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Fragen und Antworten «Sind Hurrikane auch in der Schweiz möglich?»

SRF Meteo hat Ihre Fragen zu Klima, Wetter und der Redaktionsarbeit beantwortet.

Vielen Dank für Ihre vielen spannenden Fragen zu Klima, Wetter und der Arbeit von SRF Meteo.

Die Antworten auf Ihre Fragen finden Sie im nachfolgenden Protokoll.

In den eineinhalb Stunden des Chats sind über 750 Fragen bei der SRF Meteo-Redaktion eingegangen. Aufgrund dieses hohen Interesses wird SRF Meteo demnächst einen weiteren Chat anbieten, in welchem auch bereits eingegangene Fragen berücksichtigt werden. In der SRF Meteo-App und auf
srf.ch/meteo werden Sie über den Durchführungszeitpunkt informiert.

Chat-Protokoll:

Die Hurrikane: ist sowas auch in Schweiz möglich?

Sandra Boner: Hurrikane gibt es in der Schweiz nicht – sie entstehen nur über warmem Meerwasser in den Tropen. In der Schweiz kann es aber starke Stürme geben, die auch heftige Böen bringen, aber keine Hurrikane sind. Abgeschwächte Ex-Hurrikane können unser Wetter beeinflussen.

Wie stark merkt ihr beim SRF Meteo-Team den Einfluss des Klimawandels auf eure Wetterprognosen?

Luzian Schmassmann: Diesen Einfluss bemerken wir in jeder Jahreszeit. So prognostizieren wir beispielsweise im Sommer häufiger Hitzetage und im Winter seltener Schnee bis ins Flachland als früher.

Werden zukünftige Wetterprognosen genauer über KI (auch lokal)?

Gaudenz Flury: KI und andere technologische Entwicklungen werden weitere Fortschritte in der Wettervorhersage bringen. Da die Atmosphäre aber ein chaotisches System ist, wird es die perfekte Prognose nie geben.

Wodurch wird die Genauigkeit einer Wettervorhersage beeinflusst?

Mauro Hermann: Das hängt auch von der Wetterlage ab. Ein Hochdruckgebiet ist oft sehr beständig, sodass das Wetter für die kommende Woche ziemlich gut vorhersehbar ist. Beeinflusst hingegen ein Sturmtief oder Höhenkaltluft unser Wetter, können sich die Prognosen nur schon für die nächsten zwei Tage immer wieder ändern.

Gibt es Anzeichen, sprich eine Tendenz, wie die Wintermonate 2025/2026 werden könnten?

Gaudenz Flury: Leider sieht es aktuell nach einem eher milden Winter aus. Aber natürlich gibt es auch bei SRF Meteo ein paar MitarbeiterInnen, welche sich auf einen schneereichen Winter freuen würden. Wann der erste Schnee in tiefe Lagen fällt, wissen wir noch nicht. Es sieht gerade noch nicht danach aus.

Mich würde mal interessieren, wieso auch im 21. Jahrhundert mit all unserer Technik, die Wettervorhersagen zum Teil sehr ungenau sind.

Simon Eschle: Das Wetter ist ein chaotisches System, das sich schwer voraussagen lässt. In der Atmosphäre finden ganz viele unterschiedliche Prozesse statt. Die Modelle können das Wetter aber nur begrenzt gut berechnen. Eine grosse Limitierung ist die Rechenleistung der Computer, die begrenzt ist.

Wenn man so viel wie Sie mit dem sich stark verändernden Klima zu tun hat, was macht das mit einem emotional? Lässt das verzweifeln oder regt das an, Dinge zu verändern/Leute zu informieren etc.?

Mauro Hermann: Es schmerzt uns, die oft verheerenden Auswirkungen der Klimaerwärmung auf Mensch und Umwelt mitzuerleben – in dieser Hinsicht sind wir genauso Mensch wie Sie.

Dank unserer Nähe zur Forschung verstehen wir, wie gross der Einfluss der menschengemachten Klimaerwärmung bereits heute ist (neuste Erkenntnisse vom Bund).

Unser Job ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse rund um Wetter und Klima an unsere Zuschauenden weiterzugeben. Dafür sind wir sehr motiviert, auch dank Ihnen.

Kann man die Wetterprognose auf 14 Tage erweitern?

Simon Eschle: Könnte man, das bringt aber nichts. So weit kann man das Wetter nicht vorhersagen. Eine Prognose würde also gar nichts aussagen.

Meine 4-Jährige hat mich heute gefragt, wer den Wind bläst? Und ob der immer woanders steht? Ich musste schmunzeln, konnte es ihr aber nicht wirklich erklären. Ihr habt mir sicher eine wissenschaftliche und trotzdem kindergerechte Antwort. Danke

Simon Eschle: Wind haben wir immer dann, wenn an einem Ort viel Luft ist und an einem anderen Ort weniger Luft. Der Wind weht dann vom Ort mit viel Luft zum Ort mit wenig Luft – wie bei zwei Wasserbecken mit unterschiedlichem Pegelstand. Dieser Ausgleichsbewegung der Luft sagen wir Wind. Das heisst, der Wind kann immer wieder aus anderen Richtungen wehen.

Sind Hitzeperioden 40 Grad plus realistisch bis zum Jahr 2050?

Mauro Hermann: Gemäss den Klimaszenarien des Bundes (Meteo Schweiz) könnten die Temperaturen in Genf (warmer Standort) Mitte Jahrhundert rund ein Mal pro Sommer 40 Grad oder mehr erreichen. Doch was wirklich passiert, ist davon abhängig, wie viel Treibhausgase in naher Zukunft noch ausgestossen werden.

Guten Abend, wie wird «gefühlte Temperatur» errechnet? Danke herzlich für eure Arbeit und für eine klärende Antwort.

Sandra Boner: Danke ihre lieben Worte Die «gefühlte Temperatur» ist in einer windigen Umgebung tiefer als die mit einem Thermometer gemessene Lufttemperatur. Dafür verantwortlich ist der sogenannte «Windchill-Effekt». Mehr Infos

Wie entsteht der ständige Nebel im Mittelland, warum ist er hier so häufig und welche Faktoren sind dafür verantwortlich und wird das in Zukunft mit der Erwärmung noch schlimmer?

Sabine Balmer: Der Nebel entsteht dadurch, dass sich die kälteste Luft in der Nähe des Bodens sammelt und wenn es genug kalt ist, der Wasserdampf in der Luft zu Wassertröpfchen kondensiert. Das Mittelland hat durch die Begrenzung von Jura und Alpen die Form einer Badewanne, was die Nebelbildung begünstigt. Es ist nicht ganz klar, wie sich die Nebelhäufigkeit mit der Klimaerwärmung verändern wird.

Wieso wird nie etwas von SRF Meteo über die Chemtrails gesagt und gezeigt, wie abartig das ist. Heute ist ein gutes Beispiel, der ganze Tag wäre wie am Vormittag wolkenlos. Aber ab Mittag ging diese Sauerei wie auf Knopfdruck und Befehl wieder los.

Simon Eschle: Wir berichten immer wieder über Kondensstreifen. Wir halten uns dabei aber an Fakten und nicht an strube Verschwörungstheorien!

Könnte es auch in der Schweiz zu schweren Erdbeben kommen? Und war dies einmal der Fall?

Sandra Boner: Die Region Basel gehört zu den Gebieten der Schweiz, die am meisten von einem Erdbeben gefährdet sind. Um besser auf mögliche Katastrophen vorbereitet zu sein, hat der Kanton Basel-Stadt von der ETH Zürich ein umfassendes Risikomodell entwickeln lassen.

SRF Meteo, mich beschäftigt etwas: Wir sprechen oft vom Klimawandel und von Extremen, aber wann kippt das Klima wirklich so, dass sich unsere Jahreszeiten in der Schweiz dauerhaft verändern? Gibt es dafür messbare Anzeichen, die man heute schon sieht?

Simon Eschle: Der Klimawandel beeinflusst unsere Jahreszeiten jetzt schon, aber eher fliessend als plötzlich. Die Sommer werden länger, die Winter kürzer. Messbare Anzeichen sind Hitzerekorde, die wir in der Schweiz regelmässig brechen. Die Jahre 2022 bis 2024 waren die wärmsten Jahre in der Schweiz seit Aufzeichnung.

Wieso gibt es im Winter kaum Gewitter?

Luzian Schmassmann: Gewitter entstehen durch aufsteigende warme und feuchte Luft. Ausserdem braucht es für Gewitter eine instabile Atmosphäre, also grosse Temperaturunterschiede zwischen den unteren und oberen Luftschichten. In den kalten Wintermonaten sind diese Bedingungen nicht gegeben. Vor allem im Zusammenhang mit Kaltfronten können aber auch im Winter einzelne Gewitter entstehen. Diese sind jedoch weniger intensiv als Sommergewitter.

Wäre es nicht möglich, den Klimawandel öfters in einer Meteo-Sendung zu thematisieren? Warum ist es schwierig eine Nebelauflösung genau vorhersagen?

Luzian Schmassmann: Wir versuchen den Klimawandel immer wieder in unserer Sendung einzubinden und werden das auch in Zukunft weiterhin tun. Die Nebelauflösung ist ähnlich wie die Gewitterprognose eine Knacknuss in der Wettervorhersage. Oft entscheidet nur ein kleines Detail, beispielsweise eine minimale Änderung der Windrichtung auf kleinstem Raum, ob sich der Nebel auflöst oder nicht.

Mir ist aufgefallen, dass häufig von «Schauer» gesprochen wird. Weshalb verwendet man nicht einfach den Begriff «Regen»?

Sabine Balmer: Da gibt es einen feinen Unterschied. Regen ist der übergeordnete Begriff für flüssigen Niederschlag. Bei Schauer ist der Charakter des Niederschlags gemeint, oft kurz und heftig.

