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Pro-Palästina-Demo vom Oktober Berner Polizei startet öffentliche Fahndung nach Krawallen

  • Die Berner Kantonspolizei hat nach der eskalierten Pro-Palästina-Demonstration vom vergangenen Oktober 101 mutmassliche Straftäterinnen und Straftäter identifiziert.
  • Weitere Personen will sie nun mittels öffentlicher Fahndung finden.
  • Mithilfe von Foto- und Videoaufnahmen erstellte die Polizei Beweisketten.

Sie identifizierte so zahlreiche Personen, die mutmasslich vermummt Straftaten begingen, wie sie in einer Mitteilung schreibt. Die erkannten Personen werden in den kommenden Wochen kontaktiert und teilweise zu Einvernahmen aufgeboten.

Es waren chaotische Zustände und die Mehrheit der Straftäter war vermummt.
Autor: Manuel Willi Chef der Regionalpolizei Bern

101 Personen – das sei eine hohe Anzahl, die identifiziert werden konnte, sagt Manuel Willi, Chef der Regionalpolizei Bern. «Man muss sich vorstellen, es waren chaotische Zustände und die Mehrheit der Straftäter war vermummt.» Ausserdem müsse jeder einzelnen Person die Straftat nachgewiesen werden.

Polizisten bei Strassendemonstration mit Wasserwerfer vor Gebäude.
Legende: Der Sachschaden, der bisher zur Anzeige gebracht wurde, beläuft sich gemäss Polizeiangaben auf über 600'000 Franken. (Bild: 11.10.2025) KEYSTONE/Peter Klaunzer

Weiter identifizierte die Polizei mehrere Dutzend noch unbekannte Personen, die Straftaten begangen haben. «Wir haben Bilder von Gesichtern, aber wissen noch nicht, wer das ist», so Manuel Willi. Die regionale Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland verfügte nun eine dreistufige Öffentlichkeitsfahndung, wie die Polizei weiter schreibt.

Am kommenden Freitag will sie deshalb verdeckte Bilder der gesuchten Personen auf ihrer Website aufschalten. Falls diese nicht zur Identifikation führen, publiziert sie später unverdeckte Bilder.

Bei Öffentlichkeitsfahndungen gibt es immer auch kritische Stimmen, die sagen, das sei ein moderner Pranger. Manuel Willi erwidert: «Eine solche Fahndung ist das letzte Mittel und geschieht nicht leichtfertig.» Sie komme nur dann zum Zug, wenn es um schwere Straftaten gehe.

Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 16.3.2026, 17:30 Uhr ; 

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