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Fatima Moumouni «Bei Harry Potter war ich richtig im Wahn»

 Fatima Moumouni
Legende: Mag Bücher von Chimamanda Ngozi Adichie: Spoken-Word-Künstlerin Fatima Moumouni. srf

Die Spoken-Word-Poetin Fatima Moumouni war zu Gast im Literaturclub. Uns verrät sie, welche Bücher auf ihrem Nachttisch darauf warten, fertig gelesen zu werden.

Fatima Moumouni

Fatima Moumouni

Spoken-Word-Künstlerin

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Die Spoken-Word-Poetin Fatima Moumouni stammt aus München und lebt in Zürich. Sie performt auf vielen Slam-Poetry-Bühnen im deutschsprachigen Raum. Daneben studiert sie Ethnologie und Volkswirtschaft. Sie engagiert sich für muslimischen Poetry Slam und gegen Rassismus. Aktuell ist sie Gastgeberin der Talk-Reihe «Das Ende der Sicherheit», Link öffnet in einem neuen Fenster am Theater Neumarkt in Zürich.

SRF: Ihr liebstes Buch – gibt es das?

Fatima Moumouni: Nein, das wechselt immer wieder. Jedes Mal, wenn ich wieder ein Buch lese, das mich fasziniert, denke ich: «Wow, das ist es jetzt!»

Bei welchen Büchern ist das passiert?

Ich nenne jetzt mal drei: «Half of a Yellow Sun» von Chimamanda Ngozi Adichie. «11/22/63» von Stephen King. «Von der Zunahme der Zeichen» von Senthuran Varatharajah.

Ihr bevorzugter Leseort?

Wenn ich Zeit habe (lacht). Einen konkreten Ort habe ich nicht. Es muss gemütlich sein. Und ich muss den Kopf frei haben.

Mehrere Bücher gleichzeitig? Oder immer eines nach dem anderen?

Sehr oft mehrere Bücher gleichzeitig.

Tausendmal angefangen, immer ist was dazwischengekommen.

Ein Buch, das Ihnen die Liebe zum Lesen eröffnet hat?

«Harry Potter»! Ich war da richtig im Wahn, weil diese Bücher so dick sind. Als Viertklässlerin denkt man da: Wie schaff ich das? Dann hat man das in ein paar Tagen durch und ist richtig stolz. Und dann gibt’s auch noch sieben Stück davon. Das ist richtig gut.

Ein Buch, bei dem Sie zuletzt laut lachen mussten?

Bei Wolf Haas. Irre! Da musste ich sehr oft laut lachen. Oder kichern.

Eine Leseleiche – ein Buch, das Sie niemals beenden?

Angefangen hat es mit «Die Leiden des jungen Werther». Drei Mal hab ich angefangen, nie hab ich es fertig gelesen. Genauso wie Hesses «Der Steppenwolf». Und jetzt aktuell Assaf Gavron: «Achtzehn Hiebe». Das habe ich tausendmal angefangen – und immer ist was dazwischengekommen.

Milo Rau, Nicola Steiner und Fatima Moumouni diskutieren im Literaturclub über vier neue Bücher.
Legende: Milo Rau, Nicola Steiner und Fatima Moumouni diskutieren im Literaturclub über vier neue Bücher. srf

Ein Buch, das Sie gerne verschenken?

«Der Ursprung der Welt» – der Comicband von Liv Strömquist über das Zentrum des weiblichen Lustempfindens.

Ein Buch, das Sie gerne Kindern vorlesen?

Ich will eigentlich selbst eins schreiben. Ich mag sehr gerne die «Good Night Stories for Rebel Girls». Das sind kurze Stories über starke Frauen aus Geschichte, Wissenschaft, Business und so weiter.

Ein Buch, dem Sie mehr Leser wünschen?

Ich habe vor kurzem ein Buch eines südafrikanischen Autors gelesen, «Little Suns» von Zakes Mda. Ich hätte mir gewünscht, dass es mehr Leute gelesen hätten, damit ich mit ihnen darüber reden kann.

Ein Buch, das das Thema Rassismus gut auf den Punkt bringt?

Das vorletzte Buch von Chimamanda Ngozi Adichie – «Americanah». Und «Exit Racism» von Tupoka Ogette. Sie gibt Rassismus-Workshops und teilt ihre Erfahrungen daraus.

Das Gespräch führte Markus Tischer.

1 Kommentar

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  • Kommentar von Max Blatter (maxblatter)
    Was mich betrifft, passierte bei "Harry Potter" etwas eigenartiges: Nach dem sechsten Band (an dessen Ende Ex-Todesser Professor Snape den Headmaster Professor Dumbledore tötet) war ich stocksauer auf die Autorin, indem ich etwa dachte: Harry Potter und seine Freunde haben Snape in den ersten Bänden noch und noch verdächtigt, immer zu Unrecht - warum ziehst du dieses Plädoyer gegen Vorurteile nicht durch und machst aus Snape nun doch einen Verräter? Rowling hatte auch mich hereingelegt ...
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