- Lugano lässt Schlusslicht Winterthur am 21. Spieltag der Super League keine Chance und gewinnt 4:1.
- Ein sehenswerter Freistoss und ein blitzschneller Doppelschlag entscheiden die Partie schon vor der Pause.
- Im Parallelspiel trennen sich Lausanne und GC 1:1. Das gleiche Resultat gibt's bei Sion – Luzern.
Die Entscheidung in Lugano ereignete sich kurz vor der Pause. Erst legte Daniel Dos Santos einen hervorragenden Steilpass von Yanis Cimignani mit dem Absatz für Kevin Behrens ab, der aus 6 Metern zum 2:0 nur noch einzuschieben brauchte.
18 Sekunden zwischen Anstoss und Tor
Dann verlor Winterthurs Elias Maluvunu unmittelbar nach Wiederanpfiff den Ball an der Seitenlinie an Mattia Zanotti. Und lediglich 18 Sekunden nach dem Winterthurer Anstoss traf genau dieser Zanotti nach einem blitzsauberen Konter zum 3:0.
Die «Bianconeri» hatten die Partie bereits spektakulär lanciert. Nach 2 gefährlichen Szenen in den ersten 5 Minuten erzielte Anto Grgic nach 13 Zeigerumdrehungen mit einem sehenswerten Freistoss die frühe Führung für das Heimteam.
Lieblingsgegner Winterthur
Nach dem Seitenwechsel beruhigte sich eine in der 1. Halbzeit animierte Partie deutlich. Andrin Hunziker brachte das Schlusslicht per Kopf mit seinem 7. Saisontreffer zwar nochmals auf 1:3 heran. Der Tessiner Heimsieg geriet aber nicht mehr in Gefahr.
In der 79. Minute machte Hadj Mahmoud mit dem 4:1 alles klar. Der aufsässige Lugano-Joker hatte einen Pass von Winterthur-Goalie Stefanos Kapino abgefangen und liess sich alleine vor dem Keeper nicht zweimal bitten. So feierten die Luganesi nach 90 Minuten den 9. Sieg aus den letzten 10 Partien gegen Winterthur und den 5. Super-League-Dreier in Folge.
Die Winterthurer zeigten sich zwar bis zum Ende bemüht, doch letztlich fehlten dem Team von Patrick Rahmen schlicht die Mittel, um das abgeklärte Lugano ernsthaft in Verlegenheit zu bringen. Da sich GC in Lausanne zeitgleich einen Punkt erkämpfte, liegt «Winti» neu 8 Zähler hinter den Zürchern, hat allerdings noch das Nachholspiel gegen St. Gallen in der Hinterhand.
Kein Handshake zwischen Behrens und Koutsias
Für die einzige negative Schlagzeile auf Seiten der Tessiner sorgte einmal mehr Behrens. Der Deutsche, der in der Vorbereitung bei einem Testspiel auf Mitspieler Georgios Koutsias losgegangen war, musste dem Griechen nach 80 Minuten Platz machen. Beim Wechsel verzichtete der 9-fache Saisontorschütze allerdings auf einen Handschlag.
Trainer Croci-Torti erklärte nach dem Spiel: «Dies braucht einfach Zeit und Geduld. Ich brauche keine Freunde in der Mannschaft. Im Moment zählt nur, dass Lugano Erfolg hat.»
So geht's weiter
Beide Teams sind in einer Woche wieder am Samstag im Einsatz. Winterthur peilt zuhause gegen Lausanne den 1. Sieg seit November an. Lugano gastiert im SRF-Livespiel im Letzigrund bei GC.