- Mit der Meisterfeier vor Augen verliert Thun am 34. Spieltag der Super League gegen Lugano mit 0:1.
- In der Stockhorn Arena vor 10'014 Fans schiesst Ezgjan Alioski die Gäste per spätem Elfmeter zum Sieg (97.).
- Unglücklicher Samstag für die Zürcher Klubs: Der FCZ taucht in Lausanne, GC gegen Luzern.
7 der letzten 8 Heimspiele hatte Leader Thun für sich entschieden, in 12 von 17 Heimpartien hatten 3 Punkte herausgeschaut – doch das bis anhin wohl wichtigste Heimspiel gewannen die Berner Oberländer nicht. Das Team von Mauro Lustrinelli verlor ein umkämpftes Duell mit Lugano spät mit 0:1. Statt vor 10'014 Fans in der Stockhorn Arena vorzeitig den Meistertitel zu feiern, gilt es nun, abzuwarten und zu schauen, wie die Konkurrenz spielt.
Last-Minute-Penalty
Eng waren sie gewesen, die Begegnungen zwischen Thun und Lugano in dieser Saison. Die 1. Begegnung entschied Thun im Tessin mit 2:1 für sich, danach setzte sich Lugano 2 Mal jeweils mit 1:0 durch – und nun eben ein 3. Mal. Ausschlaggebend dafür war eine Aktion im Thuner Strafraum kurz vor Schluss.
Nach einem Tessiner Konter kam Thuns Valmir Matoshi im Strafraum gegen Hadj Mahmoud eindeutig zu spät. Schiedsrichter Luca Cibelli sah das Foul zuerst nicht und liess weiterlaufen – bis sich der VAR meldete. Cibelli studierte die Szene kurz am Bildschirm und entschied dann folgerichtig auf Elfmeter. Diesen verwandelte Ezgjan Alioski abgebrüht zum 1:0 (97.). Bei diesem Resultat blieb es.
Unglücklicher Thuner Abend
Gestohlen ist der Sieg nicht. Mattia Croci-Tortis Team hatte ab der 60. Minute immer wieder am Führungstreffer geschnuppert. Mehrmals konnte der überragende Goalie Niklas Steffen die Thuner vor dem Rückstand bewahren. So etwa auch in der 85. Minute, als Mahmoud aus kurzer Distanz und bester Position am Schlussmann scheiterte.
Die Berner Oberländer ihrerseits blieben ebenfalls nicht chancenlos, agierten häufig aber etwas zu umständlich. Die letzte grosse Möglichkeit verzeichnete Torjäger Elmin Rastoder in der 68. Minute. Der Nationalspieler Nordmazedoniens wurde – typisch für das schnelle Vertikalspiel à la Thun – mit einem hohen Ball lanciert. Nach einer feinen Einzelleistung verzog er aus spitzem Winkel nur knapp.
Das Spiel hatte aus Thuner Perspektive schon unglücklich seinen Lauf genommen. Etwas mehr als 20 Sekunden waren erst gespielt, da wälzte sich Genis Montolio mit den Händen vor dem Gesicht am Boden. Der Spanier – Stamm-Innenverteidiger neben Abwehrchef Marco Bürki – verletzte sich in einem Zweikampf mit Georgios Koutsias unglücklich und musste kurz später ausgewechselt werden. Es passte zu diesem bitteren Abend.
So geht's weiter
Wenn Verfolger St. Gallen am Sonntag in Bern nicht gewinnt, kann Thun den vorzeitigen Meistertitel vom Sofa aus bejubeln. In der Stockhorn Arena findet dazu ein Public Viewing statt, dem auch die Mannschaft beiwohnen wird. Sollte der FCSG gewinnen, würde sich der Meistertriumph um mindestens eine Woche verzögern.
Am kommenden Wochenende reist Thun nach Basel, dieses Samstagabend-Spiel (20:30 Uhr) gibt es live auf SRF zwei zu sehen. Lugano trifft einen Tag später zu Hause auf die Young Boys (16:30 Uhr).