Wird es dieses Jahr weisse Weihnachten geben?

Gaudenz Flury: Wir gehen davon aus, dass es am 24.12. um ca. 16:20 Uhr bis in die tiefen Lagen schneit. :-) Scherz beiseite, Weihnachten sind noch viel zu weit weg. Wir wagen die ersten Prognosen zu weissen Weihnachten etwa eine Woche vorher.

Kann es sein, dass in Zukunft, wegen der Erderwärmung, im Flachland kein Schnee mehr fällt?

Mauro Hermann: Es fällt immer weniger Schnee. Nehmen wir eine 3-Grad-Welt an (3 Grad wärmer als zur vorindustriellen Zeit): Gemäss den neuen Klimaszenarien von MeteoSchweiz und ETH Zürich liegt die mittlere Nullgradgrenze im Winter auf rund 1400 m. In z.B. Wynau/BE (ca. 400 m Höhe) gibt es dann noch rund 8 Schneefalltage (heute rund 14).

Wäre es möglich dass ein Tornado entstehen könnte von Sturm Benjamin in der Schweiz denn die Windscherung war stark und die Temperatur war auch sehr kalt und unten wärmer

Gaudenz Flury: Während einem Herbststurm wie Benjamin sind Tornados unwahrscheinlich. Tornados entstehen typischerweise in Zusammenhang mit Superzellengewitter.

Guten Abend. Wieso kommt am Mittag bei Meteo nur noch eine Zwei-Tages-Prognose?

Sabine Balmer: Aufgrund von Sparmassnahmen wurden sowohl Tagesschau als auch Meteo am Mittag gekürzt.

Manchmal ist bei der Auswahl der Orte auf der Schweizer Karte (z.B. aufgrund der Namen) nachvollziehbar nicht selten ist für mich als Zuschauerin keine Logik erkennbar. Deshalb meine Frage: wie respektive nach welchen Kriterien werden jeweils die Orte ausgewählt?

Simon Eschle: Unterschiedlich. Manchmal überlegen wir uns etwas und suchen dafür bestimmte Orte aus. Manchmal wählen wir aber auch einfach zufällige Ortschaften aus.

Mauro Hermann: Das ist oft Zufall und wird von der Person, die auf dem Dach steht, ausgewählt. Manchmal ist es ein gemeinsamer Anfangsbuchstabe oder Wortteil, dann wieder sind die Ortschaften schön verteilt, oder sie haben mit einem Grossereignis in der Schweiz zu tun (Fasnacht, Fussball-EM etc.). Wenn eine Schulklasse zu Besuch ist, gehen wir auch mal auf persönliche Wünsche ein.

Manchmal sieht man bei wärmeren Temperaturen, dass es verschiedene Wolkenschichten gibt, die sich verschieden schnell bewegen, die oberen langsamer als die unteren. Wie kommt das genau zu Stande?

Sabine Balmer: Das ist nicht nur bei wärmeren Temperaturen der Fall. Die Atmosphäre kann man sich wie in Hochhaus vorstellen, dort bewegen sich Leute auch in verschiedene Richtungen, unabhängig voneinander.

Wenn starker Wind bevorsteht, ist im Fernsehen auf der Karte von Meteo z.B. 5/10 oder so. Obschon die Rede von z.B. 50 bis 60 km/h ist. Wie ist dies zu verstehen?

Luzian Schmassmann: In der Meteo-Sendung werden auf der Windkarte die mittleren Windgeschwindigkeiten angezeigt. Die Böen erwähnen wir in der Regel mündlich. Bei einem Sturm zeigen wir die stärksten Böen jedoch oft auf zusätzlichen Grafiken.

Bei Bisenlage ist der Hochnebel in unserer Region (Ruswil) oft sehr zäh. Wir sprechen dann vom «Biisenäbu». Dabei ist oft gut zu beobachten, dass er sich, näher am Pilatus umso schlechter bzw. später auflöst. Warum ist das so und warum haben wir bei Bise so «zuverlässig» Hochnebel?

Sabine Balmer: Das ist eine gute Bezeichnung! Tatsächlich sorgt die Bise dafür, dass sich die feuchte Luft an den Voralpen «staut» und dann zäher ist als bei anderen Windrichtungen.

Ich bin 12 und Meteo-Fan. Ich verpasse nie eine Ausgabe. Mein grosser Traum: Meteorologe sein. Was muss ich dafür tun?

Sabine Balmer: Das freut uns sehr! Wenn du Meteorologe werde willst, dann brauchst du eine Matur, damit du anschliessend an einer Universität oder Hochschule studieren kannst. Zum Beispiel Atmosphärenphysik oder Geowissenschaften. Dann kannst du dich auf Meteorologie spezialisieren. Viel Glück!

Warum kann Schnee schon bei 5 Grad fallen?

Luzian Schmassmann: Entscheidend für den Schneefall ist nicht nur die Lufttemperatur, sondern auch die Luftfeuchtigkeit. In trockener Luft kann es auch bei Plusgraden schneien.

Existiert bei uns in der Schweiz, insbesondere vielleicht auch in der Deutschschweiz ein bestimmtes Muster von sogenanntem «Wochenend-Wetter»? Mir ist in den Prognosen schon oft aufgefallen, dass am Wochenende über mehrere Wochen z.B. Regen vorhergesagt wurde. Haben CO2-Emmissionen o.ä. von Montag bis Freitag Auswirkungen auf das Wetter am Wochenende?

Sabine Balmer: Nein. Manchmal hat man das Gefühl, dass sich ein gewisser Rhythmus einstellt. Das ist aber Zufall. Oft ist es eine Frage der Betrachtung.

Warum werden in den Wetterberichten keine innerstädtischen Temperaturen angegeben. Diese unterscheiden sich ja oft markant von den Temperaturen auf dem Land (Stichwort Hitzeinseln). Da mittlerweile ein Grossteil der Schweizer Bevölkerung und nicht zuletzt viele ältere Leute in städtischer Umgebung leben, wäre das wünschenswert. Die Zahlen liessen sich problemlos in die Wetterkarten eintragen.

Mauro Hermann: Das Problem ist, dass es für Städte keine einheitliche Temperatur gibt. Betonplatz, Fluss, Park, gut/schlecht belüftet usw. Die von uns angegebenen Temperaturen sind genormt und werden 2 Meter über Gras, im Schatten und gut belüftet gemessen. Das dient auch der Vergleichbarkeit. Als Faustregel gilt ungefähr: Im Sommer ist es in Städten tagsüber rund 2 Grad wärmer und nachts rund 5 Grad.

Guten Abend Wie kann ich besser einschätzen, ob es regnet oder nicht? Wenn ich auf die Prozente zu Regen und auf die Millimeter schaue.

Sabine Balmer: Ja, genau, Sie können in der App auf die Prozente schauen, das ist die Niederschlagswahrscheinlichkeit. Sind sowohl Regenwahrscheinlichkeit als auch Niederschlagsmenge tief, wird der Regen kaum ein Thema sein.

Wie wird die Sonnenuntergangs- und Sonnenaufgangszeit berechnet? Ich wohne nahe am Zimmerberg und da geht ja die Sonne früher runter als auf dem Land ohne Berge.

Gaudenz Flury: Für unserer App und auf der Webseite werden die Sonnenauf- und Untergangszeiten ohne den Effekt der Berge und Hügel angegeben. Eine punktgenaue Angabe wäre aufwendig. Ich empfehle Ihnen dafür die Webseite Solartopo.

Liebes Meteo-Team, weshalb wird der Kanton Uri respektive das Urner Reusstal bei Föhn eher selten erwähnt?

Simon Eschle: Das Urner Reusstal wir bei Föhn immer wieder von uns erwähnt, ebenso wie beispielsweise das Rhonetal, Haslital, Linthal oder Rheintal.

Arbeitet das SRF Meteo Team im 24-Stunden-Betrieb?

Mauro Hermann: Wir arbeiten in verschiedenen Schichten zwischen 3.30 Uhr und 21.30 Uhr, über Nacht gibt es also eine kurze Pause.

Schaut ihr manchmal, was andere Länder machen bei ihren Apps und holt euch dort Ideen wie z.B. vedur.is in Island zeigt Wind, Niederschlag in Farben auf der Karte

Thomas Bucheli: Wir alle im Team schauen uns (vor allem auf Reisen) immer wieder gerne Apps aus anderen Ländern und von anderen Wetterdiensten an. Solche Inputs fliessen bei einem Relaunch der App selbstverständlich mit ein. Allerdings hat jedes Land seine eigene Kultur und «Gewohnheiten» – und auch das sogenannte «Look & Feel» z.B. von Darstellungen, Farben und Grafiken ist nicht beliebig austauschbar. Und erst recht nicht die topografischen Eigenheiten, die eben auch den Inhalt und vieles andere einer landesspezifischen Wetterapp bestimmen. So oder so: Für gute Ideen sind wir sehr offen.

Warum wird Regen in Millimetern und nicht in Litern gemessen. Getränke werden auch in Liter angegeben und nicht in Millimetern. Danke

Mauro Hermann: Getränke gibt es in einem Glas, Regen nicht. Klingt logisch, aber hat eine wichtige Folge: Bei Regen ist die Frage, über eine wie grosse Fläche eine gewisse Menge fällt: Leeren wir 10 Liter auf einem Quadratmeter aus oder über die ganze Schweiz? Die Verwendung von Millimetern ist praktisch, sie ist nämlich mit Liter pro Quadratmeter gleichzusetzen.

Weshalb gibt es in der Schweiz und im nahen Ausland (meiner Erfahrung nach) keine Wirbelstürme im Stil der amerikanischen Hurricanes?

Sabine Balmer: Tropische Wirbelstürme entstehen über einem Ozean, wenn die Wassertemperatur über 27 Grad beträgt. Diese Bedingungen sind in Europa nicht gegeben.

