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Yuh-App von Postfinance und Swissquote bietet spielerischen Zugang zu Finanzmärkten
Aus Börse vom 11.05.2021.
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Neue Banking-App Wie Postfinance die Jungen zum Anlegen lockt

Die neuste Schweizer Banking-App zielt auf junge Anlegerinnen und Anleger. «Yuh» ist ein gemeinsames Produkt der staatlichen Postfinance und der privaten Swissquote Bank und verspricht einfaches Traden.

Die App kommt frisch daher, ist spielerisch gestaltet, die Kundinnen und Kunden werden per Du angesprochen und als Influencer haben die Banken den 26-jährigen Sänger Luca Hänni engagiert. In einem Werbevideo sagt dieser, mit dem Investieren habe er sich bisher noch nicht so beschäftigt. Aber das ändere sich hoffentlich jetzt, mit dem einfachen Angebot von «Yuh».

Luca Hänni, der für sein Alter schon ein ordentliches Einkommen erzielen dürfte, passt nur halbwegs zur Zielgruppe der neuen App. Yuh-Chef Markus Schwab, sagt: «Es ist sicherlich so, dass wir unsere Retailkunden ansprechen wollen, die sich vielleicht noch nicht so gut im Trading auskennen, die aber gerne auch mal kleinere Beträge investieren wollen.» Möglich ist eine Konto-/Depot-Eröffnung ab 18 Jahren.

Eigener Token «Swissqoin»

Tatsächlich ist das Interesse der Jungen am Investieren gestiegen. Fast täglich lesen sie von neuen Kursrekorden beim Bitcoin oder bei den Aktien von hippen Unternehmen wie Tesla, Netflix und Co. Aber an der Börse kann man bekanntlich nicht nur gewinnen.

Wie verhindert «Yuh», dass die Jungen ihr ganzes Erspartes verzocken? «Sicherstellen kann ich das nicht. Am Ende ist jede und jeder selbst verantwortlich und entscheidet, wie er sein Geld anlegen oder brauchen will. Aber wir werden bei der Konto-Eröffnung zu Beginn selbstverständlich aufklären und dann auch immer wieder Hinweise geben, wie man mit dem Thema Investieren umgehen soll», sagt Schwab.

Wir werden immer wieder Hinweise geben, wie man mit dem Thema Investieren umgehen soll.
Autor: Markus SchwabCEO von Yuh

In Sachen Kundenbindung geht «Yuh» innovative Wege: Die App-Macher haben dazu einen eigenen Token kreiert, den sogenannten «Swissqoin». Dieser wird mit Erträgen aus dem Yuh-Bankgeschäft hinterlegt und kann ebenfalls gehandelt werden. Der «Swissqoin» lasse die Benutzer am Erfolg der App teilhaben, sagt Markus Schwab.

Anlegen leicht gemacht

Mit Aktien handeln, Zahlungen ausführen oder «Yuh» weiterempfehlen – für all das erhält der Kunde eine gewisse Anzahl «Swissqoins». Je mehr App-Nutzer, je höher der Wert des Tokens. Die Idee dahinter? Die App soll Spass bereiten und den Benutzer so oft wie möglich zum Handeln auf die Plattform locken.

Ansonsten unterscheidet sich «Yuh» funktional wenig von den bestehenden Digitalbanken: kostenlose Kontoführung, gratis Kreditkarte sowie die Möglichkeit, In- und Auslandszahlungen zu tätigen. Im Moment geniesst die App von Postfinance und Swissquote also vor allem beim einfachen Anlegen ein gewisses Alleinstellungsmerkmal. Wie viele Kundinnen und Kunden neben Luca Hänni gewonnen werden, will Yuh-Chef Markus Schwab Ende Jahr sagen: «Ich bin da für volle Transparenz.»

SRF Börse, 11.05.2021, 19:25 Uhr;

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14 Kommentare

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  • Kommentar von Lukas Beutel  (dre)
    Junge Leute mit Trading locken zu wollen, halte ich für unseriös. Crypto-Währungen gehören für mich vom Risiko her mindestens in den Bereich von Optionen. Die Kursentwicklung ist selten nachzuvollziehen (gilt teilweise schon für Aktien). Man sollte sich auch immer bewusst sein, dass man den kompletten Einsatz verlieren kann.
  • Kommentar von Daniel Bucher  (DE)
    Die Meisten haben keine Ahnung von Wertschriften, aber sie sollten trotzdem damit handeln. Das dient nur der Postfinance bzw. Swissquote. Dabei lassen sich gut Gebühren erheben - nur daran ist Postfinance interessiert. Ein normales Postcheckkonto in Papierform soll 120 Franken pro Jahr kosten. Zinssatz 0 %. Nein danke, da gibt es anderswo billigere und bessere Lösungen. Ganz gebührenfrei und ein symbolischer Zins von 0.05%. Da kündige ich gerne bei Postfinance.
  • Kommentar von Philipp Schmid  (Philipp Schmid)
    Mich würde nun wunder nehmen, was der Preis dieser Applikation ist bzw. wie viel Prozent die App als Broker einnimmt. Andere Plattformen, ich spreche nur für Kryptos sind gratis, was ja auch die gesamte Idee hinter Kryptos sind. Weiss das zufällig jemand? Da würde mich stark interessieren.