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Aus 10 vor 10 vom 19.04.2021.
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Machtkampf in der Union CDU-Vorstand für Laschet als Kanzlerkandidaten

  • Der CDU-Vorsitzende Armin Laschet soll nach dem Willen des Bundesvorstandes seiner Partei Kanzlerkandidat der Union in Deutschland werden.
  • Am Dienstagmorgen stimmten 31 Personen im Vorstand (77.5 Prozent) für Laschet.
  • Neun CDU-Politiker sprachen sich für CSU-Chef Markus Söder aus (22.5 Prozent). Sechs enthielten sich.
  • Wesentlich wird nun sein, ob Söder die Entscheidung akzeptieren und seinen Rückzug erklären wird.

Mit dem Votum des CDU-Vorstandes ist der tagelange Machtkampf um den Spitzenposten für die Bundestagswahl in Deutschland im September voraussichtlich entschieden, weil die CSU diese Frage zuvor in die Hand der CDU gelegt hatte. Dies entscheide die CDU jetzt «souverän», hatte CSU-Chef Markus Söder gesagt. «Wir als CSU – und auch ich – respektieren jede Entscheidung.»

Armin Laschet nimmt seine Atemschutzmaske ab
Legende: Nach rund siebenstündiger Debatte hat sich Armin Laschet den Rückhalt des CDU-Bundesvorstandes gesichert. Keystone

Warten auf die Fraktionssitzung

In der CDU wird damit gerechnet, dass Laschet durch die deutliche Unterstützung im Vorstand die endgültig besseren Karten im Rennen hat. Entscheidender Test für die Akzeptanz der Entscheidung wird die Sitzung der CDU/CSU-Fraktionssitzung heute Dienstag werden.

Dort hatten Söder-Anhänger bereits eine Kampfabstimmung angekündigt. Dagegen sprachen sich aber etliche Fraktionsvizes aus. Zudem machte auch Söder klar, dass er nicht nochmals in die Fraktion gehen werde.

Markus Söder in Nahaufnahme
Legende: Es wird erwartet, dass CSU-Chef Markus Söder seinen Rückzug bekannt geben wird. Keystone

Machtkampf um Spitzenkandidatur

Seit vorvergangenem Sonntag hatten sich der 60-jährige Laschet und der 54-jährige Söder eine zunehmend härter werdende Auseinandersetzung geliefert. Dabei führte Söder immer wieder seine erheblich besseren Umfragewerte ins Feld, aus denen er grössere Erfolgsaussichten bei der Bundestagswahl am 26. September ableitet.

Seinen vorläufigen Höhepunkt fand der Machtkampf in der Nacht zum Montag, als Laschet und Söder in einem Bundestagsgebäude rund dreieinhalb Stunden im kleinen Kreis miteinander verhandelten. Auch dieses Gespräch blieb jedoch ohne Einigung.

Die CSU ist die Schwesterpartei der CDU in Bayern. Sie tritt nur im Bundesland Bayern an, die CDU nur in den übrigen 15 deutschen Bundesländern. Im Bundestag bilden beide eine gemeinsame Fraktion, bei Bundestagswahlen stellen sie einen gemeinsamen Kanzlerkandidaten auf. Dieser wurde bislang üblicherweise im Konsens ermittelt.

SRF 4 News, 20.04.2021, 01.00 Uhr;

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20 Kommentare

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  • Kommentar von Urs Heim  (Ursus)
    Wenn Laschet das Rennen macht bedeutet das eine d. Schwächung der CDU-CSU Fraktion. Laschet ist definitiv der weniger populäre Kandidat, der zwar durch seine Linientreue und Führungsqualitäten zu punkten vermag, doch im allgemeinen ziemlich farblos daherkommt. Zu Zeiten als die CDU-CSU noch fester im Sattel der Macht saßen, spielte der Faktor Popularität weniger eine Rolle, denn die Wählergust war unerschütterlich stark. Das jetzt die Grünen ernsthaft eine Kandidatur präsentieren spricht Bände.
  • Kommentar von jean-claude albert heusser  (jeani)
    Frage mich, schon was das bringt einen Kanzler Kandidaten zu nominieren, welche im Volk so schlechte Werte hat und so wenig Zustimmung geniesst?
    1. Antwort von Andrea Esslinger  (weiterdenken)
      Weil Laschet der viel bessere Kanzler für das Land ist. Vielleicht geht es doch noch einigen Politikern um das Land und das Volk, und nicht nur um Macht.
  • Kommentar von Christian Baumann  (Christian Baumann)
    Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass die Union die Wahlen gewinnen wird. Die CDU/CSU muss in die Opposition. Nach vier Legislaturen reicht's einfach mal für eine gewisse Zeit.