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Knackpunkt Atom-Programm Trump droht Iran mit neuen Wirtschaftssanktionen

  • US-Präsident Donald Trump droht dem Iran mit der Verschärfung der Sanktionen.
  • Trump begründet seine Drohung damit, dass das Regime in Teheran angeblich schon lange gegen das Atomabkommen verstossen und heimlich Uran angereichert habe.
  • Für Trumps Behauptung gibt es keine Belege. Zudem ist bislang nicht klar, wie die USA die Sanktionen verschärfen möchten.
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Aus dem Archiv: Iran und USA rasseln weiter mit dem Säbel
Aus 10vor10 vom 08.07.2019.
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Derweil ist der Gouverneursrat der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) zu einer Sondersitzung zusammengekommen, um über die ungewisse Zukunft des Atomabkommens zu beraten.

Die USA werfen dem Iran dabei vor, mit seinem Teilausstieg aus dem Abkommen die internationale Gemeinschaft erpressen zu wollen. «Irans aktuelle Position in Atomfragen zielt klar auf eine Eskalation der Spannungen statt auf deren Entschärfung», sagte die US-Botschafterin Jackie Wolcott. Sie rief Teheran daher auf, den Teilausstieg rückgängig zu machen.

USA wollen verhandeln

Gleichzeitig betonte Wolcott, dass die USA «zu Verhandlungen ohne Vorbedingungen» bereit seien. «Wir sind weiterhin bereit und warten auf entsprechende diplomatische Bemühungen», sagte Wolcott. Der einzige Weg, um eine Entlastung von den Sanktionen zu erreichen, sei über Verhandlungen und nicht über eine «atomare Erpressung».

Der Iran erteilte Forderungen nach Änderungen am Atomabkommen am Mittwoch aber erneut eine Absage. «Wir reden nur über das, was im Atomdeal steht. Kein Wort mehr, aber auch kein Wort weniger», sagte Aussenamtssprecher Abbas Mussawi nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA.

Der iranische Aussenamtssprecher Mussawi betonte zudem, dass sein Land im Atomdeal bleiben wolle, wenn die für das Land vorteilhaften wirtschaftlichen Teile des Abkommens umgesetzt würden. «Für Diplomatie sind wir weiterhin offen, aber keine Lippenbekenntnisse zum Atomdeal, sondern konkrete und praktische Lösungen.»

Stufenweise Eskalation

Die USA waren im Mai 2018 einseitig aus dem Abkommen ausgeschert und hatten scharfe Sanktionen gegen Teheran wieder in Kraft gesetzt. Teheran hatte zuletzt höhere Uranvorräte als erlaubt. Auch die zulässige Obergrenze bei der Anreicherung des Urans war jüngst überschritten worden. Der Iran bestreitet, Atomwaffen bauen zu wollen.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Navid Fallah  (Navid Fallah)
    Ich kann das nicht verstehen! Amerika kündet einseitig den Vertrag, verhängt Sanktionen.. spioniert ohne Erlaubnis..fördert Saudi Arabian der 1000 mal schlimmer ist wie der Iran und führt Kriege im Irak, Afghanistan und Syrien.. Hauptsache keiner sagt was.. Das schlimmste kommt nich.. Amerika zu anderen Länder: Hilft mir mein verbrechen durchsetzen.
    Die Mullahs machen sehr viel richtig, aber ein grossen Fehler machen die seit Jahren.. Sie müssen dem Bevölkerung vom Iran die Freiheit schenken.
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  • Kommentar von Simon Weber  (Weberson)
    Hallo Herr Präsident: Ich warte immer noch gespannt auf Beweise, um solche erpresserische und auf Eskalation ausgelegte Sanktionen gegen den Iran verstehen zu können. Bitte schnellstmöglich vorlegen. Sie haben dies bereits bei Ihrem einseitigen Vertragsausstieg (eigentlich Vertragsbruch) versäumt zu tun. Bitte holen Sie das unverzüglich nach, danke.
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  • Kommentar von Alexander Ognjenovic  (Alex)
    Staaten die die Menschenrechte verletzen wie zum Beispiel der Iran, Türkei, Saudi Arabien, Albanien, Kroatien usw... verdienen Wirtschaftssanktionen! Ausnahmsweise handelt die USA richtig! Nicht richtig finde ich die Sanktionen der USA gegen Russland, Serbien, China, Korea, Myanmar, Phillipinnen und viele weitere Staaten! Diese Länder haben keine Menschenrechtsverletzungen begangen weshalb Sanktionen der USA in diesen Fällen völlig sinnlos sind!
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    1. Antwort von Hans Bernoulli  (H.Bernoulli)
      Der Staat, der in erster Linie Sanktionen verdient hätte und dessen Politiker vor ein Kriegsverbrechertribunal gestellt werden müssten, währen die USA.
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