Was haltet ihr von Wetter–Bauernregeln? Der Kachelmann findet das schwachsinnig...

Simon Eschle: Gewisse Bauernregel haben einen wahren Kern. Andere Bauernregeln haben mit dem tatsächlichen Wetter wenig zu tun. Wenn man gewisse Bauerregel etwas weiter und lockerer definiert, können sie zutreffen. Allzu viel halten wir aber nicht davon.

Sind die angegebenen Temperaturen jeweils für 2 Meter ab Boden? Also wenn z.B. 3 Grad gemeldet kann es trotzdem am Boden Frost geben? Oder wie ist das genau? Und sind die Frostwarnungen nur in den Zeiten aktiv, wo der Frost noch „überraschend“ sein kann (also z.B. früher Herbst, später Frühling)? Oder wie handhabt ihr das? Und: Ist es schwierig Nebel vorherzusagen? Wie stark beeinflusst aufkommender Nebel die Nachttemperatur? Und: Kann man sagen wie viele Grad, dass es maximal in einer Nacht abkühlen kann, hier in unseren Breitengraden? Also z.B., wenn um Mitternacht 7 Grad, dann kurz nach Sonnenaufgang minimal x Grad?

Simon Eschle: Die Lufttemperatur wird 2 Meter über dem Boden gemessen. Da die Bodentemperatur oft tiefer ist, kann bei Plusgraden auf 2 Meter trotzdem Bodenfrost entstehen. Vor Frost warnen wir während der Vegetationsperiode zwischen Mitte März und Oktober. Durch den Nebel kühlt es nicht mehr so gut ab.

Könnt ihr mir sagen, weshalb eure Wetterprognosen für das Südtirol schöner und genauer sind, als der Südtiroler Landeswetterdienst? Aus welchen Modellen bezieht ihr eure internationalen Daten? Dies gilt auch für Sardinien.

Gaudenz Flury: Unsere Prognose ausserhalb der Schweiz erstellen wir vollautomatisch in Zusammenarbeit mit einem Partnerunternehmen aus der Schweiz. Diese werden nach neusten meteorologischen Erkenntnissen erstellt. Ob diese Prognosen «schöner» sind als die unserer KollegInnen aus dem Südtirol, können wir leider nicht abschätzen.

Wie stark war der Sturm Lothar und was für Auswirkungen die Schweiz hat?

Gaudenz Flury: Einige Fakten zu Lothar im Dezember 1999 finden Sie hier.

Da ich als Landwirt sehr wetterabhängig bin, beobachte und verfolge ich das Wetter intensiv. Somit möchte ich Euch Meteorologen danken. Mehrheitlich ist auf Euch verlass. Nun meine Frage: Wenn ihr im Sommer von Gewitter in den Bergen sprecht, ist das ein weiter Begriff. Kommt es in Region Escholzmatt/Entlebuch regnen? Wo grenzt Ihr da die Regionen ein? Voralpen/Alpen ist für mich klar da sind wir betroffen. Aber in den Bergen ist ein weiter Begriff. Besten Dank.

Luzian Schmassmann: Die Gewitterprognose ist jeweils eine grosse Herausforderung. Meist können wir relativ gut vorhersagen, ob die Bedingungen für Gewitter vorhanden sind oder nicht. Wo sie tatsächlich auftreten, ist jedoch nur bedingt vorhersagbar. Schlussendlich gibt es bei Gewittern grosse lokale Unterschiede. Aufgrund dieser Unsicherheiten sind die Prognoseregionen bei Gewittern meist relativ gross. Wenn wir von den Bergen sprechen, meinen wir die Voralpen, die Alpen und den Jura.

Ihr macht einen supertollen Job. Könnte ihr bei der Darstellung der Tagestemperaturen und Wettersymbole nicht noch weitere 2 Orte dazunehmen? Ich meine für ganz im Westen extra La Chaux-de-Fonds und in der Mitte noch Andermatt. Ist keine Pflicht, aber es wäre ein Zückerli.

Sandra Boner: Wir nehmen immer gerne Wünsche entgegen. Gerne per E-Mail: meteo@srf.ch. Wir freuen uns.

Wie wird Hochnebel und Niedernebel definiert?

Simon Eschle: Von Nebel sprechen wir, wenn er auf dem Boden aufliegt und die Sicht trübt. Die Sicht ist schlechter als 1 Kilometer. Berührt den Nebel den Boden nicht mehr, ist es Hochnebel. Hier finden Sie mehr Informationen dazu.

Arbeitet ihr 24/7? Habt ihr eine Art Pikettdienst? Oder ganz «normale» Bürozeiten, in denen ihr arbeitet?

Sabine Balmer: Wir arbeiten im Schichtbetrieb von 3.30 Uhr am Morgen bis 21.30 Uhr am Abend mit 5 Schichten pro Tag, 7 Tage pro Woche, auch an Weihnachten, Neujahr, Ostern... Durch die Nacht ist das Büro nicht besetzt.

Wer kleidet Sandra Boner ein?

Sandra Boner: Hier finden Sie Informationen dazu, wer die SRF-Moderatorinnen und -Moderatoren einkleidet.

Guten Abend. Wie kommt die wunderschöne Farbkulisse am Horizont während eines Sonnenunterganges zustande? Wieso hat praktisch jeder Sonnenuntergang eine neue Farbpalette?

Simon Eschle: Das hängt mit dem Weg des Lichts zusammen. Steht die Sonne tagsüber Hoch am Himmel, ist der Weg des Lichts durch die Atmosphäre kurz. Dabei wird vor allem der blaue Anteil des Lichts gestreut (kurze Wellenlänge). Am Abend ist der Weg länger und das blaue Licht wird bereits weit oben gestreut. Kommt das Licht zu uns, werden die orangen und roten Teile des Lichts am stärksten gestreut (längere Wellenlängen).

Ist es richtig oder nur ein Gefühl von mir, dass man im Zweifel die Wetterprognose eher pessimistischer darstellt?

Sabine Balmer: Wir werten die Prognose nicht, sondern legen uns aufgrund der Wettermodelle, unserer Erfahrung und unter Absprache im Team fest.

Wird auf dem Dach mit Teleprompter gearbeitet oder lernen die Moderatorinnen auswendig?

Sandra Boner: Wir haben keinen Teleprompter, bei uns ist alles frei gesprochen. Da wir uns den ganzen Tag mit dem Wetter auseinandersetzen, geht das gut.

Mein 12-jähriger Neffe war schon ein paar Mal bei einer Besichtigung von SRF. Gerne würde er mal auf das Meteo-Dach. Wäre eine Privatführung dafür einmal möglich?

Sabine Balmer: Das freut uns, dass ihr Neffe sich für SRF und Meteo interessiert. Leider sind Privatführungen aufs Meteo-Dach nicht möglich.

Warum ist der Himmel an den Sommerabenden rot, orange usw.?

Sandra Boner: Wenn der Abendhimmel glüht, ist es immer eindrücklich. Am Abend macht das Sonnenlicht einen sehr langen Weg durch die Luft. Das blaue Licht wird nun so stark abgelenkt, dass es sich quasi «in der Luft verirrt» und gar nicht mehr zu uns kommt. Das rote Licht wird dagegen weniger abgelenkt und erreicht unser Auge.

Bei sehr tief liegenden Wolken erkennt der Regenradar bisher nicht, dass es regnet. Gibt es da bald eine Lösung, sodass Regen zuverlässiger anzeigt wird?

Luzian Schmassmann: Nein, in naher Zukunft ist leider nicht mit einer Lösung für das Erkennen von Nieselregen mittels Radars zu rechnen.

Wie erklärt man kurz und knackig Hoch- und Tiefdrucklagen?

Thomas Bucheli: Die Luft ist ständig in Bewegung – und dies in allen drei Dimensionen. Wenn Luft grossräumig absinkt, dann 'drückt' diese absinkende Luft von oben her quasi auf den Boden: Der Luftdruck steigt. (Und weil sich absinkende Luft erwärmt, und weil wärmere Luft mehr Wasser in Dampfform aufnehmen kann als kältere), vermag die absinkende Luft in einem Hoch die Wolken aufzulösen – es wird sonnig. Umgekehrt in einem Tief: Wenn Luft aufsteigt, muss sie oben irgendwohin – sie fliesst seitwärts weg. Unten gibt es somit ein Massendefizit: Der Luftdruck sinkt. Und wenn Luft aufsteigt, kühlt sie sich ab, kann daher weniger Wasser in Dampfform aufnehmen: Der überschüssige Wasserdampf kondensiert zu Wolken- oder gar zu Regentropfen.... (ist auch wieder langatmig, aber ich hoffe, dennoch knackig genug :-))

Auf meiner Meteo-App erscheint Abwärtsmond, obwohl heute der Supermond ist. Ich vermisse die 3 Bilder des Tages.

Gaudenz Flury: Vollmond war heute Mittag um 14:19 Uhr. Darum ist der Mond bereits wieder abnehmend. Die Top 3 sind leider heute etwas zu weit nach unten gerutscht. Nun sollten Sie sie auch in der App wieder sehen.

Ich frage mich warum es hier in Schongau immer so windig ist? Grundsätzlich ist es auf dem Lindenberg immer so derart windig.

Sabine Balmer: Auf Hügeln und Bergen ist es generell windiger als im Flachland. Einerseits sorgt die grössere Reibung durch Gebäude und Plantagen für eine Reduktion der Windgeschwindigkeit, andererseits auch die Schichtung der Atmosphäre.

Liebes Meteo-Team, Zunächst vielen herzlichen Dank für die Prognosen, die wir auch gerne aus Deutschland verfolgen. Warum ist es manchmal / oft so schwierig vorherzusagen, ob sich Nebel im Tagesverlauf auflöst?

