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Nach Brexit Grossbritannien auf der Suche nach neuen Handelspartnern

  • Nach dem definitiven Austritt aus der Europäischen Union will Grossbritannien offenbar seine Handelsbeziehungen mit anderen Staaten stärken.
  • Die Regierung werde um Aufnahme in das transpazifische Freihandelsbündnis bitten, kündigte Premierminister Boris Johnson an.
  • Zum Abkommen zählen elf Staaten im Pazifik-Raum, darunter rasch wachsende Volkswirtschaften.
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Aus dem Archiv: Briten übernehmen Schweizer Zoll-Modell
Aus Tagesschau vom 05.01.2021.
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Das Beitrittsgesuch sei für die kommende Woche geplant, teilte die britische Regierung in der Nacht auf Sonntag mit. Die Verhandlungen sollen dann im Laufe des Jahres begonnen werden, hiess es weiter.

«Ein Jahr nach unserem Abschied von der EU schmieden wir neue Partnerschaften, die dem britischen Volk enorme wirtschaftliche Vorteile bringen», erklärte Premierminister Boris Johnson zudem. Der Schritt zeige, dass Grossbritannien ein «enthusiastischer Vorkämpfer des Freihandels» sei, hiess es weiter.

Bisher elf Mitgliedsstaaten

Das Comprehensive and Progressive Agreement for Trans-Pacific Partnership (CPTPP) hat bisher elf Mitgliedsstaaten. Darunter sind Japan, Kanada, Mexiko, Australien und Neuseeland. Ursprünglich hatten auch die USA geplant, der Gruppe beizutreten, doch Ex-Präsident Donald Trump zog sein Land aus den Verhandlungen zurück.

Die CPTPP-Mitglieder haben beispielsweise zollfreien Handel auf viele Waren und gemeinsame Standards vereinbart. Die elf Mitgliedstaaten haben damit einen Binnenmarkt mit etwa 500 Millionen Menschen geschaffen, in dem 13 Prozent des weltweiten Bruttoinlandproduktes erwirtschaftet werden.

SRF 4 News, 31.01.2021, 02:00 Uhr;

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36 Kommentare

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  • Kommentar von willi mosimann  (willi mosimann)
    Seltsam, das wir die sog. Freiheit bejubelt und gleichzeitig stürtzt man sich in die nächste Abhängigkeit. Die Nationalisten haben wohl bemerkt, dass ohne Verträge nichts läuft. Auch hier wird GB nicht nur Nehmen können sondern auch Neben müssen. Verträge beeinhalten immer Rechte und Pflichten.
  • Kommentar von Walter Schwarb  (Provokateur)
    Die Briten machen das absolut richtig. Solange die EU ein von Deutschland dominiertes mit händeaufhaltenden Staaten ohne Demokratieverständnis, bürokratisches Konstrukt ist, sollte man davon Abstand halten. Die EU sollte ihren Laden zuerst mal aufräumen. Und wenn man einen Handelspartner zumindest teilweise verlässt, dann hat man das Recht, sich andere zu suchen. Richtig so, GB.
    1. Antwort von Maciek Luczynski  (Steine)
      Und warum findet GB keine Handelspartern im Atlantik-Raum ?
      (Nicht mal die USA oder Kanada... Brasilien ?)
  • Kommentar von Franz Heeb  (Pragmatiker)
    Wenn einem eine Beziehung nicht passt, kann man sie entweder beenden (Brexit) oder mit diplomatischem Geschick so ändern, dass man damit leben kann. Vor diesem Dilema steht die Schweiz mit der EU.

    Frage, was ist besser ?
    1. Antwort von René Rohr  (Bergbiber)
      Oder, was ist weniger schlimm. ;-)
    2. Antwort von willi mosimann  (willi mosimann)
      Genau um sich dann in andere Abhängigkeit zu begeben. Ohne Verträge läuft auch im 2021 nichts. GB wird auch hier keine Geschenke erhalten und muss sich an die Regeln halten. Wo ist denn jetzt die so hoch gepriesene Freiheit?