- Der FC Luzern feiert am 25. Spieltag der Super League einen hochverdienten 4:1-Sieg beim FC Zürich.
- Die Tore für die Luzerner erzielen Matteo Di Giusto, Oscar Kabwit, Bung Meng Freimann und Lucas Ferreira.
- Im Parallelspiel trennen sich St. Gallen und GC 0:0. YB fertigt Winterthur ab.
Luzern konnte den Schwung vom wilden 4:3-Erfolg am Dienstag gegen GC mitnehmen und bezwang mit dem FCZ auch den zweiten Zürcher Klub innerhalb von 4 Tagen. Das Team von Mario Frick nahm das Heft im Letzigrund von Beginn an in die Hand und liess den Gegner selbst kaum zu Chancen kommen.
Nach einer Viertelstunde schlugen die Gäste ein erstes Mal zu. Matteo Di Giusto genoss im Zürcher Strafraum viel zu viele Freiheiten und netzte zur Führung ein. Kurz darauf vergaben Pius Dorn und Lucas Ferreira mit einem Pfostenschuss das nächste Tor noch, doch in der 29. Minute gelang Oscar Kabwit das 2:0.
Huber patzt
Der Kongolese liess Chris Kablan, der bereits beim 0:1 Di Giusto aus den Augen verloren hatte, ins Leere steigen und schloss von der linken Seite ab. Silas Huber im FCZ-Tor liess den Ball, der von Miguel Reichmuth noch abgefälscht worden war, unter den Armen hindurchkullern und gab keine gute Figur ab.
Lediglich eine Minute nach dem 2. Luzerner Tor traf Julian von Moos zum vermeintlichen 3:0. Doch der VAR schaltete sich ein und wies Schiedsrichter Lukas Fähndrich an, das Tor zurückzunehmen. Der Ball war dem Torschützen an die Hand geprallt, diese war allerdings sehr nahe am Körper.
FCZ-Reaktion bleibt aus
Wenn sich die FCZ-Fans dadurch die Einleitung einer Wende – wie beim letzten Duell gegen Luzern (3:2 nach 0:2) – erhofft hatten, wurden sie in der Folge arg enttäuscht. Die Zürcher blieben offensiv über weite Strecken völlig blass und waren defensiv gleichzeitig äusserst anfällig. Vor der Pause hatten sie noch Glück, dass erst Huber das 0:3 verhindern konnte und kurz darauf erneut der Pfosten für den geschlagenen Schlussmann rettete.
Doch auch nach dem Seitenwechsel ging der Innerschweizer Sturmlauf weiter. Nach weiteren vergebenen Top-Chancen durch Kabwit und Ferreira machte Bung Meng Freimann in der 64. Minute mit dem 3:0 alles klar. Der Innenverteidiger verwertete eine Freistossflanke von Di Giusto, dessen Bruder Nevio beim FCZ noch der auffälligste Offensiv-Akteur war, per Kopf. Nur 4 Minuten später konnte Ferreira völlig unbedrängt auf Huber losziehen und das 4:0 markieren.
2 Wermutstropfen für den FCL
In der 78. Minute wurde die Luzerner Gala dann leicht getrübt. Torschütze Freimann brachte Cheveyo Tsawa als letzter Mann zu Fall und flog wegen einer Notbremse vom Platz. In Überzahl kamen die Hausherren wenigstens noch zu einem Ehrentreffer. David Vujevic köpfelte nach einem Eckball seinen Teamkollegen Umeh Emmanuel an, der den Ball mit der Schulter ins Netz lenkte.
In den Schlussminuten verpassten die Innerschweizer in Unterzahl zwar mehrfach das 5:1, am Ende jubelten die Gäste aber über einen völlig verdienten 4:1-Erfolg. Damit zogen sie am Team von Dennis Hediger vorbei und belegen mindestens bis am Sonntag Platz 7. Der FCZ verbleibt mit 28 Zählern derweil auf Rang 9 und läuft Gefahr, am Sonntag wieder von Servette überholt zu werden.
So geht's weiter
Nach der englischen Woche haben die beiden Teams wieder eine kurze Verschnaufpause. Für den FCZ steht am nächsten Samstag allerdings das Derby gegen GC (live bei SRF) auf dem Programm. Luzern empfängt am Sonntag Meister Basel.