- Die Gespräche zwischen den USA und dem Iran über das iranische Atomprogramm werden diesen Donnerstag in Genf fortgesetzt.
- Das bestätigte der Aussenminister des Oman.
- Oman tritt bei den indirekten Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran als Vermittler auf.
- Die USA haben sich bislang nicht geäussert.
Omans Aussenminister Badr al-Busaidi bestätigte die nächste Runde der Gespräche auf der Plattform X. Zuvor hatte der iranische Aussenminister Abbas Aragtschi eine weitere Verhandlungsrunde mit den USA in wenigen Tagen in Aussicht gestellt. «Ich gehe davon aus, dass wir bei unserem erneuten Treffen an diesem Donnerstag in Genf einen tragfähigen Text ausarbeiten und rasch zu einer Einigung kommen können», sagte Araghtschi dem US-Sender CBS News.
Er zeigte sich zuversichtlich, dass ein besserer Deal als das Wiener Atomabkommen von 2015 möglich sei. Es gebe Elemente, die deutlich über die damalige Vereinbarung hinausgehen könnten.
Ein solches Abkommen könne unter anderem die friedliche Natur des iranischen Atomprogramms garantieren und zugleich eine Aufhebung der Sanktionen ermöglichen, so der iranische Chefdiplomat.
Finden beide Seiten keinen Kompromiss, droht eine militärische Eskalation. Angesichts der anhaltenden Unruhen im Iran könnte ein solcher Konflikt auch innenpolitische Folgen haben. Teile der iranischen Opposition hoffen danach sogar auf einen Machtwechsel.
Neue Proteste im Iran
Die Bestätigung neuer Gespräche fällt mit dem Beginn neuer regierungsfeindlicher Proteste im Iran zusammen. Zeugenberichten zufolge demonstrierten Universitätsstudenten in Teheran und einer weiteren Stadt an Gedenkstätten für Tausende von Menschen, die vor etwa sechs Wochen bei der Niederschlagung früherer landesweiter Demonstrationen getötet wurden.
Irans staatliche Nachrichtenagentur berichtete, dass Studenten an fünf Universitäten in der Hauptstadt Teheran und einer in der Stadt Mashhad protestierten. Die vereinzelten Proteste brachen am Samstag an Universitäten nach 40-tägigen Gedenkfeiern für im Januar bei regierungsfeindlichen Kundgebungen getötete Personen aus.