Mauro Hermann: Wir finden Nebel zugleich mühsam und wundervoll. Die Auflösung von Nebel wird nämlich von sehr vielen Faktoren beeinflusst. Oft gibt es mehrere Gründe für eine schnelle und eine langsame Auflösung zugleich. Einige der Faktoren sind: Jahreszeit (Sonneneinstrahlung), Wolken über dem Nebel, Wind und dessen Änderung, Heranführen trockener Luft, Stärke des Hochs – und das sind noch nicht alle.

Meine 3-jährige Tochter möchte gerne wissen, weshalb der Mond heute so hell ist?

Sandra Boner: Ein klarer Himmel ohne Wolken oder Dunst lässt das Mondlicht ungestört strahlen, sodass es besonders hell erscheint. Heute stören kaum Wolke. Gute Nacht!

Leider sehen wir immer weniger stahlblauen Himmel, immer mehr Kerosin-Kondensstreifen des stetig zunehmenden Flugverkehrs durchkreuzt den Himmel. Wie beeinflussen diese künstlichen Wolkenstreifen unser Wetter? Und unser Klima?

Simon Eschle: Kondensstreifen haben einen wärmenden Einfluss auf das Klima, weil die langwellige Strahlung (Abstrahlung der Erde) zu einem Teil reflektiert werden. Kondensstreifen machen dabei den grössten Teil der Erwärmung des Flugverkehrs aus. Es gibt Vorschläge, die Flughöhen/-routen anzupassen, damit es weniger Kondensstreifen gibt.

Weshalb wird in der Übersicht der Wetterlage der Jetstream nicht auch noch eingezeichnet, sondern nur von Fall zu Fall?

Gaudenz Flury: Wir zeigen den Jetstream nur situativ, da er bei vielen Wetterlagen verwirrend sein kann resp. die wesentlichen Informationen verdeckt.

Was ist die Ursache, dass während der Vollmondphase viele Menschen mit dem Schlaf Mühe haben?

Sabine Balmer: Das weiss ich nicht, da es nichts mit Wetter zu tun hat. ;-)

Guten Abend Meteo-Team. Warum gibt es manchmal zwei Regenbogen übereinander?

Sandra Boner: Die Kombination aus Regenschauern und der tiefstehenden Sonne zauberte wunderschöne Regenbogen an den Schweizer Himmel, manchmal auch zwei…

Wieso genau drehen Hochdruckgebiete Im Uhrzeiger und Tiefs dagegen? Ich weiss, dass es mit der Corioliskraft zu tun hat, aber woher kommt die Richtungsänderung auf der südlichen Hemisphäre und was passiert, wenn ein Tief über den Äquator geht?

Simon Eschle: Am anschaulichsten geht es, wenn man es aufzeichnet. Ohne Corioliskraft geht die Luft direkt vom Hoch zum Tief, also gerade vom Hoch weg. Durch die Corioliskraft dreht diese Luft nun nach rechts. Daher dreht sich die Luft beim Hoch im Uhrzeigersinn.

Warum haben Wolken verschiedene Farben? Weiss, grau, fast schwarz…

Simon Eschle: Das hängt davon ab, wie viel Licht auf / durch die Wolken scheint. Ist der ganze Himmel mit dichten Wolken bedeckt, kommt kaum Licht hindurch. Die Wolken werden grau bis schwarz. Kommt mehr Licht hindurch hellgrau. Weiss sind die Wolken, wenn viel Licht auf die Wolken scheint (direktes und indirektes Licht).

Um welche Gegend handelt es sich bei den Voralpen?

Sabine Balmer: Die Voralpen sind das hügelige bis bergige Gebiet, das südlich ans Mittelland anschliesst und das nördlich an die Alpen angrenzt. Typisch ist zum Beispiel das Napfgebiet oder das Appenzellerland.

Ich bin/war grosser Fan der Sendung «Wetterwoche» vom Sonntagmorgen auf Radio SRF 1. In dieser Sendung vermittelte Felix Blumer jeden Sonntag wissenschaftlich spannende Hintergrundinformationen rund um das Thema Wetter. Nun ist Felix Blumer in den verdienten Ruhestand getreten.

Am vergangenen Sonntag gab es dann um 9.15 Uhr zwar auch ein (allerdings ziemlich kurzes) Wettergespräch (zum Thema Martini-Sommer und weshalb der Martini-Sommer so genannt wird).

Jedoch waren die übermittelten Informationen aus meiner Sicht oberflächlich. Wäre es nicht möglich, die Rubrik «Wetterwoche» in der bisherigen Art weiterzuführen?

Gaudenz Flury: Wir mögen Felix seinen Ruhestand sehr gönnen. Darum haben wir zusammen mit Radio SRF1 entschieden, die Wetterwoche durch einen kürzeren Wetter-Talk zu einem aktuellen Hintergrundthema zu ersetzen. Dieser Talk wird jeweils von unserem Frühschichtmensch während seiner Schicht tagesaktuell erarbeitet. So können wir auch auf hochaktuelle Ereignisse sofort eingehen.

Wird «Melissa» auch in der Schweiz zu spüren sein?

Sabine Balmer: Melissa ist als «normales» Tiefdruckgebiet über den Atlantik gezogen. Auf den Britischen Inseln war es vorgestern recht windig, jedoch nicht ausserordentlich. Manchmal bringen Ex-Hurrikane etwas mehr Energie in unser Wettersystem und können ungewöhnliche Wetterbedingungen bringen.

Warum liegt im westlichen Berner Oberland wie z.B. Lauenen im Saanenland die Schneefallgrenze immer höher als prognostiziert?

Luzian Schmassmann: In der Regel geben wir die Schneefallgrenze für ein relativ grosses Gebiet an. Tatsächlich gibt es viele regionale Unterschiede, auf die wir nicht in jedem Wetterbericht eingehen können. Bei Südwest- bis Westlagen ist das Berner Oberland prädestiniert dafür, dass wärmere Luft herangeführt wird als im restlichen Alpenraum. Daher liegt die Schneefallgrenze dort oft etwas höher als in anderen Regionen.

Wie ist der Name des kleinen Sees, welcher im Vorspann zum Wetter läuft. Besten Dank.

Mauro Hermann: Der (sehr kleine) See befindet sich auf der Riederalp (letzte Szene im Vorspann, beim Erscheinen des Meteo-Logos).

Guten Abend. Ich habe ein Maiensäss im Val Tuors. Dieses Tal liegt zwischen Bergün und Davos. Besonders bei Föhn ist das Wetter dort im Val Tuors meistens länger sonnig oder trocken als in den Orten Bergün oder Davos welche ganz in der Nähe sind. Weshalb ist das so? Danke für Ihre Antwort.

Gaudenz Flury: Guten Abend. Vielen Dank für die spannende Frage. Obwohl ich das Val Tours persönlich kenne, kann ich ihnen leider hier nicht wirklich weiterhelfen. Ich gehe davon aus, dass es sich um einen sehr lokalen zusätzlichen Föhneffekt handelt.

Warum wird bei der Europakarte jeweils «Bern» entfernt? Ist doch immerhin unsere Hauptstadt und hätte durchaus Platz auf der Karte!

Thomas Bucheli: Sie reden vermutlich vom Satelliten- und Isobarenfilm. Hier wird Bern jeweils am Anfang angeschrieben für die Orientierung. Danach blenden wir Bern im Zuge der Animation aus, damit der weisse Balken mit der Schrift nicht genau das abdeckt, was interessiert: Die Wolken über der Schweiz.

Wieso redet ihr immer von Schleierwolken? Könnt ihr mir diese erklären?

Sabine Balmer: Schleierwolken sind dünne Eiskristallwolken, die sich wie einen Schleier über den Himmel ziehen. In der Fachsprache heissen sie Cirren und befinden sich im obersten Wolkenstockwerk oberhalb von 6 Kilometern Höhe.

Bei Unwetter/Regen wird immer wieder die Niederschlagsmenge in l/m2 angegeben. ich kann mir hier gar nichts vorstellen. Wie viel Wasser ist «viel»?

Mauro Hermann: Vielleicht hilft der grobe Vergleich: Im Flachland fallen pro Jahr rund 1000 mm (gleichbedeutend mit Liter pro Quadratmeter): In einem Wintermonat etwas weniger als 100 mm und in einem Sommermonat etwas mehr als 100 mm. Ein einzelnes Gewitter kann in Extremfällen bis zu einer Monatsmenge Regen bringen – in wenigen Stunden. Oder der viele Niederschlag Ende April 2025 brachte in Teilen des Wallis rund die dreifache Monatsmenge.

Kann es bei Vollmond auch einen Regenbogen geben?

Gaudenz Flury: Das ist grundsätzlich möglich. Da das Licht des Mondes aber deutlich schwächer ist, erscheint so ein Mondregenbogen nur ganz schwach und weiss, also ohne die typischen Regenbogenfarben.

könnt Ihr bitte mit den Wetterbildern/-Fotos und -Videos aufhören und euch dafür auf das Wesentliche, die Vorhersage, fokussieren, damit die genauer und verlässlicher wird? Und, weshalb haltet Ihr an dem 60-Stunden-Niederschlagradar fest, wenn es noch nicht einmal für die kommenden 60 Minuten stimmt ... und manchmal noch nicht einmal die aktuelle Situation richtig abbildet ...

Gaudenz Flury: Wetterbilder und Fotos sind bei unserem Publikum sehr beliebt, darum werden wir diese auch in Zukunft gezielt einsetzen. Der Niederschlagsradar ist eine Messung, alle 5 Minuten. Die Prognose für die kommenden 60 Stunden stammen von einem Wettermodell. Ein Wettermodell ist nur eine Annährung – und somit bei Weitem nicht immer perfekt.

Wie gross ist Ihrer Meinung nach der Prozentsatz der Meteorolog*innen, die an die menschengemachte Ursache des Klimawandels glauben, angesichts ihrer täglichen Arbeit mit Klimadaten?

