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Hausärzte erachten Schnelltests als unsicher
Aus HeuteMorgen vom 19.11.2020.
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Ungenaue Corona-Schnelltests Schnelltests sind vielen Hausärzten zu unsicher und zu aufwendig

Die lange erwarteten Schnelltests werden nun doch nicht oft eingesetzt. Sie seien zu wenig empfindlich, sagt der Präsident der Haus- und Kinderärzte.

Schnelltests werden ihrem Namen nicht gerecht – das sagt zumindest Philippe Luchsinger, Präsident des Haus- und Kinderärzteverbands. Der Aufwand für die Ärzte sei noch grösser als bei den normalen Tests.

Abstrich, Analyse, Beratungsgespräch, alles müsse sofort nacheinander in der Praxis passieren. Bei einem positiven Test könne das bis zu einer Stunde oder mehr dauern. Deshalb bieten Dr. Luchsinger und viele seiner Kolleginnen und Kollegen erst gar keine Schnelltests an. Auch Patienten würden kaum danach fragen.

Den Ärztinnen und Ärzten seien die Tests ausserdem zu wenig empfindlich und deshalb nicht sicher, sagt Hausarzt Luchsinger: «Das heisst, ich erkläre zum Teil Leute als negativ, die eigentlich positiv sind.»

FMH empfiehlt Verzicht auf Schnelltests

Mit den Schnelltests entstünden Resultate, die nicht zuverlässig seien, sagt Luchsinger. Wegen des hohen Zeitaufwands hat auch die Verbindung Schweizer Ärzte FMH ihren Mitgliedern empfohlen, zunächst auf Schnelltests zu verzichten.

Luchsinger vom Hausärzteverband hofft jetzt auf baldige Verbesserungen. Denn sichere und wirklich schnelle Tests wären gerade für Reisen und Events eine wichtige Hilfe: «Der Idealfall wäre, wenn wir einen Test hätten, der nachweist, dass jemand das Virus nicht herumträgt, nicht ansteckend ist und an einer Veranstaltung teilnehmen kann.»

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FOKUS: Wie Antigen-Schnelltests funktionieren
Aus 10 vor 10 vom 29.10.2020.
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Der Anteil der schnellen Tests sei noch gering, aber steigend, schreibt das Bundesamt für Gesundheit (BAG). Diese Entwicklung entspreche den Erwartungen. Das BAG verspricht, die genaue Anzahl der Schnelltests demnächst zu veröffentlichen.

Heute Morgen vom 17.11.2020, 06:00 Uhr

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34 Kommentare

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  • Kommentar von Daniel Bachmann  (@danibachmannch)
    Her mit den Zahlen bitte und zwar die sowohl die bewilligten Schnelltests seit anfangs November sowie Positivitätsrate und bitte auch Schätzungen zu nicht validierten Schnelltests, den diese könnten ebenso auch den gefeierten Rückgang verursacht haben. Darin liegt die Wahrheit ob wir nicht doch auf dem Holzweg sind.
  • Kommentar von Monika Mitulla  (momi)
    Bis Ende Jahr wird unsere Regierung für die PCR-Tests 1 Milliarde Franken ausgegeben haben - nun kommen die Kosten für die Schnelltests noch hinzu. M.E. wäre es schlauer, das Geld in die Behandlung von Covid-19-Erkrankten zu stecken. Man weiss ja um die Unzuverlässigkeit der Tests.
    Irgendjemand verdient sich eine goldene an den Tests - und mit den Impfungen wird es dasselbe werden.
  • Kommentar von Rolf Huber  (RolfHuber)
    Ein weiterer Reinfall erster Güteklasse.