- Im Duell zweier Neo-Trainer schlägt das Pendel zum Auftakt der Relegation Group in der Super League klar zu Gunsten von Lausanne-Sport aus.
- Die Waadtländer fertigen einen schwachen FC Zürich vor Heimpublikum mit 3:0 ab, schon nach 40 Minuten ist der Sieg in trockenen Tüchern.
- GC (11.) kann durch die 1:2-Niederlage in Luzern weiter keinen Druck auf den Stadtrivalen ausüben.
So hat sich Yanick Brecher seine Rückkehr ins FCZ-Tor nicht vorgestellt. In einem Wort ausgedrückt war sie: ernüchternd. Da kam der 32-jährige Keeper, der seine Nummer 1 per Anfang Februar an Silas Huber verloren hat, erstmals nach 12-mal Bankdrücken wieder zum Zug.
Bereits vor der Pause wurde ein bemitleidenswerter Brecher 3-mal bezwungen. Nach einer wenig ereignisreichen Halbzeit 2, was sich im Fall von Lausanne begründen lässt, bedeutete das 0:3 dann auch das frustrierende Schlussresultat aus der Optik der weit gereisten Stadtzürcher.
Ein Unglück kommt selten allein
An dieser Stelle sei Brechers Albtraum-Comeback nochmals kurz aufgerollt:
- 0:1 nach 7 Minuten – Ein langes Zuspiel auf Alban Ajdini hebelt die indisponierte Gäste-Abwehr aus. Der Ball findet weiter zum aufgerückten Morgan Poaty, der Brecher in der kurzen Ecke zur Führung erwischt – mit dem ersten Schuss aufs Gehäuse notabene.
- 0:2 nach 21 Minuten – Ein Missverständnis zwischen Brecher und Mitspieler Lindrit Kamberi wird aus dem Nichts zur Vorlage für den 2. Waadtländer Treffer. Nathan Butler-Oyedeji nimmt dankend an, dribbelt sich konsequent durch und schliesst erfolgreich zum 4. persönlichen Meisterschaftsgoal in der laufenden Saison ab.
- 0:3 nach 40 Minuten – Eine ungeklärte Flanke landet bei Jamie Roche, der von ausserhalb des Strafraums abzieht und die noch leicht abgelenkte Kugel ebenfalls in den Maschen zappeln sieht.
Stimmen zum Spiel
Nur ein neuer Besen erfüllt seinen Zweck
Der FC Zürich erlangte für die Fortsetzung etwas mehr Stabilität. Unter dem Strich blieb er aber vieles, wenn nicht alles schuldig und war zu keiner Zeit zu einer Reaktion fähig. Zum Auftakt der Relegation Group war es also Fehlanzeige mit dem ersehnten Befreiungsschlag. Mittlerweile steht man schon wieder bei der 3. Niederlage in Folge und der 7. aus den letzten 8 Matches. Die Absetzung von Dennis Hediger, verbunden mit dem temporären Aufstieg von Carlos Bernegger als Chef an der Seitenlinie, zeitigte also keine kurzfristige Wirkung. Dass der Relegationsplatz weiter nicht droht, verdankt der Tabellen-10. einzig GC, das beim FC Luzern einmal mehr leer ausging.
Im Gegensatz zu Bernegger feierte Migjen Basha einen gelungenen und infolge des Spielverlaufes entspannten Einstand. Der 39-Jährige trägt zusammen mit Markus Neumayr nach Peter Zeidlers Entlassung bis zum Saisonende die Verantwortung. Nur in Lausannes Fall kehren also neue Besen gut: Denn die Romands fanden eine überzeugende Antwort auf die 0:3-Abfuhr beim FC Sion vor 2 Wochen und vor der Tabellensplittung.
So geht es weiter
Die viertletzten Aufgaben in der Saison 2025/26 präsentieren sich wie folgt: Lausanne-Sport empfängt am Samstag, 2. Mai, den FC Luzern. Gleichentags gastiert Zürich zum Kantonsduell bei Schlusslicht Winterthur.