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Wenig Platz, viel Grün Bereit für Balkonien? Tipps für die Mini-Oase

Nach dem Kälteeinbruch ist endlich der Frühling zurück! Zeit, den Balkon fit zu machen. Mit diesen Tipps schafft man sich auch ohne Garten eine kleine Oase.

Der Traum vom eigenen Garten

Wassermelonen vom eigenen Balkon? Klingt nach dem ultimativen Sommergefühl! Die Wahl soll dabei auf eine kleinere Sorte fallen, zum Beispiel «Sugar Baby». Allgemein funktionieren kleinere Gemüsesorten besser für das Balkonbeet und das Gemüse sollte eher früher geerntet werden.

Was angepflanzt werden soll, wird hauptsächlich durch die Besonnung bestimmt. Besonders gut gedeiht das Gemüse auf sonnigen bis halbschattigen Balkonen, die von mittags bis möglichst spät abends gut besonnt sind. Wenn der Balkon nur Morgensonne hat, dann kommen vorwiegend Kohlrabi und Randen optimal. Und wenn die Terrasse gar keine Sonne zu Gesicht bekommt, sind Wildkräuter die ideale Wahl.

Mehr Biodiversität

Wenn man an Balkonblumen denkt, kommen einem vermutlich Geranien in den Sinn. Schön sehen diese ja aus, doch den Insekten nützen diese nicht viel. Mehr Biodiversität bieten hingegen Wildblumen.

Dabei wählt man am besten einen bunten Mix an Farben, Formen und verschiedenen Blütezeiten. So ziehen Blüten mit kurzen Kelchen vor allem Wildbienen an, Blüten mit tieferen Kelchen Schmetterlinge und Hummeln.

Aus Abfall mach Erde

Egal ob Gemüse oder Blume, die Basis für einen grünen Balkon ist immer die richtige Erde. Zum Anpflanzen eignet sich Erde ohne Torf am besten. SRF-Gartenexpertin Silvia Meister rät, die gekaufte Erde immer mit etwas zu mischen – zum Beispiel zwei Teilen Gartenerde, und je einem Teil gut gereiftem Kompost beziehungsweise Sand.

Wer keine Angst vor Mitbewohnern hat, kann die Komposterde gleich selbst herstellen: Wurmkomposte brauchen nicht viel Platz und passen problemlos auf den Balkon. Falls Haustiere unerwünscht sind, ist die Alternative der Bokashi-Kompost – dort machen Mikroorganismen den Job der Würmer.

Bienenhotel: Was bringen sie wirklich?

Wenn man mit den Blumen und Pflanzen die Wildbienen angelockt hat, dann muss die Gastfreundschaft nicht hier aufhören. Ein Aufenthalt für die Brut im Bienenhotel darf ruhig drinliegen. Doch wie viel bringen die Gaststätten wirklich?

Der «Kassensturz» zeigt, dass viele zwar hübsch sind, aber für die Insekten wenig taugen. Besser ist es, wenn man sich selbst etwas zusammenzimmert. Eine Anleitung finden Sie hier. Wichtig ist auch, dass das Hotel regelmässig gewartet wird.

Mit dem Gehäuse alleine kann man dem Bienensterben zwar nicht entgegenwirken, doch schärfen Naturbeobachtungen die Sensibilität für die Insekten.

Was darf man auf dem Balkon?

Die Blumen blühen, die Bienen summen – was fehlt noch? Deko! Doch: Was darf man auf dem Balkon alles? Grundsätzlich gilt: Mieterinnen und Mieter dürfen den Innenraum ihres Balkons genauso nutzen, wie ihre Wohnung. Man darf Lampen und Bilder aufhängen, einen Sonnen- oder Sichtschutz montieren oder ein Katzennetz.

Die Installationen müssen allerdings leicht wieder demontierbar sein und keine bleibenden Schäden hinterlassen. Zudem dürfen sie den «optischen Gesamteindruck» der Liegenschaft nicht stören. 

Übrigens: Laut Musik draussen hören ist verboten, während Grillieren nicht per se untersagt ist – die Wahl sollte allerdings auf ein raucharmes System fallen. Darum: Kopfhörer auf, Elektrogrill an!

Radio SRF 1, Ratgeber, 1.4.2026, 11.08 Uhr ; 

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