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«Sports Awards»: Zusammenfassung
Aus Sport-Clip vom 16.12.2019.
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Berner Sportler ausgezeichnet Kambundji und Stucki sind die Sportler des Jahres

Die Leichtathletin und der Schwinger werden bei den «Sports Awards» geehrt. Auch Roman Josi wird ausgezeichnet.

Das sind die Preisträger in der Übersicht:

Stucki sorgt für Premiere

Seit 1950 wird in der Schweiz jährlich der «Sportler des Jahres» ausgezeichnet. Ein Schwinger konnte in den 69 Jahren den Titel noch nie einheimsen. Bis jetzt. Christian Stucki, der Schwingerkönig 2019, setzte sich mit 30,3 Prozent der Stimmen vor Tennis-Ass Roger Federer (21,6%) und Mountainbiker Nino Schurter (16,0%) durch.

Die Ehrung des bald 35-jährigen Seeländers ist auch ein wenig als Auszeichnung seines Lebenswerks zu verstehen. Mit seinem Triumph beim «Eidgenössischen» in Zug komplettierte Stucki den «Grand Slam» im Schwingsport. 2008 hatte der 198-cm-Hüne den Kilchberger Schwinget und 2017 das Unspunnenfest gewonnen.

Kambundji räumt ab

Bei den Frauen wurde erstmals seit 20 Jahren (Anita Weyermann) wieder einmal eine Leichtathletin ausgezeichnet. Der Berner Sprint-Star Mujinga Kambundji holte sich den Titel «Sportlerin des Jahres» überlegen (38,5%) vor Wendy Holdener (Ski) und Belinda Bencic (Tennis).

Kambundji hatte 2019 bei der WM in Doha Schweizer Sportgeschichte geschrieben und Bronze über 200 m gewonnen. Zuvor hatte noch nie ein Schweizer oder eine Schweizerin bei einer WM in einem Sprint-Final gestanden.

Weitere Leichtathletik-Auszeichnungen

Kambundji durfte sich am Sonntag in Zürich über eine weitere Auszeichnung freuen. Zusammen mit ihren Sprint-Staffel-Kolleginnen Ajla Del Ponte, Sarah Atcho und Salomé Kora heimste sie den Titel «Team des Jahres» ein.

Und auch der «Trainer des Jahres» kommt aus der Leichtathletik und heisst Adrian Rothenbühler. Seit nunmehr 7 Jahren ist der Emmentaler Betreuer, wichtige Bezugsperson und Mentor von Kambundji.

Josi ist der erste MVP

Die erstmals vergebene Auszeichnung «MVP des Jahres» für den Mannschaftssportler des Jahres ging an Roman Josi. Der Captain des NHL-Teams Nashville Predators wurde per Handy aus Übersee zugeschaltet. Der Berner Verteidiger liess unter anderem Clint Capela (NBA/Houston Rockets) hinter sich.

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Josi freut sich im Teambus in New York über die Ehrung
Aus Sport-Clip vom 15.12.2019.
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«Paralympische Sportlerin des Jahres» wurde Rollstuhlsportlerin Manuela Schär, die seit Jahren über die Marathondistanz dominiert. Als beste Newcomerin («SRF 3 Best Talent Sport») war schon am Donnerstag Sina Frei (Mountainbike) geehrt worden.

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Schär: «Habe noch eine offene Rechnung mit den Paralympics»
Aus Sport-Clip vom 16.12.2019.
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Künstler aus dem In- und Ausland

Die Gala-Show in den SRF-Studios in Zürich wurde musikalisch untermalt von internationalen Künstlern wie Adel Tawil oder Schweizer Artisten wie Stress. Einige Sportler wie Holdener, Corinne Suter, Jérémy Desplanches oder Capela konnten dem Anlass nicht beiwohnen. Sie wurden aber wie Josi live zugeschaltet. Roger Federer schickte eine Videobotschaft.

