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Legende: Video USA verstärken Truppen in Nahost (engl.) abspielen. Laufzeit 01:22 Minuten.
Aus News-Clip vom 11.05.2019.
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Erhöhter Druck auf Teheran USA rüsten in Nahost weiter auf

  • Washington erhöht den militärischen Druck auf Teheran. Wegen des Konflikts mit dem Iran wird die Militärpräsenz im Nahen Osten weiter verstärkt.
  • Wegen der erhöhten Gefahr eines iranischen Angriffs werde ein Kriegsschiff und ein Flugabwehrraketensystem in die Region verlegt, erklärte das US-Verteidigungsministerium.

Der kommissarische Verteidigungsminister Patrick Shanahan stimmte der Verlegung der «USS Arlington» und eines Patriot-Systems in die Nahost-Region zu, hiess es im Pentagon.

Zuvor verlegte das Ministerium bereits den Flugzeugträger «USS Abraham Lincoln» und eine Bomberstaffel in den Nahen Osten. Begründung: Es gebe Hinweise darauf, dass der Iran Angriffe auf US-Truppen unternehmen könne. Zu Details über die iranischen Drohungen hielt sich die US-Regierung aber bedeckt.

Militäreinsatz nicht ausgeschlossen

Wie auch im Fall des Flugzeugträgers war die Verlegung der «USS Arlington», Link öffnet in einem neuen Fenster in die Region bereits länger geplant, wurde aber nun beschleunigt. Das Pentagon wollte am Freitag keine Angaben zum Zeitplan und dem genauen Ort der Verlegung machen und begründete dies mit Sicherheitsmassnahmen. Man beobachte die Aktivitäten der iranischen Regierung sehr genau, hiess es nur.

Bereits am Donnerstag forderte der US-Präsident die Führung der Islamischen Republik dazu auf, zur Verabredung eines Treffens bei ihm anzurufen. Einen Militäreinsatz könne er angesichts der Spannungen nicht ausschliessen.

Warnung vor Attacken auf Frachtschiffe

Auf einem US-Stützpunkt in Katar trafen inzwischen Langstreckenbomber des Typs B-52 ein, deren Verlegung das US-Militär vor einigen Tagen angekündigt hatte.

Die US-Seefahrtsbehörde warnte unterdessen Frachter und Öltanker vor Attacken des Iran beim Passieren der Seewege im Nahen Osten. Ziele könnten Schiffe der Handelsmarine oder US-Kriegsschiffe im Roten Meer, im Persischen Golf oder in der Meerenge von Bab al-Mandab sein.

«Amerika ist unzuverlässig»

Am Freitag lehnte Teheran das Gesprächsangebot von US-Präsident Donald Trump ab. Es werde keine Unterredungen mit den Amerikanern geben, sagte ein Vertreter der einflussreichen Revolutionsgarden der halbstaatlichen Nachrichtenagentur Tasnim zufolge.

«Unsere Nation (...) betrachtet Amerika als unzuverlässig», führte der für politische Angelegenheiten der Elitetruppe zuständige Vize-Chef, Jadollah Dschawani, demnach aus. Die USA sollten es nicht wagen, militärisch gegen den Iran vorzugehen, warnte er.

Bei den Freitagsgebeten in der Stadt Isfahan drohte ein iranischer Geistlicher mit der Zerstörung des US-Flugzeugträgers «Abraham Lincoln»: «Ihre Milliarden-Dollar-Flotte könnte mit einer einzigen Rakete zerstört werden», erklärte er einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur ISNA zufolge.

Iran: US-Soldaten sind «Terroristen»

Der Dauerstreit über das Atomprogramm des Iran verschärfte sich zuletzt wieder. Genau ein Jahr nach der einseitigen Aufkündigung des internationalen Atomabkommens durch Trump setzte die Teheraner Führung am Mittwoch einige Verpflichtungen der Vereinbarung aus. Trump ordnete neue Sanktionen gegen den Iran an.

US-Aussenminister droht Teheran

Die Revolutionsgarden spielen in dem Konflikt mit den USA eine zentrale Rolle: Nachdem Trump die Elite-Truppe des regulären iranischen Militärs als Terrororganisation eingestuft hatte, betrachtet der Iran nun alle US-Truppen im Nahen Osten offiziell als «Terroristen». In den USA werden Angriffe auf die in der Region stationierten Soldaten befürchtet.

Legende: Video Iran auf Konfrontationskurs abspielen. Laufzeit 06:39 Minuten.
Aus 10vor10 vom 08.05.2019.
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84 Kommentare

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  • Kommentar von Christian Szabo  (C. Szabo)
    Die USA und noch viele andere Länder haben ihr "eigenes" Staatsgebiet durch Betrug, Vergiftung, Aushungern; Massakern an idigenen Bevölkerungen "erobert". Und in der aktuellen Zeit gehen sie abgewandelt mit ähnlichen Methoden vor, um sich die ganze Welt unter zu ordnen. Das ist leider Realität. Meistens wird die finanale Aktion mit überlegenen Waffen ausgeführt. Dass sich potentielle Opfer mit allen möglichen Methoden wehren (dürfen), ist völlig legal und verständlich.
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  • Kommentar von thomas hächler  (t.haller)
    ich hoffe sehr, dass der Iran seine s-300 Luftabwehrraketen bereit hält. Dann können sie im Fall der Fälle einen Amiflieger nach dem anderen abschiessen. Die Israelis haben sich schon beklagt, dass der Iran seit der Installation des S-300 Systems praktisch nicht mehr angreifbar ist.
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    1. Antwort von Haller Hans  (H.Haller)
      Die Russen würden ihr System vom Typ S-300 nicht an die Türkei liefern, wenn diese S-300 so gut wären wie Sie glauben. Man wird dieses System offenbar genau so bald lahmlegen wie damals die SAM's und andere Abwehrraketen-Systeme. Sicher es wird da etwas schwierig, aber es ist lösbar, reine Frage der Taktik und des Vorgehens. Und die Israeli's schaffen das wirklich. - Also freuen Sie sich nicht zu früh. Jedes System hat einen Life-Cycle von top zu Schrott, jedes System !
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  • Kommentar von Christian Szabo  (C. Szabo)
    Der ganze Konflikt hat das Ziel, Chinas Zugang zu möglichst vielen strategischen Rohstoffen zu unterbinden. Damit können die USA China als aufstrebende 2. Weltmacht in Schach halten. Rohstoffversorgung ist die Achillesferse Chinas. Das weiss die USA genau. Ebenso wirkt sich dies negativ auf die Neuen Seidenstrassen aus.
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