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Eigentümer geben Statement ab Reaktion auf Fan-Proteste: Los Angeles FC offen für GC-Verkauf

Beim Spiel gegen Luzern fordert die GC-Kurve die Besitzer auf, den Klub zu verlassen. Diese reagieren klar und deutlich.

Leeres Stadion mit grossem schwarzen Banner und Lichtern darüber.
Legende: Klares Signal der GC-Kurve am Samstag Die Besitzer aus Los Angeles sollen den Klub verlassen. Keystone/Claudio Thoma

Die deutliche Botschaft der GC-Kurve beim Spiel gegen Luzern am Samstag (1:2) war nicht zu übersehen: In grossen, weissen Buchstaben auf schwarzem Hintergrund forderten die Fans die Eigentümer aus Los Angeles mit wenig schonenden Worten auf, den Klub zu verlassen.

Wenig überraschend wurde diese Aufforderung auch in Kalifornien registriert. Der Los Angeles FC, der seit Januar 2024 Hauptaktionär der Grasshopper Fussball AG ist, gab im Zuge der Fan-Proteste am Dienstag ein offizielles Statement ab – und fand dabei deutliche Worte.

Offen für Teil- oder Vollverkauf

«Wir möchten klar festhalten, dass wir offen für Gespräche über einen Teil- oder Vollverkauf der Grasshopper Fussball AG sind, sofern die langfristige Nachhaltigkeit des Klubs sichergestellt ist», heisst es im offiziellen Schreiben des LAFC.

Dazu gehört unter anderem die Deckung des jährlichen Defizits in zweistelliger Millionenhöhe. «In den vergangenen zweieinhalb Jahren haben wir erhebliche Investitionen getätigt, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. Ein bedingungsloser Rückzug unsererseits würde zur Liquidation des Vereins führen», so die Eigentümer weiter.

Die Amerikaner betonen, dass ihnen die Zukunft der Grasshoppers, die von erheblichen finanziellen Herausforderungen geprägt ist, am Herzen liege: «Wir sind dieses Engagement eingegangen, weil wir an den Klub, seine Geschichte und Zukunft glauben.» Gleichzeitig zeigen sie sich mit der sportlichen Entwicklung unzufrieden.

Kurs in Richtung Barrage – aber in welchem Stadion?

Die Lage bei den Grasshoppers ist enorm angespannt. Die 1. Mannschaft hat es trotz des Trainerwechsels von Gerald Scheiblehner zu Gernot Messner nicht geschafft, eine nachhaltige Kehrtwende einzuleiten. Einzig der 2:0-Sieg in Winterthur am 11. April sorgte kurzzeitig für positive Emotionen. Eine Woche später folgte jedoch der nächste Rückschlag: das blamable Cup-Out im Halbfinal gegen Stade-Lausanne-Ouchy (0:2).

Nach der 1:2-Niederlage gegen Luzern deutet nun vieles erneut auf die Barrage hin – es wäre bereits die dritte unter den US-Eigentümern. Weil der Letzigrund zu diesem Zeitpunkt wegen eines Metallica-Konzerts belegt ist und mögliche Alternativen wie Lugano oder Wil GC eine Absage erteilten, ist weiterhin offen, wo die Zürcher das entscheidende Barrage-Heimspiel austragen würden.

Super League

SRF zwei, sportlive, 25.04.2026, 20:10 Uhr ; 

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