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Schnyder: «Keine Handschrift des Trainers»
Aus Sport-Clip vom 11.02.2021.
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Vor dem Spitzenkampf bei Thun GC: Zum Chaos gesellt sich auch noch die Causa Da Silva

Turbulente Zeiten bei GC. Vor dem Spitzenkampf in Thun sorgt ein Transfer für zusätzlichen Zündstoff.

Wer sich aktuell die Tabelle der Challenge League – nach Verlustpunkten – zu Gemüte führt, sieht: GC grüsst von ganz oben. Mit einem Sieg am Freitag im Spitzenkampf gegen Thun könnte die Tabellenspitze auch faktisch erklommen werden. Das war's dann aber auch mit positiven Schlagzeilen vom Grasshopper Club Zürich.

Eine kurze Chronik der aktuellen GC-Turbulenzen:

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Schnyder: «Zu viele Fehler, keine Führung aus China»
Aus Sport-Clip vom 11.02.2021.
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Die Unruhen in Niederhasli halten verlässlich an. Welche Machtkämpfe toben, ist schwer zu durchschauen. Am Tag vor dem Aufstiegs-Knaller ist auch bei Gegner Thun von «Zündstoff» die Rede. Es geht um den Transfer von Da Silva. «Das Unverständnis über den Abgang zum Ligakonkurrenten war gross», steht in der Medienmitteilung. Sportchef Andres Gerber lässt sich zitieren: «Als ich zum ersten Mal von einem Angebot von GC gehört habe, war Nuno mit dem Kopf bereits weg.»

Der Transfer von Da Silva zeigt, wie schlecht GC sportlich aufgestellt ist.

Thun merkt auch an, man gehe davon aus, dass Da Silva am Freitagabend nicht zum Einsatz komme. Grund ist ein «Gentlemen's Agreement». GC spielt seinerseits nicht mit offenen Karten. In einer Spiel-Vorschau am Donnerstag heisst es auf der Webseite des Klubs: «Beide Hoppers [Da Silva und Ribeiro; Anm.] sind spielberechtigt. Ob sie am Freitagabend im Kader stehen, ist offen.»

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Archiv: Im Dezember 2020 schlägt Thun GC
Aus Sport-Clip vom 11.12.2020.
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Peter Schnyder, SRF-Radio-Reporter und GC-Kenner, ist sich so oder so sicher: «Es ist für GC ein schlechtes Zeichen, wenn man bei einem Konkurrenten auf nicht gerade sympathische Weise einen Spieler holen muss. Das zeigt, wie schlecht GC sportlich aufgestellt ist.»

Wenn es so weiter geht, wird es knapp mit dem Aufstieg.

Sowieso täusche die ordentliche Tabellensituation. «Es läuft überhaupt nicht gut. Viele Spiele wurden nur mit viel Glück gewonnen, die Handschrift des Trainers fehlt», so Schnyder. «Wenn es so weiter geht, wird es knapp mit dem Aufstieg.» In der Stockhorn Arena wartet nun mit den unter Carlos Bernegger wiedererstarkten Berner Oberländern ein echter Gradmesser. Zumal die Zürcher in dieser Saison noch keinen Vollerfolg auf Kunstrasen feierten.

Um die Wogen einstweilen zu glätten, gibt es für GC nur eine Option: in Thun 3 Punkte holen. Am besten ohne Neuzugang Da Silva.

SRF zwei, «sportpanorama», 07.02.2021 19:00 Uhr;

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20 Kommentare

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  • Kommentar von Martin Tschannen  (celmar)
    @Max Flobim: Schon klar, beim FCB ist das immer anderes...Im Fussball geht schon lange nur noch um Geld und ausserdem war GC bis Ende 90er Spitze. Der Aufstieg vom FCB kam nachdem Spross bei GC austieg und Oehri bei Basel begann zu investieren.
  • Kommentar von Max Flobim  (Superwoman)
    @Martin Tschannen: der Vergleich mit dem FCB hinkt, denn die Spieler vom GC gingen nach Basel, um a) sportlich vorwärts zu kommen und b) natürlich auch wegen des Geldes. Das waren alles Spieler, welche damals gerne zu Basel gegangen sind. Einerseits war es das Sprungbrett fürs Ausland (Petric) oder dann für eine erfolgreich Fortsetzung ihrer Karriere mit internationalen Spielen (Smilijanic etc). Einige sind nach ihrer Karriere in Basel geblieben oder zurück gekommen (Cantaluppi).
  • Kommentar von Daniel Hüppin  (Daniel Hüppin)
    Über die Art und Weise, wie der Wechsel von Nuno da Silva von Thun zu GC zustande gekommen ist, kann man streiten. Zuzüge haben aber normalerweise immer den Sinn, eine Mannschaft zu stärken. Das ist für den übernehmenden Klub ja der Sinn von Transfers. Der abgebende Klub kann dafür noch mit etwas Ablöse rechnen, wenn der Vertrag des Spielers noch läuft. Soweit ich weiss, wäre der Vertrag von da Silva bei Thun im Sommer ohnehin abgelaufen. Ob er dann noch zu halten gewesen wäre?