Simon Eschle: Wir orientieren uns an der Forschung und die belegt den menschengemachten Klimawandel. 

Guten Abend SRF Meteo, mich würde interessieren, ob die Meteo-App vollständig automatisiert ist oder ob verschiedene Daten von euch eingetragen werden.

Simon Eschle: Die lokalen Prognosen sowie die Radaranimation werden vollautomatisch erzeugt. Der schriftliche Wetterbericht wird von unserem Team «von Hand» erstellt. Dort fliesst also auch unser meteorologisches Wissen mit ein. Deshalb lohnt es sich, diesen Bericht ebenfalls zu lesen.

Wie funktioniert das mit der Luftfeuchtigkeit, dass die Scheiben anlaufen? Wie müssen die Bedingungen dafür sein?

Simon Eschle: Eine Scheibe läuft an, wenn feuchte Luft auf der Scheibe kondensiert. Dafür brauchen wir feuchte Luft und eine kalte Scheibe. Die Luft kühlt sich an der Scheibe ab, bis die Luftfeuchtigkeit 100% ist und die Luft kondensiert.

Wie wird der Winter 2025/2026? Viel Schnee, Kälte?

Simon Eschle: Das kann man nicht genau sagen. Die saisonalen Prognosen des Bundes gehen von einem eher milden Winter aus.

Seit wann gibt es SRF Meteo eigentlich?

Sandra Boner: Bis 1992 war Meteo Bestandteil der Tageschau, die Redaktion wurde 1995 von Thomas Bucheli gegründet, seit 2002 sind wir auf dem Dach. Mehr Infos dazu hier.

Gab es in der Schweiz ein extremes Wetterphänomen, welches Ihnen in Erinnerung geblieben ist? Danke für alle Wetterprognose, einen schönen Abend!

Sandra Boner: Vom 19. bis am 23. August 2005 erlebte die Schweiz eine der schlimmsten Hochwasserkatastrophen der neueren Geschichte. In dieser Zeit fielen teilweise mehr als 200 Millimeter Regen. Die Folge waren Überschwemmungen und Erdrutsche. Besonders betroffen waren Engelberg, Brienz und die Stadt Bern. Dieses Ereignis fand ich besonders eindrücklich.

Wird der Meteorologe gefeiert/kommt er in Schwierigkeiten, wenn er das Wetter über längere Zeit falsch vorhersagt?

Sabine Balmer: Eigentlich gibt es keine falsche Prognose; nur Prognosen, die nicht eintreffen. Natürlich ist es ärgerlich, wenn dies oft der Fall ist. Jedoch arbeiten alle Meteorolog:innen nach bestem Wissen und Gewissen und ärgern sich selbst am meisten darüber. Zudem arbeiten wir im Team und die Prognose wird immer unter Absprache veröffentlicht.

Liebes Team, wieso zeigen Sie uns nicht mehr/oder überhaupt das Wetter zumindest in Europa (nicht nur Satellitenbild)? Dies wäre interessanter als die tausenste Erklärung wie ein Halo-Bogen, eine Gewitterwolke oder der Nebel entsteht. 😉

Thomas Bucheli: Wir gehören zum Schweizer Radio und Fernsehen – und legen daher den Fokus mit Freude auf unser Land – das wettermässig enorm vielfältig ist und genug an speziellen & sehr spannenden meteorologischen & prognostischen Herausforderungen bietet. Stoff genug für unsere Sendungen.

Für eine europaweite Ausarbeitung von Prognosen fehlt uns nicht nur die Zeit, sondern auch der konkrete Einblick in die jeweiligen lokalen Eigenheiten. Aber wir wollen ja nicht einfach nur Apps abschreiben, sondern eigene Prognosen erstellen.

Das machen wir sehr gerne für die Schweiz – bieten aber auf unserer App und auf unserer Homepage automatisch berechnete Prognosen für ganz viele Städte an – europa- und weltweit.

Ich wünschte mir auf der App eine Skala von 1-10, welche die Wahrscheinlichkeit für einen atemberaubenden Sonnenauf-/-untergangszeit aufzeigt (Hintergrund: Fotografie). Bisher habe ich sowas noch nirgendwo gefunden, wäre aber vermutlich relativ einfach vorhersehbar, oder? Vielen Dank und weiter so.

Sabine Balmer: Das ist eine interessante Idee! Meistens sind bei spektakulären Sonnenauf- und -untergängen Wolken im Spiel, die aber nicht zu dicht sein dürfen. Der Standort spielt eine wichtige Rolle. Ganz so einfach ist es also nicht.

Warum ist um diese Jahreszeit oftmals Nebel über dem Aarelauf? In der Stadt Bern begrenzt sich dieser Nebel teils auf wenige Meter.

Sabine Balmer: Der Nebel besteht aus kleinsten Wassertröpfchen. Die Aare ist ein guter Feuchtigkeitslieferant, deshalb entsteht der Nebel oft (zuerst) über einem Gewässer.

Ich verstehe nicht warum in vielen Wettervorhersagen in der Schweiz oft von Flachland gesprochen wird. Meines Erachtens gibt es in der Schweiz schlicht kein Flachland, von jeder halbwegs flachen Landschaft sieht man Hügel oder Berge, ganz anders als in richtigen Flachländern wie z.B. in Nordeuropa. Für die Schweiz wäre daher der Begriff Mittelland viel zutreffender. Danke für Berücksichtigung meines Anliegens und Ihre Antwort.

Thomas Bucheli: Berechtigte Frage! Relativ und im Vergleich zu den Alpen und zum Jura lässt sich 'der flachere Teil' der Schweiz durchaus als 'Flachland' bezeichnen. Es gibt aber noch einen anderen Grund für diese Wortwahl: Das Mittelland beinhaltet NICHT den Juranordfuss; der Juranordfuss ist aber 'Flachland'.

Diese Unterscheidung ist daher z.B. bei Nebel sinnvoll und wichtig: Ist nur das Mittelland betroffen, sagen und schreiben wir es so. Ist aber auch der Juranordfuss betroffen, dann reden wir vom (gesamten) Flachland.

Wie erkenne ich, welche Wolken auf ein Gewitter deuten?

Sandra Boner: An einem sonnigen Sommertag wachsen im Laufe des Tages meist Quellwolken in die Höhe. Je nach Wetterlage bleiben sie klein und spenden kaum Schatten oder sie wachsen rasant an und können sich zu grossen Gewitterwolken entwickeln.

Vor allem die kleinen Schönwetterwolken wirken federleicht, in Tat und Wahrheit bringen sie jedoch schnell ein Gewicht von mehreren Tonnen auf die Waage.

Wie entsteht ein Sturmtief oder ein Orkan?

Mauro Hermann: Dazu gibt es ganz viel Spannendes. Vereinfacht gesagt, helfen grosse Temperaturunterschiede und viel Feuchtigkeit: Bewegt sich ein Tief in einer Region, in der diese Bedingungen gegeben sind, kann daraus ein kräftiges Sturmtief entstehen.

Wie viele Personen schauen im Durchschnitt die Hauptausgabe von Meteo und wie viele App-Öffnungen gibt es pro Tag? Ich vermute, dass die Hauptausgabe von Meteo sehr beliebt ist. Was denkt ihr, warum «verhebbet» das Format trotz der immer vorhandenen Wettervorhersagen auf x verschiedenen Apps? Ihr macht eine top Büez. Weiter so, für mich ist SRF Meteo irgendwie der Inbegriff von Schweiz. :-)

Gaudenz Flury: Vielen Dank für die netten Worte. Das freut uns sehr. Wir gehen davon aus, das viele Leute einem Menschen noch immer mehr vertrauen als einem Computer. Im letzten halben Jahr haben im Schnitt rund 584'000 Personen die Meteo Hauptausgabe angeschaut. Weitere Zahlen zum Unternehmen finden Sie hier.

Ich wohne im Südtirol und schaue täglich SRF-Meteo. Ihr Wetterbericht ist der ausführlichste von allen Sendern! Herr Bucheli ist dabei der kompetenteste. Er ist der einzige, der auch um 18 Uhr einen ausführlichen Bericht bringt. Warum machen das die anderen nicht auch so? Kann Herr Bucheli das als Chef nicht veranlassen?

Sabine Balmer: Vielen Dank für Ihr Kompliment, das freut uns, dass Sie auch im Südtirol SRF Meteo schauen! Die verschiedenen Meteo-Sendungen haben Zeitvorgaben, die 18 Uhr-Sendung ist die kürzeste. Deshalb hat ein ausführlicher Wetterbericht dann meistens keinen Platz. Es gibt aber natürlich Ausnahmen.

Was bedeuten im Meteo am Fernsehen die dunkel hinterlegten Gebiete auf den Prognosekarten?

Sandra Boner: In den dunkler gefärbten Regionen ist die Wahrscheinlichkeit für Niederschlag höher als in den helleren Regionen.

Wenn doch Wärme steigt, warum ist es kühler in den Bergen?

Simon Eschle: Wenn warme Luft aufsteigt, dehnt sie sich aus, weil der Druck abnimmt. Dadurch kühlt sich die Luft wieder ab.

Was ist der Unterschied von sehr tief hängenden Wolken und Nebel?

Sandra Boner: Nebel, Hochnebel und Wolken – Verwirrung im Grau? Von oben sieht Hochnebel wie Nebel aus, von unten sieht Hochnebel wie Wolken aus. Also alles Jacke wie Hose?

Wieso reden die Moderatoren immer von «Flachland»? Es gibt die Alpen, das Mittelland und den Jura und natürlich den Süden. Aber flach ist die Schweiz nicht. Quer durch das Mittelland ziehen sich Hügel. Ebenen sind in der Minderheit.

Luzian Schmassmann: Das ist natürlich richtig. Mit «Flachland» sind die tiefgelegenen Regionen gemeint.

