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Chemie und Pharma – die Stützen der Schweizer Exportwirtschaft
Aus HeuteMorgen vom 24.08.2020.
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Index des Branchenverbands Schweizer Pharmabranche international top

Dem Erfolg müsse man Sorge tragen, sagen Branchenvertreter. Verschlechterungen der Rahmenbedingungen lägen nicht drin.

Lonza, Novartis, Roche – Chemie- und Pharmaunternehmen sind die Stützen der Schweizer Exportwirtschaft. Wertmässig sind sie für mehr als die Hälfte der Schweizer Ausfuhren verantwortlich. Und das sehr zuverlässig. Während andere Branchen je nach Grosswetterlage ihre Produkte mal besser, mal schlechter im Ausland verkaufen, kommen dort Schweizer Medikamente und chemische Produkte fast immer gut an.

In allen Analysefeldern ist die Schweiz unter den drei besten Ländern der Welt.
Autor: Michael GrassBAK Basel Economics

Die Schweizer Pharmaindustrie sei im internationalen Vergleich sehr wettbewerbsfähig. Und zwar was die Marktstellung, die Innovation, die Technologieführerschaft wie auch die Standortqualität betreffe, weiss Michael Grass von BAK Basel Economics. «In allen Analysefeldern ist die Schweiz unter den drei besten Ländern der Welt. Das gelingt sonst keinem anderen Land», sagt er. Insgesamt Rang 2, gleich hinter den USA, belegt die Schweiz in dem Ranking, das Michael Grass im Auftrag des Branchenverbands Scienceindustries erstellt hat.

Übertriebenes Klagen?

Sind vor diesem Hintergrund Klagen der Industrie übertrieben, die warnen, dass die Schweiz ihre Stellung verlieren könnte, wenn sie an den Unternehmenssteuern schraubt, die Einwanderung stärker steuert oder Firmen für ihr Verhalten im Ausland in die Verantwortung nimmt?

Wir müssen enorm Sorge tragen zu den Grundlagen unseres Erfolgs.
Autor: Dr. Stephan MumenthalerDirektor scienceindustries

«Nein, ganz und gar nicht», findet Stephan Mumenthaler, der Direktor des Verbands Scienceindustries. «Intel-CEO Andrew Grove hat ja sogar mal gesagt, dass nur die Paranoiden überleben. Nun, ich würde nicht ganz so weit gehen. Aber wir müssen schon enorm Sorge tragen zu den Grundlagen unseres Erfolgs. Sonst ist er dann schneller weg, als uns lieb ist.»

Schweizer Pharmaindustrie im Vergleich

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Das BAK Basel hat Performance, Marktstellung und Leistungsfähigkeit, Innovation und Technologieführerschaft sowie die Standortqualität der Schweizer Pharmaindustrie mit derjenigen im Ausland verglichen. Die Schweiz kommt dabei total auf einen Indexwert von 120 und liegt nur knapp hinter den USA (121). Auf Platz 3 liegt Irland (117). Dahinter folgen Dänemark, die Niederlande, Belgien, Grossbritannien, Singapur, Deutschland und Schweden.

Ob und wie schnell die herausragende Wettbewerbsfähigkeit der chemisch-pharmazeutischen Industrie in der Schweiz leiden würde, wird auch weiterhin bei jedem entsprechenden politischen Entscheid zu reden geben.

SRF 4 News, Heute Morgen, 24.08.2020, 06:00 Uhr

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Zuber  (Hä nuuh)
    Die Pharmaindustrie importiert am meisten EDV-Inder in die Schweiz. Die werden dann in Basel zwei Jahre ausgebeutet und suchen sich dann einen anderen Ort in der Schweiz. Standortvorteile haben wollen aber fair dafür bezahlen will msn nicht mehr. Es geht ausschliesslich um immer mehr Profit. Am Besten auf Kosten der eigenen Leute. 2000 Stellen abbauen? Kein Problem sind ja nur dumme Schweizer. Hauptsache dem FCB geht es gut.
    1. Antwort von Patrik Müller  (P.Müller)
      Sie haben ja sooo recht. Vor allem dem FCB ging es mit den unendlich sprudelnden Öeri Millionen aus der Roche Dynastie und god covernance hervorragend. Und nun lesen sie die heutigen Zeitungen....
      Ich hoffe die Pharma macht es besser, sonst gute nacht!
  • Kommentar von Manuel Castillo  (Beresina)
    Dieser Beitrag ist sehr einseitig verfasst! Es kommen zwei Experten zu Wort, welche eindeutige Verfechter des illusorischen Systems des grenzenlosen Wachstums sind. Wo bleibt die Stimme der Argumente für das Ändern der Rahmenbedingungen zu Gunsten von mehr Verantwortung der Unternehmen gegenüber Staat, Umwelt und Mitmenschen?
  • Kommentar von Hans Müller  (HMU)
    Die Rahmenbedingungen sind bisher katastrophal für die Welt insgesamt. Sie nicht zu ändern ist keine Lösung. Sie nur in der Schweiz zu ändern ist zu wenig, aber ein guter Anfang.