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Onlinebetrug hat Hochkonjunktur
Aus Rendez-vous vom 21.11.2023. Bild: Imago Images/Symbolbild
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Black Friday Wie kann man sich beim Onlineshopping schützen?

Auf Onlineshops werden in der Schweiz immer öfter Geld und Daten gestohlen. Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Wie gross ist die Gefahr? Wer im Internet Schuhe oder das neuste Smartphone kauft, freut sich am Black Friday über verschiedene günstige Angebote. Leider ist ein Onlinekauf auch immer mit einem Risiko verbunden. In der Schweiz wurde jede zehnte Person schon einmal Opfer eines Betrugs, wie eine Studie von gfs-zürich zeigt.

Die Studie zu Betrug beim Onlineshopping

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In der Schweiz wurde schon rund jede zehnte Person (elf Prozent) in einem Onlineshop Opfer eines Betrugs. Laut einer Studie von gfs-zürich sind sich die Schweizerinnen und Schweizer der Gefahr aber nicht bewusst. Über vier Fünftel (85 Prozent) machen sich selten oder nie Sorgen, dass eine Webseite oder ein Angebot nicht echt sind. Dabei werden regelmässig Geld und Daten gestohlen. Das zeigt die repräsentative Befragung von gfs-zürich im Auftrag von digitalswitzerland und der Mobiliar. Es wurden 1239 Personen aus den drei Sprachregionen befragt.

Wie erkenne ich einen seriösen Onlineshop? Prüfen Sie vor jedem Kauf den entsprechenden Onlinehändler oder das Angebot genau: Ist das Angebot zu gut, um wahr zu sein, also viel billiger als bei der Konkurrenz? Hat der Onlineshop ein vollständiges Impressum? Gibt es eine plausible Kontaktadresse, die sich in einem elektronischen Telefonbuch bestätigen lässt? Ist die Telefonnummer korrekt? Gibt es eine E-Mail-Adresse oder eine verifizierbare Handelsregisternummer? Denn wer auf einer betrügerischen Seite bestellt, zahlt, ohne eine Lieferung zu bekommen. Und wer auf ein falsches Angebot hereinfällt, ebenfalls.

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Was seriöse Online-Shops von dubiosen Plattformen unterscheidet
aus Espresso vom 22.11.2023. Bild: IMAGO / Bihlmayerfotografie
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Weitere Merkmale eines seriösen Onlineshops

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  • Eine Rücksendemöglichkeit. Zwar hätten Kundinnen und Kunden in der Schweiz keinen gesetzlichen Anspruch darauf, aber viele seriöse Händlerinnen und Händler würden dies gewähren. «Das Fehlen einer Rücksendemöglichkeit bedeutet deshalb: Vorsicht!», warnen der gemeinnützige Verein Stop Piracy und der Handelsverband.swiss in einer gemeinsamen Medienmitteilung. Aber Vorsicht: Fake-Shops versprechen zum Teil vollmundig ein 14-tägiges Rückgaberecht. Allerdings heisst es dann in den AGB, dass reduzierte Ware nicht zurückgegeben werden könne. Der Trick: Sämtliche Produkte des Shops sind angeblich reduziert.
  • Viele Bewertungen und differenzierte Kommentare. Onlineshops, die gar keine oder nur wenige Bewertungen vorweisen oder nur Lobeshymnen, sind verdächtig.
  • Gütesiegel: Sind Labels wie die «Swiss Online Garantie» oder «Trusted Shops» vorhanden, ist das ein gutes Zeichen. Es lohnt sich aber ein kurzer Check: Ist das «Trusted-Shop»-Siegel echt, lässt es sich mit einem Klick öffnen und es erscheint eine Box mit wichtigen Infos wie etwa den Qualitätskriterien, an die sich der Anbieter halten sollte. Freilich, auch das lässt sich fälschen, aber sicher ist auch: Wenn nichts passiert beim Draufklicken, wurde das Logo einfach reinkopiert. Bei der «Swiss Online Garantie» kann man auf deren Internetseite den Namen des Shops eingeben, um zu prüfen, ob er sich zu Recht mit dem Label schmückt.

Wie kann ich sicher bezahlen? Überprüfen Sie die Zahlungsmöglichkeiten. Bezahlen Sie, wenn möglich, auf Rechnung und vermeiden Sie vorauszuzahlen. Bei der Angabe der Kreditkartennummer ist besondere Vorsicht geboten, vor allem bei unseriösen Onlineshops. Es besteht die Gefahr, dass die Kreditkartendaten eingelesen und die Kreditkarte anschliessend belastet wird. Auch kann es sein, dass ein Abo abgeschlossen wird, ohne dass Sie es merken.

Welche aktuellen Betrugsmaschen gibt es? Auch nach der Bestellung hören die Maschen der Betrügerinnen und Betrüger nicht auf: Wer ein E-Mail von der Post bekommt, sollte vorsichtig sein. Momentan kursieren in der Schweiz viele Betrüger-E-Mails. Vermeintlich stammen sie von Paketfirmen wie der Post oder DHL. Darin wird ein Paket, vielleicht sogar eines, das man tatsächlich erwartet, vorangekündigt. Man solle auf einen Link klicken und eine kleine Gebühr bezahlen. Entweder soll man die Kreditkartendaten angeben oder mittels Kurznachricht einen Dienst auf dem Mobiltelefon aktivieren. Ohne es zu wissen, löst man damit aber ein Abo, von dem die Betrüger dann profitieren. Oder sie stehlen die Kreditkartendaten gleich ganz. Ignorieren Sie deshalb Paketankündigungen, die auf die Zahlung einer Gebühr drängen. Auch ist es hilfreich, den Absender im Zweifelsfalle direkt zu kontaktieren, bei einem Paket zum Beispiel die Post.  

Wie kann ich sicher auf Kleinanzeigenplattformen wie Tutti und Ricardo einkaufen? Im Idealfall holt man die Ware persönlich ab und bezahlt bei der Abholung. Ansonsten lohnt es sich, die Rezensionen zu lesen: Wie ist eine Verkäuferin oder ein Verkäufer bewertet? Die Bewertungen können zwar auch gefälscht sein (v.a. wenn es einige sehr gute und einige sehr schlechte Bewertungen gibt), geben aber einen Anhaltspunkt. Wenn der Händler einen Standort in der Schweiz angibt, die Zahlung aber ins Ausland erfolgen soll, dann ist Vorsicht geboten. Eine Kopie des Passes oder der ID sollte nie verschickt werden. Das gilt auch, wenn man als Verkäufer über diese Plattformen etwas verkauft.

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Rendez-vous, 21.11.23, 12:30 Uhr

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