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Proteste in Serbien Zehntausende demonstrieren in Belgrad gegen Vucic-Regierung

  • In Serbien sind Demonstrationen gegen die Regierung von Präsident Aleksandar Vucic im Gang.
  • Dabei ist es zu Zusammenstössen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen.
  • Angeführt wird der Protest von Studierenden.

Die Organisatorinnen und Organisatoren berichten von den bislang grössten Studentenprotesten gegen Präsident Vucic. Zur Hauptkundgebung hätten sich mehr als 100'000 Menschen versammelt. Die Polizei zweifelt diese Zahl jedoch an.

Die Polizei setzte Tränengas und Blendgranaten ein, um die Menge zurückzudrängen. Demonstranten steckten Mülltonnen in Brand. Polizisten in Kampfausrüstung versperrten den Zugang zum Rathaus.

Eisenbahn stellt Betrieb ein

Wie schon bei früheren Anti-Regierungsdemonstrationen konnten die Teilnehmenden nicht mit dem Zug anreisen, weil die serbische Eisenbahn ihren Betrieb einstellte. In der Vergangenheit war es bereits zwei Mal vorgekommen, dass die Regierung von Präsident Aleksandar Vucic an Tagen geplanter grosser Studentenproteste den Zugverkehr stoppte. Als Begründung waren im März und Juni des Vorjahres «anonyme Bombendrohungen» vorgeschoben worden. 

Ausgelöst hatte die Protestbewegung der Einsturz eines Bahnhofsvordachs in der nordserbischen Stadt Novi Sad im November 2024. Die Studierenden, die die Kundgebungen anführen, kreiden das Unglück mit 16 Toten der Schlamperei und Korruption der Vucic-Regierung an. Diese reagierte auf die Proteste mit Gewalt gegen Demonstrierende und mit willkürlichen Verhaftungen von Organisatoren und Unterstützern.

SRF4 News, 23.05.26, 21 Uhr ; 

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