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Nestlé verkauft seine Wassersparte in Nordamerika
Aus Tagesschau vom 17.02.2021.
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Wasser als Geschäft Nestlé verkauft Grossteil der US-Wassersparte

Der Lebensmittelkonzern behält die wichtigsten europäischen Wassermarken und will diese bald CO2-neutral betreiben.

Nestlé verkauft seine regionalen Quellwassermarken und aufbereiteten Flaschenwasser-Marken in den USA für insgesamt 4.3 Milliarden Dollar. Betroffen davon ist ein Grossteil des US-Geschäfts von Nestlé. An den bekannten und weit verbreiteten Wassermarken Perrier, San Pellegrino und Acqua Panna hält der Konzern dagegen eisern fest.

Stark umkämpfter US-Wassermarkt

Die US-Wasser machen Nestlé schon seit längerem nicht mehr glücklich, denn der amerikanische Markt ist hart umkämpft. So kämpft der Waadtländer Konzern gegen Billigmarken der grossen US-Detailhändler. Dabei achtet die Kundschaft im Laden beim Griff ins Regal oft auf Cent-Beträge.

Deshalb hat Nestlé bereits im letzten Mai angekündigt, das Wassergeschäft in Nordamerika zu überprüfen. Jetzt übernehmen OneRock Capital Partners und Metropoulos & Co. die Marken für 4.3 Milliarden Dollar. Die betreffenden Marken hatten 2019 einen Jahresumsatz von 3.4 Milliarden Franken erzielt.

Mit dem Verkauf halbiert Nestlé das eigene Wassergeschäft beinahe. Das einst wichtige Standbein des Konzerns wird also degradiert, während andere, lukrativere Geschäfte – etwa jenes mit Tiernahrung – vorangetrieben werden.

Künftig CO2-neutrales Wassergeschäft

Das verbliebene Wassergeschäft will Nestlé umweltfreundlicher gestalten, wie der Konzern in einer Medienmitteilung erneut betont. Dazu gehört, dass Wasserquellen verantwortungsvoller angezapft werden sollen und der Plastikmüll reduziert wird, indem beispielsweise konsequentere auf Recycling-Plastik gesetzt wird.

Nestlés Ziel ist ein CO2-neutrales Wasserportfolio bis 2025. Damit ist die Hoffnung verbunden, dass die Kritik aus Umweltkreisen am Abfüllen und Vermarkten dieser natürlichen Ressource leiser werden.

SRF 4 News, Heute Morgen vom 17.2.2021, 07.00 Uhr

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Wiesner  (Peter P. Wiesner)
    Durch das "Fracking" werden Gesteinsschichten u.a. mit "Chemie" verseucht. Das ist jetzt die Quittung - u.a. für Nestle.
    1. Antwort von Robert Frei  (RFrei)
      Dort wo man Fracking macht, entnimmt man ohnehin kein komerzielles Quellwasser. Nestles Hauptquellen in den USA sind in Maine oder ähnlichen Staaten, wo es kein Eredöl/gas gibt.
  • Kommentar von Robert Frei  (RFrei)
    Also, man kann sich das "CO2 frei produzierte" Quellwasser offensichtlich CO2 frei an der Quelle abholen. Bei meinem Hahnenwasser ist sogar der Transport vom Wasserhahn ins Trinkglas CO2-frei.
  • Kommentar von Mario Lo  (MarLo)
    Wenn das langfristige Image wichtiger ist als kurzfristiger Profit und Mossmanagement "hits the ground". Gut so. Ausser Nestlé betreibt ein falsches Spiel, verkauft die Quellen zwar aber kauft dann den neuen Besitzern das Wasser ab und brandet es. Ähnlich Cacao. Dann ist das Problem nicht bei Nestlé, sondern bei den "Wasserbauern". Also, keine Unterstellung aber Argwohn, sagte doch Nestlé noch vor ein paar Jahren "Wasser ist ein Nahrungsmittel wie jedes andere auch und hat seinen Preis".