Die Krankenkassenprämien in der Stadt Zürich sind die höchsten im ganzen Kanton. Laut dem Bundesamt für Statistik zahlt die Bevölkerung dort im nächsten Jahr 18 Prozent mehr als Versicherte in ländlichen Gebieten. Nun will eine Initiative ärmere Menschen in der Stadt finanziell entlasten.
Die Volks-Initiative zur Entlastung der Bevölkerung von steigenden Krankenkassen-Prämien verlangt, dass die Stadt jährlich einen Krankenkassen-Zuschuss von 60 Millionen Franken bezahlt. Einkommensschwache Personen sollen so mit bis zu 500 Franken im Jahr unterstützt werden.
Die Initianten von SP und Grünen sehen zwingenden Handlungsbedarf. Ein Grossteil der Bevölkerung, mittlerweile auch der Mittelstand, leide unter den steigenden Krankenkassenprämien. Die Beiträge von Bund und Kantonen reichten nicht, deshalb müsse die Stadt einspringen.
Gemeinderat und Stadtrat lehnen die Initiative ab. SVP, FDP, Mitte und GLP finden, dass Problem müsse an der Wurzel gepackt werden. Heisst: Die Gesundheitskosten müssten gesenkt werden.