Guten Abend. Wie sehen Sie, wie sich die Qualität der Wettervorhersage in den nächsten 10 Jahren verbessern wird? Ich denke da an neue «engmaschigere» Radarmessungen und mit Hilfe der KI und neue Satellitenmessungen in Zukunft. Ist es möglich, präzisere Vorhersagen für die kommenden 10 Tagen zu bestimmen? Danke für die Antwort.

Gaudenz Flury: Wir gehen davon aus, dass sich die Wetterprognosen in den kommenden Jahren mit KI und anderen technologischen Entwicklungen weiter verbessern. Da unsere Atmosphäre aber ein chaotisches System ist, wird es die perfekte Prognose auch in Zukunft nicht geben.

Es ist eigentlich mehr ein Wunsch statt eine Frage. Könnten sie alle sich bitte angewöhnen, nicht von ‚Homepage‘ zu sprechen? Sondern von ‚Website‘. Die Homepage ist nämlich nur die erste Seite einer Website. Und man kann viele tollen Sachen auf diversen Seiten ihrer Website entdecken. Vielen Dank.

Gaudenz Flury: Vielen Dank für den Hinweis. Wir versuchen uns in Zukunft daran zu halten. Andererseits gehen wir davon aus, dass die meisten Leute uns auch verstehen, wenn wir von Homepage sprechen. :-)

Liebes SRF-Meteo-Team Ich habe keine Wetterfrage, sondern eine Personalfrage: Wurden die NachfolgerInnen von Felix Blumer und Thomas Bucheli bereits vor einigen Monaten eingestellt oder kommen da in naher Zukunft zwei neue Mitglieder in euer Team?

Thomas Bucheli: Die Nachfolgeregelung von Felix Blumer und mir (Thomas Bucheli) werden als Gesamtpaket angegangen. Und da ich erst im Sommer in Pension gehe, können wir die Nachfolge gesamthaft sachte und in Ruhe angehen.

Liebe Sandra Sie haben immer so schöne Kleider an und nie zweimal das Gleiche. Haben sie ein Geschäft als Sponsor, das Ihnen die Kleider ausleiht?

Sandra Boner: Alle Moderatorinnen und Moderatoren werden zwei Mal im Jahr beraten. Wir tragen oft die gleichen Kleider anders gestylt. Wir haben keinen Sponsoren und wählen die Jacken dem Wetter entsprechen aus. Hier findest du mehr Infos dazu.

Wie entsteht der Regen-Radar, den ich oft nutze für die Kleiderwahl der Kinder oder wohin ich mit dem Velo fahren soll? Wird der Regen an diversen Stationen gemessen damit ein zuverlässiges Regenbild entsteht?

Sabine Balmer: Der Regenradar ein grundsätzlich ein Messgerät für Wolken, die Wasser enthalten. Bei vielen Apps wird anschliessend an die Messung ein Wetterprognosemodell angehängt, das in die Zukunft rechnet. Das nutzen Sie wahrscheinlich für die Kleiderwahl.

Ist es wissenschaftlich belegt, dass es weniger regnet als früher, als vor 40 Jahren? Mein Gefühl sagt mir ja. Tolle Sendung! Danke für Eure Arbeit!

Simon Eschle: Nein, es gab keine signifikante Änderung. In Zukunft werden die Sommer trockener, die Winter werden feuchter. Vor allem in der Höhe gibt es zudem mehr Regen, dafür weniger Schnee. Zudem gibt es vermehrt Starkniederschläge, also viel Regen in kurzer Zeit.

Ist es so, dass wir je länger je weniger Schnee haben im Flachland? Was ist der Grund dafür?

Luzian Schmassmann: Ja, das ist richtig. Aufgrund der Klimaerwärmung werden auch die Winter wärmer und somit steigt die mittlere Schneefallgrenze an. Die logische Folge: seltener Schnee bis in tiefe Lagen.

Ich habe mal etwas vom Polarwirbel gehört. Was ist das, und kann er auch Auswirkungen auf die Schweiz haben?

Simon Eschle: Der Polarwirbel ist ein Tiefdruckgebiet über der Arktis. In einer Höhe von 12 bis 50 Kilometern wird die Luft im Winter sehr kalt. Dieser Polarwirbel kann nach Süden vordringen. Dann fliesst kalte Luft zu uns und kann tief winterliches Wetter bringen.

Warum ist der Nebel oft am Morgen zu sehen?

Sandra Boner: Nebel sieht man oft morgens, weil kalte Nachtluft den Wasserdampf kondensieren lässt; die Sonne löst ihn später auf.

Vor 30 Jahren war in Luzern gefühlt 3 Monate lang Hochnebel am Stück. Heute habe ich den Eindruck, dass es weniger Nebeltage sind. Gibt es dazu Daten?

Luzian Schmassmann: Eine Studie des Bundesamts für Umwelt und Klimatologie zeigt, dass es heute tatsächlich weniger Nebeltage gibt als früher. Dies ist mit grosser Wahrscheinlichkeit auf die Verbesserung der Luftqualität und somit auf weniger Kondensationskerne in der Luft zurückzuführen.

Guten Abend Warum können Fische (und andere, kleinere Wasserlebewesen) im Winter in einem gefrorenen Teich (ohne Sauerstoff?) überleben?

Thomas Bucheli: Das Element Wasser hat eine besondere Eigenschaft: in gefrorenem Zustand ist es weniger dicht (es ist leichter) als in flüssigem Zustand. Das Eis schwimmt somit immer oben auf. Am dichtesten (schwersten) ist Wasser bei 4 Grad – und dieses 4-grädige Wasser sammelt sich dann unten an. Dieses flüssige Wasser hat stets auch einen Anteil an Sauerstoff, den die Fische und Lebewesen 'atmen' können.

Weshalb war es heute Morgen früh auf 2000 Metern wärmer als unten auf 500 Metern?

Sabine Balmer: Das ist typisch bei einer herbstlichen Inversionslage. In der Nacht kühlt sich die Luft nahe beim Boden stärker ab als in der Höhe. Und wenn es keinen Wind hat, dann entsteht ein sogenannter «Kaltluftsee», wo sich die schwerere kalte Luft am Boden sammelt.

Guten Abend, in den Medien ist von einem Jahrhundertwinter berichtet worden. Sieht man solche Anzeichen? Beste Grüsse und vielen Dank

Gaudenz Flury: Leider sieht es aktuell nicht nach einem strengen/kalten Winter aus. Die aktuellsten Vorhersagen gehen von einem milden Winter aus.

Warum sagt man Wetterfrosch?

Sandra Boner: Seinen Ursprung hat der Ausdruck im 19. Jahrhundert. Damals beobachtete man das Verhalten von Laubfröschen: Bei warmem, sonnigem Wetter klettern sie gerne Pflanzenstängel oder Zweige hinauf, um dort Insekten zu jagen, die bei Wärme ebenfalls höher fliegen. Bei schlechtem Wetter bleiben sowohl die Frösche als auch ihre Beute näher am Boden. Hier finden Sie mehr Infos dazu.

Man hört, dass es ein strenger Winter geben soll? Massgebend ist da ja auch der Polarwirbel. Tut sich da schon was, das dem so sein könnte? Beste Grüsse

Gaudenz Flury: Dazu wird jedes Jahr sehr viel geschrieben. Die aktuellsten Langzeitprognosen gehen von einem überdurchschnittlich milden Winter aus.

Gibt es eine Karte, bei der man die Windstärke sieht?

Sandra Boner: Hier finden Sie das Surf- und Segelwetter.

Warum ist ein Regenbogen immer halbrund?

Sandra Boner: Der Regenbogen ist eigentlich rund, weil Sonnenlicht in runden Regentropfen gebrochen und reflektiert wird. Das Licht verlässt die Tropfen in einem konstanten Winkel (~42°), wodurch ein Kreis entsteht. Am Boden sieht man meist nur den Bogen. Der Regenbogen wirkt halbrund, weil der Boden den unteren Teil des Kreises verdeckt.

Müsst ihr bei jedem Wetter auf das Meteo-Dach für die Wetterprognosen im TV?

Sandra Boner: Wir gehen bei jedem Wetter aufs Dach, das ist unser Konzept. Es gibt nur eine Ausnahme, wenn Gewitter in der Nähe sind. Das wäre zu gefährlich für uns und für die Kameramenschen.

Wann kommt der erste Schnee ins Flachland?

Sandra Boner: In Bern braucht es noch ein bisschen Geduld, mittlerer Termin des ersten Schnees ist um den 2. Dezember. Hier finden sie Daten zum ersten messbaren Schnee.

Warum nur immer Fernsehturm-Wetter, so altbacken. Servus TV-Wetter als professionelles Anschauungswerk!

Sabine Balmer: Ich finde das Servus TV-Wetter auch interessant. Im Sommer sind wir jeweils auch mit dem Donnschtig-Jass unterwegs, was toll ist, aber ein zusätzlicher Personalaufwand. Bei uns auf der TV-Schicht machen wir pro Tag 4 Sendungen und erledigen zwischendurch auch noch andere Aufgaben.

Warum ist die Europakarte bei SRF Meteo bereits nach Helsinki im Norden fertig? Europa geht doch bis zum Nordkap. Interessiert das Wetter da oben niemanden bei euch? Schliesslich verbringen circa 10.000 Schweizer im Winter eine Woche in Lappland. Da wäre doch auch ein Ausblick oder der Zusammenhang des Wetters im Norden interessant. Man muss sonst immer im deutschen Fernsehen die Europa Wetterkarte anschauen.

