sollten höchstens 300 Intensivpflegebetten (IPS) mit Covid-19-Erkrankten belegt sein.
  • Die täglich gemeldeten Spitaleintritte mit Covid-19 sollen im 7-Tagesschnitt den Wert 80 nicht überschreiten.

Stand der Richtwerte für mögliche Verschärfungen

Bei diesen Richtwerten handelt es sich nicht um einen Automatismus, sie stellen lediglich eine Diskussionsgrundlage für allfällige Verschärfungen dar. Die Richtwerte müssen noch von den Kantonen konsultiert werden. Sobald Phase 2 beginnt, will der Bundesrat auf weniger strenge Richtwerte fokussieren. Wenn sämtliche impfwilligen Personen geimpft sind, tritt Phase 3 ein. Ob da noch Richtwerte nötig sein werden, ist noch nicht klar.

Richtwerte für mögliche Lockerungen

Für allfällige Lockerungen gelten andere Richtwerte als bei den Verschärfungen. Zudem wird auch die Zahl der Todesfälle als Richtwert verwendet. Die Positivrate hingegen ist neu kein Kriterium für die Lockerungen mehr. Auf die Positivrate als Richtwert wird laut BAG verzichtet, da diese «im Rahmen der Ausweitung der Teststrategie in den nächsten Wochen» an Aussagekraft und damit Bedeutung verlieren wird.

Folgende Richtwerte wurden definiert, welche unterschritten werden müssen, um über Lockerungen diskutieren zu können (am 31. März hat das BAG zwei der Kriterien nachträglich angepasst):

  • Die 14-Tage-Inzidenz, also die Summe der gemeldeten Fälle der letzten 14 Tage pro 100'000 Einwohner, soll nicht über 229 gehen (Wert vom 22. März, kann sich aufgrund Nachmeldungen noch leicht verändern).
  • Der aktuelle R-Wert soll unter 1 liegen.
  • Schweizweit sollten höchstens 249 Intensivpflegebetten (IPS) mit Covid-19-Erkrankten belegt sein – im 15-Tage-Schnitt.
  • Der 7-Tage-Schnitt der Hospitalisationen muss kleiner sein als der Wert vom 22. März, dem Tag des Inkrafttretens des vorangegangenen Öffnungsschritts.
  • Der 7-Tage-Schnitt der Todesfälle muss kleiner sein als der Wert vom 22. März, dem Tag des Inkrafttretens des vorangegangenen Öffnungsschritts.

Stand der Richtwerte für Lockerungen Mitte April

Für eine konstant aktualisierte Übersicht empfehlen wir Ihnen die Zahlenübersicht im Artikel: «So entwickeln sich die Corona-Zahlen in der Schweiz».

10vor10, 21.50 Uhr, 19.03.21;

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98 Kommentare

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  • Kommentar von Stefan Pfister  (Stefan Pfister)
    Grundsätzlich ist es gut, Richtwerte zu haben, an denen man sich für Öffnungen oder Schliessungen orientiert. Probleme habe ich mit den Phasen bzw. mit der Einstellung: Sobald die "Vulnerablen" die Möglichkeit zum Impfen hatten, ist es nicht mehr schlimm, wenn die Fallzahlen steigen. Denn Phase 2 toleriert auch steigende Fallzahlen.
  • Kommentar von Roli Greter  (RoliGreter)
    "Die dritte Welle ist da" ist schlicht nicht wahr. Was soll das?
    1. Antwort von Hanspeter Zaugg  (rägetag)
      Wieso kommen Sie auf so etwas sind sie Mediziner?
    2. Antwort von Daniel Gion  (dgion)
      @Zaug weshalb soll man dazu Mediziner sein? Ein Mediziner betrachtet den Einzelfall und diagnostiziert. Es geht hier mehr um Interpretation von Statistiken

      Herr Berset ist so ganz nebenbei auch kein Mediziner
    3. Antwort von Kris Kronig  (Kris)
      Wo fängt eine Welle an?

      Wenn das Wasser sich nach dem Wellental wieder zu heben beginnt? Wenn das Wasser über den Meeresspiegel steigt? Wenn das Wasser auf dem Höhepunkt der Welle steht?

      Wenn Sie die mangelnde Differenzierung in dieser Aussage beklagen, dann bringt ein undifferenziertes Absprechen des Wahrheitsgehaltes reichlich wenig. Das ist schlicht nur Empörungskultur. Warum keine konstruktive Kritik?
    4. Antwort von Peter Stauffacher  (Peter Stephan Stauffacher)
      Immerhin haben di
    5. Antwort von Peter Stauffacher  (Peter Stephan Stauffacher)
      Immerhin hat man die Wellen-Ansagen der Panikmacher nicht immer brav mitgezählt, wir wären sonst schon bei der 20. Welle...
    6. Antwort von Hans Meuri  (hmeuri)
      Mit Scheuklappen oder der rosaroten Brille vor den Augen kann man die dritte Welle nicht sehen.
  • Kommentar von Denise Rupp  (Marlies016)
    Jetzt wird wieder von Verschärfungen gesprochen.Wieso gehen die Ansteckungen wieder rauf?Ich würde mal beim ÖV ansetzen,denn meiner Meinung nach passieren dort nebst der Familie die meisten Ansteckungen.Dort sollte die Anzahl Fahrgäste beschränkt werden,zB. in einem Vierer-Abteil dürften nur diagonal zwei Personen sitzen um den Abstand einzuhalten und dann halt mehr Waggons anhängen.Abgesehen davon muss man einfach lernen mit dem Virus zu leben.Risikogruppen schützen,die anderen arbeiten lassen.