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Ziele im Iran Neue US-Angriffe auf den Iran: Das ist bekannt

Eigentlich gilt im Iran-Krieg eine Waffenruhe. Trotzdem kommt es erneut zu US-Angriffen – in begrenztem Ausmass.

Das ist passiert: Trotz Waffenruhe und laufenden Verhandlungen zur Beilegung des Kriegs hat das US-Militär Ziele im Iran angegriffen. Im Süden des Landes wurden Raketenstellungen getroffen und im Bereich der Strasse von Hormus Boote attackiert, die Minen in der Meerenge verlegen sollten. Dies teilte das US-Militär mit. Iranische Medien berichteten, es habe nach einem US-Angriff im Bereich der Insel Larak in der Strasse von Hormus mehrere Tote gegeben. Das US-Militär hat bisher noch keine Angaben zu möglichen Opfern gemacht und nannte keine weiteren Details zu den Angriffen auf die iranischen Ziele.

Felsen am Meer mit Schiff am Horizont.
Legende: US-Angriffe im Iran Ein Frachtschiff in der Strasse von Hormus Keystone/AP Photo/Fatima Shbair

So begründet die USA den Angriff: «Die USA sprechen von Selbstverteidigung», sagt SRF-USA-Korrespondentin Barbara Colpi. «Die USA sagen, ihre Streitkräfte in der Region seien wiederholt durch Drohnen- oder Raketenangriffe bedroht worden – meist durch Milizen, die vom Iran unterstützt werden. Die Luftschläge seien deshalb eine direkte Reaktion gewesen, um solche Angriffe zu stoppen und weitere zu verhindern.» Mit dieser Wortwahl wollten die USA einerseits betonen, dass sie die Waffenruhe nicht grundlegend verletzten, und somit eine Eskalation verhindern, so Colpi. Andererseits wollten sie aber gleichzeitig den Druck auf den Iran erhöhen.

Die politische Linie der USA ist nicht immer klar.
Autor: Barbara Colpi SRF-USA-Korrespondentin

Iran reagiert mit Gegendruck: Über seinen Telegramm-Kanal schrieb der oberste Führer Modschtaba Chamenei, dass die Golfstaaten keinen Schutzwall mehr seien für die US-Stützpunkte und die USA keinen sicheren Hafen mehr in der Region hätten. Das heisst übersetzt, dass der Iran bereit ist, wieder US-Stützpunkte in der Region anzugreifen, wie SRF-Nahostkorrespondent Thomas Gutersohn sagt. Die Revolutionsgarden haben ihrerseits nachgedoppelt und mitgeteilt, dass sie eine US-Drohne im Iranischen Luftraum abgeschossen und ein Militärflugzeug beschossen hätten. «Das könnte bedeuten, dass der Iran gleiches mit gleichem vergolten hat und die Sache vom Tisch ist», sagt Gutersohn. «Es könnte aber auch eine Eskalation bedeuten.»

Das bedeuten die Angriffe für die Verhandlungen: «Die USA senden mit dem Angriff ein klares Signal», sagt Barbara Colpi weiter. Solche Angriffe würden zwar kurzfristig die diplomatische Lage verschlechtern, jedoch erhöhten sie auch den Druck, um den Iran an den Verhandlungstisch zu zwingen. Das ändere nichts daran, dass der Iran mit der Strasse von Hormus nach wie vor am stärkeren Hebel sei. US-Präsident Donald Trump hat sich bis jetzt noch nicht zu den Angriffen geäussert. «Die politische Linie der USA ist nicht immer klar», so Colpi weiter. Laut Gutersohn verzögern die Angriffe jegliche diplomatische Bemühungen. Momentan stehe im Fokus, ein Rahmenabkommen zu finden, um die Waffenruhe zu verlängern. Damit sollten beide Seiten Zeit haben, ein Abkommen auszuhandeln, das den Krieg beenden kann. Dieses grosse Abkommen scheine aktuell aber noch weit weg, so Gutersohn.

Nicht der erste Bruch der Waffenruhe: Obwohl die Waffenruhe im Iran-Krieg weitestgehend hält, hat es rund um die Strasse von Hormus schon mehrere gegenseitige Angriffe gegeben. Anfang Mai etwa attackierte der Iran US-Militärschiffe in der Meerenge mit Raketen und Schnellbooten. Die USA griffen Ziele auf dem iranischen Festland an.

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SRF 4 News, 26.05.2026, 06:00 Uhr ; 

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