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Zertifikatspflicht: Wer kontrolliert die Betriebe?
Aus HeuteMorgen vom 13.09.2021.
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Zertifikatspflicht ab heute Wer kontrolliert, ob die Betriebe die Zertifikate kontrollieren?

Ab heute gilt: Wer ins Fitness oder in eine Bar will, braucht ein Zertifikat. Doch wer überprüft die Betreiber?

Wer im Restaurant essen, im Fitnesscenter schwitzen oder im Kino einen Film geniessen will, muss das Covid-Zertifikat vorweisen. Wer nicht geimpft ist, braucht einen negativen Test. So hat es der Bundesrat letzte Woche entschieden.

Bei Widerhandlungen drohen Bussen – nämlich für Gäste und für Betreiber. Kontrollieren müssen die Kantone. Wie prüft man, ob Betreiberinnen und Betreiber von Hallenbädern oder Restaurants wirklich nur Personen mit Zertifikat oder negativem Test einlassen?

Wer prüft die Betriebe wie?

Eine Antwort weiss Jonas Motschi. Er ist der Leiter des Amtes für Wirtschaft und Arbeit im Kanton Solothurn und sagt: «Wir müssen uns aufs Schauen beschränken, ob Vorkehrungen getroffen wurden, um Kontrollen vorzunehmen. Hinzu kommt, dass vielleicht gerade Gäste ankommen. Dann kann man gerade schauen und beobachten, ob sie bei der Ankunft kontrolliert werden oder nicht.»

Wir müssen uns aufs Draufschauen beschränken, ob Vorkehrungen getroffen wurden, um Kontrollen vorzunehmen.
Autor: Jonas Motschi Wirtschaftamtsleiter Solothurn

Im Einsatz stünden fünf Corona-Kontrolleure, die letztes Jahr angestellt worden seien und die regulären Arbeitsinspektorinnen, so Motschi weiter. Auch der Kanton Aargau führe Kontrollen im bisherigen Rahmen durch, heisst es beim Gesundheitsdepartement. Vermehrte Kontrollen seien nicht vorgesehen.

Ähnlich in anderen Kantonen

In Freiburg und Bern teilen die beiden Kantonspolizeien mit, sie suchten das Gespräch und gingen mit Augenmass vor. Der Kanton Basel-Stadt lässt Wirtinnen und anderen Betroffenen nun eine Woche Zeit, um sich mit der neuen Situation auseinanderzusetzen.

Wie erachten es als psychologisch nicht sehr sinnvoll, sofort mit Kontrollen zu starten.
Autor: Anne Tschudin Kommunikation Basel-Stadt

Dazu sagt Anne Tschudin, die Leiterin Kommunikation des Gesundheitsdepartements: «Wir erachten es als psychologisch nicht sehr sinnvoll, sofort mit Kontrollen zu starten. Wir werden diese aber ab dem 20. September aufnehmen.»

Legende: Ohne Genesung, negativen Test oder Impfnachweis kein Planschen, Schwimmen oder Aquafitness. Keystone/Archiv

Wer sich nicht an die Vorgaben hält, muss mit Konsequenzen rechnen: 100 Franken Busse kann erhalten, wer ohne Zertifikat im Restaurant drinnen sitzt oder im Hallenbad seine Längen schwimmt. 

Strafanzeigen oder gar Schliessungen möglich

Für Restaurateure oder Betreiberinnen von Fitnesszentren sind die Sanktionen härter. Jonas Motschi vom solothurnischen Amt für Wirtschaft und Arbeiter sagt, erst werde auf Mängel hingewiesen. Danach gebe es erneut eine Kontrolle.

Motschi ergänzt: «Wenn Sie unserer Aufforderung nachgekommen sind, dann ist das in Ordnung. Andernfalls können wir Strafanzeigen an die Staatsanwaltschaft machen oder gar die Betriebe schliessen.» Ein hohes Risiko geht also ein, wer sich nicht an die Vorgaben hält.

