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Studierende finden keinen Nebenjob
Aus 10 vor 10 vom 10.02.2021.
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Weniger Nebenjobs Shutdown bringt Studierende in Finanznot

Immer mehr Studierende geraten in finanzielle Nöte, weil sie ihren Nebenjobs nicht mehr nachgehen können.

Servieren im Restaurant, Drinks ausschenken in der Bar, Flyer verteilen für Promotionen. Drei Viertel aller Studierenden in der Schweiz gehen einem Nebenerwerb nach, um sich ihr Studium zu finanzieren. Doch die klassischen Studierendenjobs sind aktuell aufgrund des Lockdowns auf Eis gelegt.

Weniger klassische Studierendenjobs

Und nicht nur das – auch die Jobsuche ist schwieriger geworden. Das bestätigt das Stellenportal Uniboard: «Wir haben definitiv einen Rückgang der ausgeschriebenen Stelleninserate von traditionellen Neben-, Aushilfs- und Promotionsjobs während der Coronakrise bemerkt.» Gleichzeitig würde man jedoch ein gleichbleibend hohes beziehungsweise sogar leicht steigendes Interesse an Stellenausschreibungen der Studierenden feststellen.

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Anfragen nach Bildungskrediten bei der Stiftung Educa Swiss haben sich verdreifacht
Aus News-Clip vom 10.02.2021.
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Haben die Studierenden keine finanzkräftigen Eltern im Rücken, wird die Aufnahme eines Kredites – etwa bei der Educa Swiss, einer privaten Stiftung für Bildungsdarlehen – für viele unausweichlich.

Laut Stiftungsratspräsident Marco Billeter liegen die Gründe für das beschleunigte Wachstum der Stiftung ganz klar im Shutdown: «Anfragen an uns haben sich im Jahr 2020 verdreifacht.» Die Stiftung vergebe nebst Darlehen auch zinsfreie Corona-Notkredite bis zu 5000 Franken.

Andere Universität, andere Hilfe

Dass ein Studium an Geldproblemen scheitert, möchten die jeweiligen Universitäten und die Kantone verhindern. Nebst den üblichen Stipendien und Darlehen gibt es an gewissen Universitäten gar Corona-Nothilfen in Form von Geldern ohne Rückzahlungspflicht. So wollen sie den Studierenden schnell und unbürokratisch unter die Armee greifen.

Hier finden Studierende Unterstützung

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Eine Übersicht zu den Hilfsangeboten der verschiedenen Hochschulen gibt swiss universities auf ihrer Internetseite., Link öffnet in einem neuen Fenster Dazu sind auch die jeweiligen Studierendenschaften nahe am Geschehen dran und können Beratungen anbieten.

Das funktioniere aber nur bedingt, sagt Francesco Bee. Er ist Co-Präsident des Verbandes der Schweizer Studierendenschaften und sieht das Problem vor allem im föderalistischen Flickenteppich: «Universitäten in der Westschweiz sind grosszügiger als jene in der Deutschschweiz.» Es sei also reine Glückssache wie gut man als Student oder Studentin durch die Universität unterstützt werde. Die Problematik ist aber präsent, weshalb mehrere Universitäten nun spezielle Coronafonds eröffnen oder wiedereröffnen.

10vor10, 10.2.2021, 21:50 Uhr

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16 Kommentare

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  • Kommentar von Michel Müller  (M.Müller)
    Die neue Chancengleichheit wird nochmehr durch Geld definiert.
    Magst ja ein schlaues Mädel oder Bürschchen sein... Wenn kein Geld vorhanden kein Diplom. Versus, darfst sehr dumm sein, aber mit Geld vringen wir dich durch. Egal, was es kostet.
    New World
    Mfg. Abu Da Bini. -)
  • Kommentar von Andreas Müller  (Hugh Everett)
    Mein Prof. hat immer gesagt, als Student braucht man nur ein Velo und ein Sandwich zum Zmittag.
    1. Antwort von Bernhard Haeuser  (Bernie H)
      Auch das Sandwich will bezahlt werden. Auch unsere Tochter ist davon betroffen. Wir springen, keine ALV.
    2. Antwort von Laura Brunner  (dibidäbi)
      Mein Sohn hat jedes Jahr Studiengebühren von CHF 20.000 plus eine Wohnungsmiete im Wohnheim von monatlich CHF 800.00. Eigentlich studiert er in England, im Moment jedoch im Fernstudium aus seinem Kinderzimmer. Unser Familieneinkommen ist leider knapp zu hoch für ein Stipendium. Sie können sich vielleicht vorstellen, dass das nur mit einem Studentenkredit möglich ist.
    3. Antwort von Andreas Müller  (Hugh Everett)
      Ich habe Chemie studiert bis zum Dr.phil.nat. Studieren heisst in den ersten 4 Jahren, dass man ca. 5 Monate frei hat im Jahr. In dieser Zeit habe ich viel Chemie Nachhilfe gegeben oder als Nachtwächter gearbeitet. Leben im im kleinen Zimmer, keine Ferienreisen, kein teurer Ausgang, kein Luxus, kein Handy ja das ist wahr. Aber das war es mir wert und es hat sich gelohnt. Als Doktorand hat man einen Lohn ca. CHF 1600 bis 2000 pro Monat. Davon kann man gut leben. Ist ja nicht für ewig.
    4. Antwort von Andreas Müller  (Hugh Everett)
      Und Frau Brunner. Studieren in der Schweiz ist immer noch mehrheitlich gratis. Meine 8 Jahre Studium haben den Kanton rund eine Million Fr. gekostet. Davon habe ich einen winzigen Bruchteil selber leisten müssen in Form von Studiengebühren, oder Bücher die ich kaufen mussten. Alles in allem ist das aber immer noch extrem günstig. Am teuersten war immer das Bahn Abi, aber auch das war machbar.
  • Kommentar von Samuel Müller  (Samuel Müller)
    Man kann auch trotz sehr lukrativ funktionierendem Nebenjob die voher hohe Motovation am studieren verlieren wegen Corona. Siehe mein Sohn ...
    Für mich und mein Umfeld hat Corona drastisch negative Auswirkungen in vielen verschiedenen Bereichen.