Gaudenz Flury: Wir konzentrieren uns bei den Prognosen unter srf.ch/meteo/europa auf Mitteleuropa. Je mehr Fläche wir hier mit einbeziehen würden, desto weniger Details wären sichtbar. In unserem Ortewetter finden Sie aber weltweite Prognosen, auch für Lappland, z.B. für Saariselkä

In welchem Jahr war es an einem Winter am kältesten und wieviel -Grad hatte es? Danke

Sandra Boner: https://www.meteoswiss.admin.ch/climate/the-climate-of-switzerland/records-and-extremes.html

Stimmt es, dass dieser Winter wieder kühler werden könnte? Kann man das wirklich jetzt schon wissen?

Luzian Schmassmann: Das kann man zurzeit noch nicht sagen. Die saisonalen Prognosen der Meteo Schweiz zeigen momentan für die Schweiz sogar eine grosse Wahrscheinlichkeit für einen zu warmen Winter (Nov-Jan). Wichtig: Saisonale Prognosen geben nur eine Tendenz an. Detaillierte Prognosen, die mehr als zehn Tage in die Zukunft schauen, sind daher mit Vorsicht zu geniessen.

Warum sah man heute die Kondensstreifen von den Flugzeugen so gut?

Simon Eschle: Kondensstreifen sind gut am Himmel sichtbar und bleiben lange bestehen, wenn die Luft kalt und eher feucht ist. Zudem muss der Himmel klar sein, damit man die Kondensstreifen überhaupt sieht. Bei Hochdrucklagen sind diese Bedingungen grösstenteils gegeben.

Wann kommt der erste Schnee bis ins Flachland Luzerner Hinterland? Habe in deutschen Zeitungen gelesen, dass es bald kalt wird.

Gaudenz Flury: Im Moment sieht es in den Wettermodellen bis auf Weiteres nicht nach Schnee aus. Und zwar auch nicht in den Bergen.

Es wird immer diskutiert das es einen Jahrhundert-Winter geben wird? Was sagt Ihr dazu?

Simon Eschle: Es wird viel gesagt. So weit im Voraus kann man keine Prognose abgeben. Es sind höchstens Tendenzen. Die saisonalen Prognosen des Bundes sagen sogar einen eher milden Winter voraus.

An welchen Tagen ist am wenigsten mit einem Frost zu rechnen?

Sabine Balmer: Frost gibt es vor allem in klaren Nächten. Wenn es bewölkt ist, dann kühlt es weniger stark ab.

Wie viele Mitarbeiter sind in eurem Team?

Sabine Balmer: Wir sind 15 Leute, die meisten Meteorolog:innen, und bestreiten fünf Schichten pro Tag.

Als Imker interessiert mich, wann ich mit der ersten Frostnacht rechnen kann – bedeutet Brutstopp der Bienenkönigin.

Sabine Balmer: Das kommt sich darauf an, wo Sie wohnen. Zum Teil gab es bereits leichten Frost. Die Prognose der Tiefsttemperatur für Ihren Ort erfahren Sie in der SRF Meteo App beim Ortewetter.

Wir sind ihre grössten Fans…. Gibt es von euch auch Autogrammkarte? Bleibt wie ihr seid, ihr seid super so. Vor allem diese Frau Boner mit ihren ausgefallenen Haaren.

Sandra Boner: Lieben Dank für ihr Kompliment! Gerne Autogrammwünsche bei https://srf.ch/meteo einreichen.

Woher haben die Stürme ihren Namen?

Simon Eschle: In jedem Land werden die Namen unterschiedlich ausgewählt. Im deutschsprachigen Raum vergibt die Freie Universität Berlin die Namen. Bei Stürmen können aber die nationalen Wetterdienste ein Sturmtief benennen. Dieser Name sollte dann in ganz Europa verwendet werden. «Benjamin» wurde vom französischen Wetterdienst benannt.

Wäre es nicht mal eine Option bei der Wetterkarte anstelle von Ortsnamen zum Beispiel: Berge, Flüsse, Sehenswürdigkeiten usw. einzublenden.

Sandra Boner: lieben Dank für diesen Input wir werden ihre Idee im Team besprechen. Danke schön.

Ich schaue zum Vollmond und sehe einen blau/türkisen Ring um ihn?

Sabine Balmer: Wahrscheinlich handelt es sich um einen Halo. Das ist ein Lichtkreis, der durch die Brechung des Lichts an Eiskristallen der Wolken entsteht.

Und wie sind diese Nacht die Temperaturen? Wurde von Herrn Bucheli vergessen.

Sabine Balmer: Oft werden diese in der Sendung gezeigt, falls nicht, können Sie die Nachttemperaturen auch auf der SRF Meteo App oder auf unserer Homepage http://www.srf.ch/meteo nachschauen.

Guten Abend liebes Meteo-Team Wie wird man Meteorologe? Was für Voraussetzungen benötigt es, um Meteorologe zu werden? Wie lange dauert das Studium, die Ausbildung zum Meteorologen? Vielen lieben und herzlichen Dank für Alles.

Gaudenz Flury: Ein reines Meteorologie-Studium gibt es in der Schweiz nicht. In der Schweiz absolviert man normalerweise ein naturwissenschaftliches Studium (Umweltnaturwissenschaften, Geografie, Physik o.Ä.), z.B. mit Vertiefung in Atmosphärenphysik oder Klimatologie. Reine Meteorologie Studiengänge gibt es z.B. in Innsbruck oder Freiburg im Breisgau. Inhaltlich unterscheiden sich diese Studiengänge aber nicht all zu gross.

Kann man eine Ausbildung/Lehre bei SRF Meteo machen?

Simon Eschle: Nein, das ist nicht möglich. Um bei SRF Meteo zu arbeiten, wird ein Masterabschluss mit Vertiefung in Meteorologie oder Klimatologie vorausgesetzt.

Liebes Meteo Team Zuerst ein herzliches Danke für die immer sehr interessant präsentierten Prognosen mit Hintergrundinformationen. 👍👏 Ich würde es toll finden (wenn es das nicht schon gibt), wenn man irgendwo sehen könnte nach welchen Kriterien oder Hintergründen die Ortschaften auf der Karte ausgewählt werden. Manchmal kann man auch aus den Namen eine Gemeinsamkeit herauslesen.

Sandra Boner: Dankeschön, manchmal wird das tatsächlich schon gemacht, meistens direkt in der live Meteosendung, aber Sie können jeder Zeit per srf.ch/meteo nachfragen, warum diese Orte gezeigt wurden, wir werden es gerne antworten.

Wenn Sonnenzyklen oder Änderungen der Erdumlaufbahn früher Eiszeiten ausgelöst haben, warum sollte das heute ausgeschlossen sein?

Mauro Hermann: Das liegt an der hohen Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre. Diese sorgen für zusätzliche Wärmestrahlung, die zum Erdboden gelangt. Nun kann es sein, dass wir trotz mehr Sonnenstrahlung während gewisser Sonnenzyklen immer noch im Strahlungs-Plus bleiben. Weil das Signal der Treibhausgase so stark ist.

Höhentiefs wird es auch schon früher gegeben haben. Wurden sie immer schon so benannt? Ich verfolge das Wetter schon seit vielen Jahren. Ich kann mich aber aus meiner Kindheit nicht daran erinnern, dass diese so benannt wurden, resp. mit Höhenkaltluft oder Kaltlufttropfen.

Luzian Schmassmann: Die Höhentiefs gab es schon immer. Auf den Wetterkarten in Zeitungen, TV usw. wird nur der Druck am Boden dargestellt. Mit Bodendruckkarten kann das aktuelle Wetter jedoch nicht immer vollständig erklärt werden. In diesem Fall erwähnen wir in unseren Sendungen häufig die Höhentiefs oder die Kaltlufttropfen, beispielsweise bei wechselhaftem Aprilwetter.

Eine deutliche Zunahme der Bise stellte ich in den vergangenen Jahren fest. Diese war bis Beginn der 90er-Jahre viel weniger stark bzw. an weniger Tagen messbar. Hat dies ggf mit den höheren Temperaturen zu tun? Können sie mir dies bestätigen?

Simon Eschle: In den letzten Jahren gab es im Winterhalbjahr mehr Hochdrucklagen mit Bise. Das kann sich aber in den nächsten Jahren wieder ändern. Die neusten Klimaszenarien des Bundes sagen, dass es keine Häufung bestimmter Wetterlagen gibt.

Ich habe das Gefühl, dass es seit einigen Jahren in Basel immer öfter Tage mit schwülem Wetter gibt. Davor meinte ich, sei dies noch viel seltener gewesen. Habt ihr diese Beobachtung auch gemacht, und woran liegt es?

Luzian Schmassmann: Dieses Gefühl täuscht nicht. Mit der Klimaerwärmung wird es nicht nur wärmer, sondern die Luft kann auch mehr Feuchtigkeit aufnehmen. Somit müssen wir in Zukunft nicht nur mit höheren Temperaturen, sondern auch häufiger mit schwülen Verhältnissen rechnen.

Ich möchte nicht Ihre Arbeit in Frage stellen. Aber ich habe das Gefühl, dass die Wetterprognosen von SRF irgendwie unzuverlässiger werden. Manchmal wird Regen für morgen vorhergesagt, dann ist aber ganztägig trocken und sonnig. «Messen» Sie, wie oft Sie bei Voraussagen richtig liegen? Falls ja, wie hoch ist die prozentuale Erfolgsquote?

Gaudenz Flury: Fehlprognosen gehören leider ab und zu dazu. Allgemein kann man aber sagen, dass Wetterprognosen in den letzten Jahren immer besser und präziser wurden. Wir analysieren unsere Prognosen laufend. Eine Erfolgsquote in Prozent ist für unsere mündlichen Prognosen nicht möglich.

Ist der Julierpass von morgen bis am Wochenende mit Sommerpneus befahrbar?

Sandra Boner: https://www.alpen-paesse.ch/ Offen, normal befahrbar Aktualisiert am: 03.11.2025, 11:52

Wie heisst die Wetterlage, wenn ich auf 1800 Höhenmetern beim Wandern oberhalb einer Wolkendecke schon bin? Hochdruckgebiet?