Quelle: Bundesrat, 08.09.2021 Wo braucht es neu ein Covid-Zertifika t ? Gastronomie drinnen Kultur, Sport und Freizeit drinnen Veranstaltungen drinnen *Ausnahmen: Proben und Trainings in fixen Gruppen (max. 30 Personen), religiöse Veranstaltungen, Veranstaltungen der politischen Meinungsbildung und Selbsthilfegruppen (max. 50 Personen). Discos und Tanzlokale Freizeitbetriebe Casinos Musik- und Theaterproben Private Anlässe auswärts (z.B. Hochzeitsfeste) Trainings Restaurants und Bars Museen und Bibliotheken Fitnesscenter und Sportbetriebe Hallenbäder und Aquaparks Theater- und Kinovorstellungen Konzerte Veranstaltungen mit mehr als 1‘000 Personen Sportanlässe Zoos Grossveranstaltungen draussen Arbeitsplatz Hochschulen Arbeitgeber dürfen das Zertifikat unter Umständen und nach Konsultation der Arbeitnehmenden in ihr Schutzkonzept integrieren. Über eine Zertifikatspflicht entscheiden die Kantone und Hochschulen.

HeuteMorgen, 13.09.2021, 06:00 Uhr

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55 Kommentare

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  • Kommentar von Mauro Mussolin  (Mussi)
    Als Ungeimpfter habe ich Verständnis das an den Orten wo sich mehrere Menschen treffen eine Kontrolle stattfinden soll. Wir müssen uns unbedingt bewusst sein das laut BAG auch Geimpfte Träger und Verteiler vom Virus sein können. Ein Besuch als Geimpfter im Restaurant vom Altersheim kann für die Bewohner auch tödlich enden.
    Ich lass mich für den Besuch meiner Oma gerne testen.
    Testen JA aber an gewissen Orte ALLE
  • Kommentar von Mike Steiner  (M. Steiner)
    Wichtig scheint es mir, zu erwähnen, dass Wirte und andere betroffene Betreiber VERPFLICHTET sind, die QR-Codes der vorgewiesenen Zertifikate mit der Covid-Check-App zu scannen und das dort angezeigte mit einem Ausweis zu vergleichen. Nur den Handybildschirm einer Person oder das Blatt Papier zu betrachten reicht nicht und ist ein Verstoss gegen die Ausflagen. Nur der QR-Code enthält die "Wahrheit", denn er ist im Gegensatz zu Handyscreens oder Papier fälschungssicher.
    1. Antwort von Ursula Stöckli  (Lac Léman-Fan)
      Wunderbar, wir leben in einem Land, das neu die BürgerInnen auf Schritt und Tritt, bei Freizeitaktivitäten und Geselligkeit, beim Vereinsleben und beim Sport erfasst, kontrolliert, und je nach dem ausschliesst. Da muss schon alles ganz korrekt und fälschungssicher ablaufen. Schon komisch, dass es Menschen gibt, die ein Zertifikat fälschen möchten. Warum wohl?
    2. Antwort von beni bach  (benibach)
      QR-Code ist nicht fälschungssicher. es gibt bereits hochwertige Angebote im Netz. Unglaublich, diese Welt.
  • Kommentar von Wanja Sven Hägi  (4freedom)
    Es als Freiheit zu bezeichnen, wenn jeder Mensch den anderen Mensch auf Distanz hält, ihn als Gefährdung ansieht, eine gegenseitige Kontrolle des jeweiligen Verhalten als was positives betrachtet wird, Menschen die ihr Leben nach Meinungen anderer oder nur durch Gesetzte leben können, werden nie wissen was Freiheit bedeutet.
    Frei sein kann nur der Mensch der mit Menschlichkeit auf andere Menschen zugeht und sie als ein Teil ihres Lebens betrachtet, den das macht uns zum Mensch.
    1. Antwort von Mike Steiner  (M. Steiner)
      Dann lassen Sie uns raschestmöglich dafür sorgen, dass das alles nicht länger als nötig dauert. Einverstanden?
    2. Antwort von Katharina Bleuer  (Blk)
      Erstens nützt es mir nicht viel, frei nach Ihrer Vorstellung zu sein aber tot.
      Zweitens haben wir es in der Hand, die Pandemie innerhalb weniger Wochen zu beenden. Dafür müssen aber alle zämehäbe. Wie so ein einig Volk von Brüdern und Schwestern.
      Tun Sie Ihren Teil und lassen Sie sich impfen!
    3. Antwort von Gregor Semp  (Gregor3)
      @Wanja Sven Hägi
      Mir aber gefällt Ihr Kommentar sehr gut!
    4. Antwort von Wanja Sven Hägi  (4freedom)
      @Bleuer
      Danke für ihre Werbekampagne, entweder Impfung oder Tod. Das entspricht absolut der Realität.
      Sie sprechen von Zusammenhalt, die aus ihrer Wahrnehmung durch Distanz ermöglicht wird. Können sie mir erklären wie dies geht, Menschen auf Distanz halten, kontrollieren, als gefährlich erachten usw. und trotzdem einen Zusammenhalt erlangen?