Sendebezug: SRF 1, «Sports Awards», 15.12.19, 20:05 Uhr

44 Kommentare

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  • Kommentar von marlene Zelger  (Marlene Zelger)
    Da sieht man wieder mal die Bewertung bei behinderten und nicht behinderten Sportgrössen. Mujinga Kambundji wurde wegen ihrer nur Broncemedaille zur Sportlerin des Jahres gekürt. Die Rollstuhlsportlerin Manuela Schär, die einen Erfolg nach dem andern erzielte und gar den Weltmeistertitel trägt, hätte diesen Titel eher verdient. Aber eben, man weiss es ja. Auffallend war, wie schnell die Sparte Behindertensport über die Bühne ging. Nicht mal ein Interview mit Manuela Schär wurde geführt. .
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  • Kommentar von Matthias Prétot  (maetthe)
    Habe die gleiche Frage letztes Jahr schon gestellt und da ich damals keine Antwort bekam, stelle ich sie halt dieses Jahr wieder: Warum gibt es bei den Behindertensportlern nur eine gemeinsame Kategorie Männer und Frauen? An den Wettkämpfen ist das ja auch nicht so und herausragende Leistungen gibt es sowohl bei den Frauen, als auch bei den Männern.
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    1. Antwort von Thomas F. Koch  (dopp.ex)
      Die Frage ist berechtigt, aber aus meiner Sicht nicht zu Ende gedacht.

      Wenn schon müssten dann alle Kategorien aufgeteilt werden. Auch die Best Talents könnten in zwei Kategorien verteilt werden. Dazu gibt es auch Trainer und Trainerinnen. Ebenso werden die Mannschaftssportarten in den meisten Sportarten (gibt es Ausnahmen) nach Geschlechtern getrennt ausgetragen.
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    2. Antwort von Jaro Bels  (Gotod)
      Nicht nur das. Wie so bekommen Sie dann auf der Bühne ein Bruch der Zeit der Anderen zur Verfügung?
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    3. Antwort von SRF sportmultimedia (SRF)
      Guten Tag

      In der Kategorie «Paralympische Sportler» (bis 2018: «Behindertensportler») werden seit über 30 Jahren die besten Athletinnen und Athleten in paralympischen Sportarten geehrt. Auch in den Kategorien «Trainer», «Teams» und «MVP» wird nicht nach Geschlecht unterschieden. Die Nominationskriterien sind für Frauen wie Männer dieselben.
      Eine Rolle spielt dabei auch die zur Auswahl stehende Menge der Athletinnen und Athleten: So bewegt sich nur eine beschränkte Zahl Schweizer paralympische Sportlerinnen und Sportler auf internationalem Topniveau. Deshalb wäre eine Aufsplittung der Kategorie nach Geschlecht nicht sinnvoll.
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    4. Antwort von marlene Zelger  (Marlene Zelger)
      Soso, SRF, nicht sinnvoll? Und ist es auch nicht sinnvoll, aus dem Behindertensport eine Kandidatin, und einen Kandidaten für den Titel zu nominieren? Warum wird der Behindertensport dem normalen Sport nicht gleichgestellt? Das wäre doch Integration von Minderheiten, wie dies auch politisch mit bier lebenden Minderheiten geschieht.
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    5. Antwort von Toby O.  (Bubuu)
      @ Marlene Zelger
      Die Antwort von SRF mach sehr wohl Sinn. Bei den paralympischen Sportler*innen ist die Dichte einfach weniger hoch. Das bedeutet nicht, dass deren Leistungen weniger wert sind oder sie weniger hart dafür gearbeitet haben. Aber als Vergleich: Klassenbester in einer Klasse mit 1000 Schüler*innen zu sein ist etwas anderes als Klassenbester zu sein in einer Klasse mit 100 Schüler*innen. Das bedeutet nicht, dass Letztgenannter weniger geleistet hat. Es ist einfach nicht vergleichbar
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  • Kommentar von jean-claude albert heusser  (jeani)
    Herzliche Gratulation an Chrigu und Mujinga, absolut verdiente Wahl an die zwei Sympatieträger!
    Alles Gute auch im 2020, bleibt gesund und Frohe Weihnachten!
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    1. Antwort von marlene Zelger  (Marlene Zelger)
      Liebe Mujinga, damit Du bei den nächsten Sport Awards den Titel erneut aber ehrlich verdienst, musst Du eine Goldmedaille holen, gell. Bronce genügt nicht. Der Titel ist zu kostbar.
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    2. Antwort von Flumi Del Mar  (Flumi)
      Madame Zelger, es ist durchaus flott wie sie hier für den Behindertensport "weibeln". Diese (Behinderten)Sportler leisten wirklich grossartiges, nicht nur im Sport. Das gibt ihnen ab nicht das Recht die Leistung von Mujinga zu schmälern. Wann hatten wir den schon eine Sprintmedaille an deiner LA-WM?
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