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Vaucher: «Können die Hallen faktisch nur zur Hälfte füllen»
Aus Sport-Clip vom 02.09.2020.
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Verluste trotz mehr Fans Für die Eishockey-Klubs wird das Leid nur gemindert

Die Eishockey-Liga reagiert weit weniger euphorisch auf den Bundesratsentscheid als der Schweizer Fussball.

«Wir hätten uns gewünscht, 100 Prozent aller Sitzplätze nutzen zu können. Das entspricht nicht dem, aber es ist ein wichtiger Entscheid», kommentiert Denis Vaucher die Aufhebung der 1000-Personen-Grenze für Events. Der Direktor der Eishockey-Liga erklärt, warum die Klubs die Hallen ab dem 1. Oktober faktisch nur zur Hälfte füllen können.

Faktisch sind Hallen nur halbvoll

«Alleine durch die Umwandlung der Stehplätze in Sitzplätze verlieren wir 25 Prozent von allen Plätzen. Nimmt man zwei Drittel dieser 75 Prozent, kommt man auf 50 Prozent der Gesamtkapazität.»

Wir starten die Saison voraussichtlich Anfang Oktober.
Autor: Denis VaucherDirektor National League und Swiss League

Die wirtschaftliche Situation der Eishockey-Klubs bleibe unter den gegebenen Bedingungen weiter prekär. «Es werden mehrere Millionen Verlust pro Klub zu Buche schlagen, wenn man nur 50 Prozent der Stadionkapazität nutzen kann», sagt Vaucher. Und: «Wir sind dringend auf Bundeshilfe angewiesen.» Immerhin werde der Einlass der Fans das Leid etwas lindern. «Wir starten die Saison voraussichtlich Anfang Oktober», bestätigt der Liga-Direktor.

Sämtliche Klubs seien daran, das von der Liga vorgegebene Rahmenkonzept umzusetzen. «Es wird Herausforderungen im Ticketing geben. Denn es wird Abonnenten geben, die nicht ins Stadion gehen können, die bereits Karten gekauft haben», führt Vaucher aus.

SCB in Not – EHC Biel stoppt Abo-Verkauf

Der SC Bern werde nicht allen 11'000 Saisonkartenbesitzern Zutritt ins Stadion gewähren können. «Wir werden in den nächsten Tagen prüfen, wie wir da vorgehen werden», sagt SCB-CEO Marc Lüthi. Werden die Plätze ausgelost? «Das werden wir den Fans direkt mitteilen und nicht via Medien», sagt Lüthi.

Die Stehplatzrampe in der Postfinance-Arena in Bern
Legende: Die Stehplatzrampe in der Postfinance-Arena in Bern hat eine Kapazität von 9778 Plätzen. Freshfocus

Auch der EHC Biel macht sich Gedanken, wie er mit der Beschränkung umgehen will. Der Verkauf von Saisonabos wurde gestoppt.

Vom Tisch ist ein Alkoholverbot im Stadion, davon wollte der Bundesrat nichts wissen. «Zum Glück: Zu einem guten Match gehört ein gutes Bier», sagt Lüthi.

HC Davos bangt um Spengler Cup

Gaudenz Domenig, Präsident des HC Davos, rechnet mit erheblichen Verlusten für den Klub: «Es ist nicht die absolute Katastrophe, aber wir sprechen immer noch von einem Verlust von bis zu sieben Millionen Franken.» Sollte der HCD keine Unterstützung erhalten, sei er in seiner Existenz «sehr ernsthaft gefährdet».

Auch der diesjährige Spengler Cup stehe auf der Kippe. «Wir wussten, dass es mit 2500 Personen finanziell nicht machbar gewesen wäre», so Domenig. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Spengler Cup abgesagt werden muss, bleibe gemäss Domenig dennoch gross.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Francis Waeber  (Francis Waeber)
    Ich bin nach wie vor der Meinung, dass alles und jedes finanziell über Wasser gehalten werden muss, bis der Spuk vorbei ist. In Sachen Sport gilt dies für jeden Dorf-"FC Schienbeinstupf", ebenso wie für die Proficlubs. Letztere müssen aber auch endlich einsehen, dass einige von ihnen angesichts der wirtschaftlichen Gesamtsituation sowie ihrer zum Teil absurden Lohnsummen, auf sehr hohem Niveau klagen..... ;-))
  • Kommentar von Domi Bühl  (DomiBuehl)
    Ich verstehe Herr Domenigs Aufregung nicht ganz... letztes Jahr hatte Davos eine Stadion-Auslastung von 62.7%. Klar geht durch den Umbau der Stehplätze ein bisschen was verloren... aber eigentlich ist Davos der einzige Club, welcher bereits letztes Jahr Zuschauermässig Corona-Konform gewesen ist.
  • Kommentar von Nico Stäger  (Nico Stäger)
    Alles was Spass macht verbieten und schön stramm im Gleichschritt vorwärts, um dann im hohen Alter unglücklich ins Grab zu fallen. Keiner hat es so schön vorausgesagt/-gespielt wie Charly Chaplin.