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Weihnachtsmenü mit drei Gängen Kochen für Weihnachten mit Zitrusbauer Niels Rodin

Wissen Sie schon, was zu Weihnachten bei Ihnen auf den Teller kommt? Oder sind Sie noch auf der Suche nach einem passenden Rezept? Wie auch immer: Wir kochen hier garantiert stressfrei und vegetarisch und Zitrusfrüchte spielen in jedem Gang unseres Weihnachts-Dreigängers eine wichtige Rolle.

Maja Brunner

Maja Brunner

Foodredaktorin, Radio SRF 1

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Maja Brunner arbeitet als Foodredaktorin bei Radio SRF 1 und ist verantwortlich für die kulinarische Rubrik «A Point». Die Sendung wird von Montag bis Freitag um 11.40 Uhr auf Radio SRF 1 ausgestrahlt.

Porträt Maja Brunner

Für eine weitere Folge unserer Video-Serie «Maja entdeckt» sind wir unlängst in den Kanton Waadt gefahren. Nach Borex, in der Nähe von Nyon. Auf über 3600 Quadratmetern baut dort Niels Rodin, Ex-Banker und Zitrusbauer, über 150 verschiedenen Zitrussorten an: Raritäten wie Kaviarlimetten, Faustrimen, Zitronat-Zitronen, Buddha's Hands, Yuzu und viele mehr.

Ausser dem Kürbis liegen die Zutaten für den Gerstotto bereit: Yuzu, Gerste, Knoblauch, Schlotten usw.
Legende: Mise en place im Gewächshaus – Aber halt: für den Kürbis-Gerstotto fehlt noch der Kürbis! SRF

Zitrusproduzent Niels Rodin ist hierzulande aber nicht nur der einzige Zitrusbauer und ein absoluter Experte wenn es um Zitrus geht, er schreibt auch einen eigenen Kochblog, kocht und isst gerne. Was lag also näher als kurzentschlossen mit ihm den Hauptgang unseres Weihnachtsmenüs zu kochen. Bei dem – aber das ist ja wohl klar – Zitrusfrüchte eine wichtige Rolle spielen.

Zitrusbauer Niels Rodin mit einer Yuzu in der Hand.
Legende: Mit dieser frisch gepflückten Yuzu aromatisiert Zitrusbauer Niels Rodin unseren Kürbis-Gerstotto. Die Yuzu sieht übrigens wie eine kleine schön runde Zitrone aus. Sie hat erstaunlich wenig Saft und viele Kerne. SRF

Und nicht nur das: mit uns kochen Sie an Weihnachten auch ganz relaxt und erst noch vegetarisch. Ja, kochen Sie über die Festtage ruhig mal pflanzenbasiert und machen Sie Ihre Lieben am Tisch auch ohne Fleisch glücklich.

Der Hauptgang: Gerstotto mit Kürbis und Yuzu

Beim Zubereiten des Gerstottos (eine Art Risotto, aber mit Gerste statt mit Reis) mit Yuzu von Zitrusbauer Niels Rodin müssen Sie ein ganz klein wenig Zeit einberechnen. Rollgerste ist kein Fastfood. Dafür können Sie Gerste und Kürbis problemlos schon vorkochen und brauchen dann, wenn die Gäste am Tisch sitzen nur gerade noch für den Finish in der Küche zu stehen.

Gerstotto mit Kürbis und Yuzu
Legende: Ja, es muss nicht immer Risotto sein! – Gerstotto mit Kürbis und Yuzu. SRF

Und punkto Finish: Geben Sie am Schluss, vor dem Servieren, unbedingt nochmals etwas von diesem herrlichen Yuzu-Saft über den Gerstotto. Und falls Sie keine frische Yuzu finden, dann kaufen Sie ein Fläschchen Yuzu-Saft im gutsortierten Grossverteiler oder im japanischen Spezialitäten-Laden.

Dort finden Sie auch das Togarashi-Gewürz, das wir in die Marinade für den Kürbis geben. Ein wunderbares Gewürz aus getrockneter Yuzu, Chili, goldenem und schwarzem Sesam, Mohn und Algen usw. Sie werden dieses Gewürz mit Garantie nicht nur einmal verwenden! Servieren Sie zum Gerstotto mit Kürbis und Yuzu noch etwas Winterspinat und ihre Gäste werden mehr als zufrieden sein.

Das Entrée: Bruschette mit Zitronat-Zitrone, eingelegten Tomaten, Kapern und Oliven

Kein Hauptgang ohne Entrée. Für dieses setzten wir jetzt auf die ganz grosse Zitrusfrucht, die Zitronat-Zitrone. Diese kann nämlich schon mal an die 2 kg wiegen. Sie besteht aus ganz viel Schale und ganz wenig Fruchtfleisch. Aber das ist kein Problem. Wir essen nämlich Fruchtfleisch und Schale.

2 Bruschette mit fein geschnittenen Zedraten, eingelegten Tomaten, Kapern und Oliven auf einem Teller.
Legende: Eine Geschmacksexplosion erster Güte – Bruschette mit fein gehobelter Zedrate, eingelegten Tomaten, Kapern und Oliven. SRF

Wir hobeln die ganze Frucht in hauchdünne Scheiben, geben etwas Olivenöl, Kapern, eingelegte Tomaten und ein paar schwarze Oliven hinzu. Mischen, ziehen lassen und dann kurz vor dem Servieren auf knusprig gerösteten und mit Knoblauch aromatisierten Parisette-Scheiben anrichten. In Begleitung eines knackigen Wintersalats servieren. Ja, so schnell geht stressfrei Kochen an Weihnachten!

Das Dessert: Vanilleglacé mit Lemon Curd

Und ganz egal, ob da überall noch Zimtsterne, Mailänderli und Co. locken – auch unser Weihnachtsmenü wäre keines ohne süssen Schlusspunkt. Ein Dessert gehört einfach dazu. Zaubert den Gästen zuverlässig ein Lächeln auf die Lippen und in unserem Fall – Zitrone sei dank – etwas Sonne auf den Teller.

Ein Schälchen mit Vanilleglacé und Lemon Curd.
Legende: ... und ganz zum Schluss noch was Süsses – Vanilleglacé mit Lemon Curd. SRF

Übrigens: Kochtechnisch verausgaben müssen Sie sich für dieses Dessert nicht. Die Vanilleglacé – von guter Qualität , versteht sich – die kaufen Sie. Und das Lemon-Curd, eine Art Crème aus Zucker, Butter, Ei und Zitronensaft, können Sie in aller Seelenruhe schon am Tag vor dem grossen Fest zubereiten.

Alle Zutaten ausser dem Ei in eine Pfanne geben, bis die Butter geschmolzen ist. Etwas auskühlen lassen und dann ein verquirltes Ei dazugeben und das Lemon Curd über dem Wasserbad vorsichtig eindicken lassen und dabei fleissig, fleissig rühren. Abfüllen und bis zum Fest in den Kühlschank stellen.

Übrigens: Sollte vom Lemon Curd noch etwas übrig bleiben, kein Problem. Lemon Curd schmeckt auch am Tag danach herrlich. Zum Frühstück zum Beispiel, grosszügig auf frischen Toast gestrichen.

Radio SRF 1, Sendung «A point», 13.12.2021, 11.40 Uhr

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