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Einkaufstourismus boomt
Aus Tagesschau vom 31.05.2021.
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Einkaufstourismus Trotz guter Vorsätze wieder auf Schnäppchenjagd

Gemüse aus der Region – in der Pandemie erfreut es sich wachsender Beliebtheit. Eine Befragung von Demoscope im Auftrag des Bundesamts für Landwirtschaft zeigt: Ein Drittel der befragten Konsumentinnen und Konsumenten hat seit Beginn der Pandemie sein Einkaufsverhalten angepasst. Sie geben an, insbesondere der lokale Einkauf habe für sie an Bedeutung gewonnen, aber auch generell Lebensmittel aus Schweizer Produktion.

Ausgaben ennet der Grenze nehmen wieder zu

Kaum sind die Grenzen für Einkaufstouristen wieder offen, wird aber auch eine andere Entwicklung deutlich: Schweizerinnen und Schweizer kaufen wieder fast so viel ennet der Grenze ein, wie vor der Pandemie. Das zeigen Umsatzahlen von Debitkarten, erhoben von der Universität St. Gallen und den Zahlungsdienstleistern SIX und Worldline. In der ersten und zweiten Corona-Welle war der Einkaufstourismus praktisch zum Erliegen gekommen.

Umfrageaussagen decken sich nicht mit realem Verhalten

Während deutsche Geschäfte frohlocken, zeigt man sich bei der Swiss Retail Federation, dem Branchenverand des Detailhandels, ernüchtert. «Das ist eine bedauerliche Entwicklung», sagt Präsidentin und FDP-Nationalrätin Christa Markwalder. Gerade während der Coronazeit hätte der Schweizer Detailhandel gezeigt, dass er für die Bevölkerung da sei. Dass nun die Umsätze, gerade in Grenznähe einen Dämpfer erhalten, kann man sich beim Branchenverband nur so erklären: Aussagen in Umfragen deckten sich leider nicht immer mit dem realen Verhalten der Konsumentinnen und Konsumenten.

Einkaufstourismus noch nicht auf Vorkrisen-Niveau

Der Einkaufstourismus hat in den letzten Jahren weiter zugenommen. Dem Schweizer Gewerbe entgehen jährlich rund neun Milliarden Franken. Noch habe sich der Einkaufstourismus aber nicht ganz erholt, sagt Detailhandelsexpertin und Makroökonomin Tiziana Hunziker von der Credit Suisse.

So lange die Situation wegen Corona noch angespannt bleibt, solange man vielleicht in Deutschland ein negatives Test-Ergebnis braucht um überhaupt in einen Supermarkt zu können, so lange wird der Einkaufstourismus nicht sein Vorkrisen-Niveau erreichen.
Autor: Tiziana HunzikerDetailhandelsexpertin

«So lange die Situation wegen Corona noch angespannt bleibt, solange man vielleicht in Deutschland ein negatives Test-Ergebnis braucht um überhaupt in einen Supermarkt zu können, so lange wird der Einkaufstourismus nicht sein Vorkrisen-Niveau erreichen». Sobald sich die Situation aber wieder normalisiert, dürften die Ausgaben ennet der Grenze wieder auf das Niveau von 2019 – oder sogar höher klettern.

Tagesschau, 19.30 Uhr, 31.5.21

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61 Kommentare

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  • Kommentar von Manuela Fitzi  (Mano)
    So unterschiedlich die Argumentation, so einheitlich tendenziell der Grundtenor: man geht ins Ausland shoppen. Gut so! Es sollte doch in der globalen Welt keine Rolle spielen, wer wo seine Ressourcen, sei es ein Nutzgegenstand, Rohstoff oder eine Arbeitskraft. Es geht nicht an, dem Bürger moralische Pflicht hineinsuggerieren zu wollen, während wir ständig mit dem Argument verängstigt werden sollten "sonst geht die Firma ins Ausland". Zudem bedenke man, wie viele GG ihren CH-Lohn in DE ausgeben.
  • Kommentar von Mensur Memedi  (Rx8fan)
    Nur ein kleines Beispiel: man importiert EU Butter um es für den gleichen Preis wie CH Butter weiter zu verkaufen. Das sollte i.O. sein, aber das ich selber, das gleiche EU Butter, für 1.19 bzw. 1.59 pro 250g(2.5-2Fach günstiger als das gleiche EU Butter in der Migros oder Coop) in DE kaufen kann, soll es verwerflich und nicht korrekt sein?
    An Heuchelei nicht zu überbieten
  • Kommentar von Marcus Ottavio Georgi Mancini  (Nynoma)
    Als Beispiel, Fressnapf DE und Fressnapf CH, betreiben fast die Gleiche Produktpalette von den gleichen Herstellern. Wie kann es dann sein, dass identische Waren, am selben Ort hergestellt, hier fast das Doppelte Kosten?
    Premiere Carbon Multicat, 22Fr oder 15€.
    Die Schweizer Löhne haben nichts damit zu tun, denn Elektronik ist in der Schweiz günstiger, trotz den hohen Löhnen.
    Ein Beispiel von hunderten von Artikel.
    Dazu, ich fahre 20 min nach DE, 15 in die nächste Migros…