Simon Eschle: Hochdruckwetter. Bei Hochdrucklagen im Winterhalbjahr liegt im Flachland oft Hochnebel. Darüber ist es sonnig.

Guten Tag Aufgrund der veränderten Klimatischen Bedingungen räumt ein Hobbygärtner seine Pflanzen entsprechend später ins Winterquartier, weshalb es sehr zu begrüssen ist wenn die Frostwarnungen entsprechend verlängert/angepasst werden.

Sandro Boner: Wir werden dies in unserem Team besprechen, grundsätzlich ist Frost im November zu erwarten.... Danke schön.

Ich finde die Webcams von SRF Meteo sind die besten. Weshalb sind sie nicht besser verteilt, resp. warum gibt es nicht mehr davon? Danke für Ihr Feedback.

Luzian Schmassmann: Wir greifen auf die Webcams eines externen Partners zu. Dieser stellt die Kameras bevorzugt in touristischen Regionen auf.

Welche Rolle spielen private Wetterstationen und Citizen Science? Blasphemisch gefragt, Sie erlauben/verzeihen, aber würde es auch ohne staatliche Wetterinstitutionen gehen?

Gaudenz Flury: Private Wetterstationen können vor allem im sogenannten Nowcast und in der Verifizierung helfen. Oft sind diese aber nicht nach internationalem Standard (WMO) aufgestellt und so können die Daten nicht untereinander verglichen werden. Daten von Wetterstationen sind aber nur ein kleiner Teil des ganzen Prognosesystems. Ohne staatliche Organisationen sind Wetterprognosen, wie sie heute Standard sind, nicht machbar. Die allermeisten Wettermodelle gäbe es nicht.

Wie stark beeinflussen die sogenannten Milanković-Zyklen (Änderungen in Erdumlaufbahn und -achse) das Klima langfristig? Könnten diese Zyklen irgendwann wieder eine neue Eiszeit auslösen – trotz des menschgemachten Klimawandels?

Mauro Hermann: Die Milanković-Zyklen beeinflussen die Stärke der Sonneneinstrahlung auf der Erde. Solche Schwankungen waren in der Vergangenheit mitunter für den Wechsel von Warm- und Eiszeiten verantwortlich. Eine so hohe Konzentration von Treibhausgasen, wie sie heute vorliegt, könnte eine nächste Eiszeit verhindern.

Wie verändern sich Berufsbilder in der Meteorologie durch Digitalisierung und KI? Kann man nicht wie mit allen bald einfach KI füttern mit bisherigen Prognosen und Beobachtungen?

Luzian Schmassmann: KI ist in der Meteorologie definitiv angekommen. So sind die KI-basierten Wettermodelle teilweise bereits besser als die klassischen Modelle. Somit unterstützt KI unsere Arbeit bei SRF Meteo bereits jetzt in unserem Arbeitsalltag. Hier erfahren Sie mehr dazu.

Denken sie, dass Kondensstreifen unser Wetter verändern können. Kann es sein, dass dadurch Temperaturen durch die hohen Wolkenfelder der Flugzeuge wärmer sind als wenn es diese nicht gäbe. Wird Cloudseeding im Europa betrieben?

Simon Eschle: Kondensstreifen sind erwärmend für das Klima. Sie machen den grössten Teil der Erwärmung des Flugverkehrs aus. Cloudseeding wird nicht betrieben. In der Forschung ist es ein Thema, hier ein Beitrag dazu.

Wie viele Fotos (für Top 3) erhalten Sie in etwa täglich und wer wählt diese täglich für die App/Tagesschau/Meteo aus? Wählen Sie nach Lust und Laune und aus oder gibt es Kriterien?

Sandra Boner: An einem sonnigen Wochenende gibt es über 600 Aufnahmen. Aufnahmen mit Wetterbezug und welche nicht gross bearbeitet sind haben eine gute Chance ausgewählt zu werden. An regnerischen Tagen kommen nur wenige. Wir freuen uns auf jedes Bild!

Wie ist Ihre Erfahrung: Kann man Klimaleugner überhaupt noch überzeugen oder ist das ein verlorener Kampf?

Sandra Boner: Manche ja, wenn man ruhig bleibt, zuhört und klare Fakten zeigt – es lohnt sich!

In meinem Umfeld verstehen die Leute immer noch nicht den Unterschied zwischen Wetter und Klima, ich möchte aber auch nicht mehr zu vertieft in die Debatten. Haben Sie einen oder zwei prägnante Sätze, damit es alle verstehen?

Sandra Boner: Wetter ist der momentane Zustand der Atmosphäre (z. B. heute Sonne, morgen Regen). Klima ist der durchschnittliche Wetterverlauf über viele Jahre in einer Region. Kurz: Wetter: aktuell Klima: über viele Jahren

Warum wird manchmal gesagt, dass wir uns theoretisch noch in einer Eiszeit befinden, obwohl das Klima wärmer wird? Oder was stimmt jetzt genau?

Mauro Hermann: Wir befinden uns weder theoretisch noch praktisch in einer Eiszeit. Die letzte Eiszeit endete vor rund 12'000 Jahren. Der starke Anstieg menschgemachter Treibhausgase könnte zudem dazu führen, dass die nächste Eiszeit gar nicht eintritt.

Wie wird die Halbierungsinitiative Einfluss auf die Meteo-Redaktion haben?

Gaudenz Flury: Eine derart drastische Kürzung der finanziellen Mittel würden auf die ganze SRG einen grossen Einfluss haben, auch auf SRF Meteo.

Ich finde es sehr schade, dass mit Felix Blumer und Thomas Bucheli gleich zwei Wetterfrosch-Legenden das SRF verlassen… Gratulation aber natürlich auch an Gaudenz Flury. Denken Sie, dass Sie Meteo ganz neu prägen und denken werden? Oder setzt man weiter auf das bewährte Erfolgsrezept?

Gaudenz Flury: Das Bewährte macht den Erfolg von SRF Meteo aus. Vieles davon werden wir in Zukunft beibehalten. Wir werden in Zukunft aber gewisse Dinge auch neu denken.

Ist die Bezeichnung Wetterfrosch für euch eine Beleidigung oder ein liebevoller «Kosename»?

Simon Eschle: Weder noch. Wir sind uns den Namen aber gewohnt. In gewissen Situationen stelle ich mich der Einfachheit halber sogar als Wetterfrosch vor :-)

Gibt es vergleichbare «Wettersysteme» oder atmosphärische Phänomene auf anderen Planeten im Sonnensystem, die Sie als Meteorologe spannend finden?

Mauro Hermann: In unserem Sonnensystem ist die Erde sehr speziell: Nur hier kann Wasser in fester (Eis), flüssiger (Wasser) und gasförmiger (Dampf) Form auftreten. Das macht unser Wetter einzigartig. Umlauf um die Sonne, Rotation um die eigene Achse, usw. weisen aber auch andere Planeten auf, das gehört auch zum Wetter. Somit gibt es sicher viel faszinierendes «Wetter» auf anderen Planeten. Doch von uns würde es da niemand aufs Planten-Dach wagen.

Warum wird beim Meteo meistens Basel erwähnt und nicht auch der Südosten der Schweiz, wie z.B. Chur?
Simon Eschle: Wir erwähnen unterschiedliche Regionen. Chur etwa wird oft im Zusammenhang mit Föhn und/oder hohen Temperaturen erwähnt.

Weshalb gab es die letzten Tage trotz Kälte und Feuchtigkeit keinen Nebel?

Luzian Schmassmann: Im Mittelland gab es am Dienstag und Mittwoch vielerorts Nebel. Da die Obergrenze jedoch nur bei rund 600 Metern lag, war er nicht so stark verbreitet wie bei einer klassischen Hochnebellage. Ausserdem konnte er sich aufgrund der geringen Dicke recht gut auflösen.

 Ich habe keine Frage, möchte nur ein herzliches Merci für die grosse gute Arbeit des Meteo-Teams senden!

Simon Eschle: Im Namen des Teams – Danke! :-)

Keine Frage, möchte mich bei euch Allen bedanken, wünsche einen guten Abend

Sandra Boner: Wir haben auch ein super Publikum! Danke

Guten Abend, Habe keine Frage. Ich will euch einfach mal danken für eure gute Arbeit. Ich schaue und höre euch täglich interessiert zu.

Sandra Boner: Lieben Dank – wir sind mit Herzblut dabei und möchten für unser Publikum nur das Beste!

Ich schaue und höre euch täglich ein paar Mal entweder via Radio oder TV. Wie sollte ich da noch Fragen haben😜 Ihr macht einen Superjob! Vielen Dank und Gruss ans ganze Team.

Sabine Balmer: Danke vielmals!

Ist Mauro so gut im Pingpong, wie er den Anschein unter uns immer macht?

Sandra Boner: Bei optimaler Reaktionsgeschwindigkeit, Beweglichkeit und Körperkraft hat Mauro die physischen Voraussetzungen für exzellentes Tischtennis , die Technik entscheidet über den Sieg, bei jedem Wetter …

Weshalb entsteht bei einem Gewitter ein Donner, nachdem der Blitz eingeschlagen hat?

Mauro Hermann: Die gängigste Erklärung für den Donner ist der Blitz selber: Die Luft wird durch den Blitz so stark erwärmt, dass sie sich rasant ausdehnt. Durch die Ausdehnung entsteht eine Schallwelle = der Donner.

Warum ist der Bodensee nicht durchgängig gezeichnet bei wolkigen Verhältnissen, jedoch der Genfersee schon?

Luzian Schmassmann: Da eine rechtliche Grenze zwischen der Schweiz, Deutschland und Österreich im Bodensee nie definiert wurde, kann diese auch nicht gezeichnet werden.

SRF Meteo, 5.11.25, 12:50 Uhr ; 

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