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Bolsonaro greift nach den Rohstoffen der Indigenen
Aus HeuteMorgen vom 07.02.2020.
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Rohstoffe in Brasilien Kein Vetorecht, wenn die Regierung etwas will

  • Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro legt dem Parlament ein Dekret vor, mit dem auch in Schutzzonen der Indigenen Rohstoffe abgebaut werden dürfen.
  • Bis anhin war der Abbau von Rohstoffen dort verboten.
  • Die Zustimmung des Parlaments gilt als relativ sicher.

Mit der Öffnung der Indigenen-Reservate zur Ausbeutung der Bodenschätze löst Rechtsaussen-Präsident Bolsonaro ein Wahlversprechen ein. Er sieht in den Schutzzonen ein Hindernis für die wirtschaftliche Entwicklung Brasiliens.

Die Indigenen an Wirtschaftsaktivität zu beteiligen, ist nach Auffassung der Regierung ein Fortschritt. Freilich sei niemand dazu gezwungen, die Urvölker könnten frei wählen. Allerdings: Wenn es sich um ein Infrastrukturprojekt der Regierung handelt, haben sie kein Vetorecht. Bislang war in den Schutzzonen der Indigenen jeglicher Abbau von Bodenschätzen verboten.

Viele Rohstoffe im Regenwald

Vor allem im Amazonas-Regenwald gibt es in den indigenen Schutzzonen Öl und Gas, aber auch Edelsteine, Gold, Seltene Erden und Industriemetalle. Sie können nun abgebaut werden und den indigenen Gemeinschaften winken Zahlungen.

Voraussetzung ist, dass das Parlament eine Bolsonaros Dekret zustimmt. Diese Zustimmung gilt als wahrscheinlich, weil sich die mächtige Agrar- und Bergbaulobby dafür stark macht.

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Aus dem Archiv: Bolsonaro und sein Amazonas-Plan
Aus Rundschau vom 04.09.2019.
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40 Kommentare

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  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Es ist zu hoffen, dass sich die Weltwirtschafts-Politik der Schweiz (Konzernverantwortung) an weiteren solch ausbeuterischen, zerstörerischen "Geschäften", nicht mehr beteiligt!?
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    1. Antwort von Alois Keller  (eyko)
      Man kann der Natur bzw. dem Regenwald nur helfen wenn keine Importe von Soya und Rindfleisch importiert werden. Die EU sollte dabei mithelfen, will sie doch den Green Deal durchsetzen, dass sollte auch für das Ausland gelten. Kein Soja und Fleisch- Importe mehr, wo Regenwald geopfert werden muss. Wir machen uns mit den besagten Importen mitschuldig an der Abholzung der Regenwälder. Mercosur Südamerika Freihandelsabkommen nicht unterzeichnen, so setzen wir ein Statement.
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  • Kommentar von Arthur Meili  (Arthur Meili)
    Artikel “Tommy Orange sondiert das Leben junger Native Americans” NZZ 10.9.19
    “Vielleicht ist unsere Identiaet nur noch das Kostuem”. Nicht nur in unseren Breiten, auch in den USA haben viele ein von Wunschvorstellungen und Klischees gepraegtes Bild der Native Americans. Sie blenden aus, dass ein grosser Anteil der Indianer mittlerweile gut integriert in den Staedten lebt. Auch in Lateinamerika ist es so. Nur noch wenige Indigene leben noch in ihrem alten Lebensstil (wegen den Europa-Fans).
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    1. Antwort von antigone kunz  (antigonekunz)
      Eine Folkloreveranstaltung die Menschen by Standing Rock? Herr Meili. Die Bewegungen, das Gegenhalten, der Aufbau von möglichen Welten? Wie singt doch Gil Scott Heron the revolution will not be televised. Schauen wir uns heute und gestern um, was wird gebracht ein rachsüchtiger Bully wie Mr.T auf allen servilen Kanälen.
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    2. Antwort von SRF News editor
      Liebe Kommentar-Schreiber, bitte bleiben Sie beim Thema des Artikels. Herzlichen Dank.
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  • Kommentar von Bruno Bär  (Wahrheitssucher)
    Leonardo Boff aus Brasilien sagt: "Wir erleben eine grundlegende Krise der Zivilisation"
    Dazu gehört auch die Ausbeutung der letzten Bodenschätze. Traurig und niemand kann offenbar ernsthaft dagegen halten. Die menschliche Gier ist übermächtig.
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    1. Antwort von antigone kunz  (antigonekunz)
      Herr Bär, ich würde meinen, da bin ich nicht allein, die Menschheit befindet sich in einer spirituellen Krise. Gerade gestern durfte ich folgendes lesen was ein John Pigeon, von der Pigeon Family weitergibt und das mir einer der Wegweiser sein soll: "Take only what you need and use everything you take." Für mich wohl eines der schönsten Geschenke des gestrigen Tages. Möge das sich tief in unsere Herzen in unser Handeln einbrennen.
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    2. Antwort von Samuel Müller  (Samuel Müller)
      Frau Kunz. Sie wollen zurück zur Natur und darin Vorbild sein? Ein lobenswerter Gedanke mit dem sie ja nicht alleine sind, sondern ein neuer Trend in der jungen Generation. Lobenswert, weil die Zivilisation und ihre Errungenschaften ja der grösste Feind der Natur sind. Als Beispiel: Ohne unsere Medikamente, würde die Natur die menschliche Weltbevölkerung ganz natürlich in gesundem Rahmen halten. Bedenken sie also: Die Natur ist gerecht und brutal, der Starke lebt, der Schwache stirbt.
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    3. Antwort von antigone kunz  (antigonekunz)
      Nein, Herr Müller, es gibt kein zurück, schon gar nicht zur Natur. Weil dies voraussetzen würde, dass Natur und Mensch zwei sind. Wir sind Natur. Ich bin ein Stadtkind. Da gehöre ich hin. Romantische Aussteigerphantasien waren nie mein Ding. Eine jede ist da wo sie ist. Im Hier, im Jetzt. Mit dem was wir brauchen. Alles was zuviel ist ist eh nur Ballast und macht unfrei im Alltag, im Denken und im Handeln. Genauso wie unsere Mütter gekocht haben. Mit dem was da war.
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    4. Antwort von antigone kunz  (antigonekunz)
      Wussten Sie Herr Müller, dass da mal ein gewisser Charles Darwin geschrieben hat, dass nicht der Starke überlebt, sondern diejenigen, die mit den gegebenen Umständen umgehen können. Zudem die 'Natur' auf einen Suppenlöffel, wie eben der Idee die neoliberale Manager frönen, sie sei phantasieloser Wettbwerb, ist eben Leben in Platikflaschen abfülllen wollen. Kooperation ist wesentlich .... Mancuso, Hallé, Zürcher ... Baumleute hören ....
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