- Der FC St. Gallen kommt zum Auftakt der Championship Group zu einem späten 2:1-Erfolg über YB.
- Deshalb kann die Thuner Meisterparty beim Public Viewing in der Stockhorn Arena nicht steigen.
- Am 34. Spieltag der Super League feiert Sion einen historischen Sieg in Basel, während sich Servette und Winterthur ein Torspektakel liefern.
Nach der vertagten Meisterfeier am Samstag wäre in der Thuner Stockhorn Arena auch am Sonntag wieder alles für die grosse Party bereit gewesen. Fans und Team wohnten einem Public Viewing bei und verfolgten das Duell zwischen den Young Boys und St. Gallen auf der Leinwand. Auf dieser sahen sie, wie St. Gallens Chima Okoroji mit einem Freistosstor in der 92. Minute der Meisterparty einen Strich durch die Rechnung machte.
Der deutsche Verteidiger mit starkem linken Fuss profitierte davon, dass die Berner Mauer ihren Zweck überhaupt nicht erfüllte. Zwischen 2 YB-Spielern hindurch traf Okoroji in die Goalie-Ecke zum 2:1-Sieg seiner St. Galler im Wankdorf. Bei 4 ausbleibenden Partien beträgt der Rückstand auf Leader Thun noch 11 Punkte – nüchtern betrachtet hat sich der grosse Thuner Triumph also wohl nur um eine Woche verzögert.
Verdienter Ausgleich
Vor dem Siegtor der Gäste hatte sich eher ein Heimsieg der Berner angedeutet. Samuel Essende, der erst in der 71. Minute für den glücklosen Chris Bedia gekommen war, scheiterte mit seinem Versuch in der 86. Minute am hervorragend aufgelegten Lawrence Ati Zigi. Der Ghanaer im St. Galler Tor war auch der Grund gewesen, weshalb YB lange Zeit auf das 1. Tor warten musste.
Erst nach 81 Minuten und zahlreich vergebenen Möglichkeiten konnte ein Grossteil der Fans im Wankdorf jubeln. Nach einem weiten Auskick von Marvin Keller waren sich die FCSG-Verteidiger Jozo Stanic und Hugo Vandermersch nicht einig, wovon Ebrima Colley profitierte. Der Gambier zog allein aufs Tor und traf zum verdienten 1:1.
Elfmetertor aus dem Nichts
Die St. Galler waren mit diesem Zwischenergebnis gut bedient. Völlig aus dem Nichts waren sie in der 64. Minute in Führung gegangen – und das nicht ganz unumstritten. Nach einem Abwurf von Keller eroberte sich «Grünweiss» schnell den Ball, worauf Alessandro Vogt von der Strafraumkante abziehen konnte. Gregory Wüthrich blockte den Abschluss – dabei ging das Leder von seinem Oberkörper an den Arm.
Schiedsrichter Urs Schnyder, der nicht ganz in der Nähe positioniert war, entschied sofort auf Penalty. Weil auch vom VAR kein Gegenargument kam, blieb es dabei. Captain Lukas Görtler verwandelte abgeklärt zum 1:0.
4 Spiele ohne Sieg
Die Young Boys müssen sich nach dem Spiel ganz klar die mangelnde Effizienz vorwerfen lassen. Ohne einen glänzenden Zigi im FCSG-Gehäuse hätten Alvyn Sanches, Alan Virginius & Co. wohl das eine oder andere Tor mehr erzielt. Durch die Niederlage und das 4. sieglose Spiel in Serie bleibt Gerardo Seoanes Team auf dem 6. Rang kleben.
So geht's weiter
St. Gallen empfängt am nächsten Sonntag den FC Sion (14:00 Uhr), kurz darauf duelliert sich YB im Tessin mit Lugano (16:30 Uhr).