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Ralf Schlatter: Muttertag

Die Mutter wird man nicht los. Ist es Liebe, Anhänglichkeit, Abhängigkeit? Kann man sich von der Familie und den Ahnen je befreien? In «Muttertag» erzählt Ralf Schlatter von solchen und anderen unerhörten Themen.

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Eine Mutter will sterben und ihr Sohn soll ihr dabei helfen. Er braucht Zeit und Bewegung, um nachzudenken. Zu Fuss geht er von Zürich nach Schaffhausen, Stunde um Stunde von einer Stadt zur andern dem Selbstmord der Mutter entgegen. Unterwegs versucht er sie, die ihm ein Leben lang fremd war, endlich zu verstehen. Deren Strahlen er als Maske empfand und die ihre zugeschriebene Rolle pflichtbewusst ausgefüllt hat. Er sucht nach Antworten, warum er sie trotz ihrer Aufopferung nicht zurückliebt. Er beobachtet die Natur und denkt sich zu jeder vollen Stunde einen möglichen Abschied von ihr aus.

Ralf Schlatter erzählt in seinem Roman «Muttertag» von Unausgesprochenem in der Familie, von Einsamkeit und der Bedeutung der Vorfahren. Dabei regt er zum Nachdenken an über die Beziehung zu den eigenen Eltern und Wahrhaftigkeit im Zusammenleben.

Wir sprechen mit dem Autor und Kabarettist über festgefahrene Verhaltensmuster, das Frauenbild der 1970er Jahre, über Pilgerreisen, Vogelbeobachtungen und Tragikomik.

Buchhinweis:
Ralf Schlatter: Muttertag. Limbus Verlag, 2020.