Zum Inhalt springen

Header

Audio
China wird bei westlichen Expats immer unbeliebter
Aus HeuteMorgen vom 25.03.2021.
abspielen. Laufzeit 02:12 Minuten.
Inhalt

Unbeliebt bei Ausländern China verliert bei Expats an Attraktivität

Wegen der Pandemie hat Peking die Einreisebstimmungen massiv verschärft. Die Praxis gegen Ausländer grenzt an Schikane.

China verliert für ausländische Arbeitskräfte – sogenannte Expats – zunehmend an Attraktivität. Für internationale Unternehmen ist es immer schwieriger, Personal zu finden, das bereit ist, nach China zu reisen, wie die Europäische Handelskammer in China warnt.

Westler fühlen sich diskriminiert

Deren Präsident, Jörg Wuttke, erinnert sich daran, dass China vor ein paar Jahren bei vielen Expats noch äusserst beliebt war. «Früher war es persönlich eine grosse Bereicherung und karrierefördernd, in China zu arbeiten», sagt er. Doch inzwischen sei das Land «sehr viel» teurer geworden, das Reisen in China schwieriger.

Chinesen stehen auf und gehen weg, wenn man näher kommt.
Autor: Jörg WuttkePräsident der Europäischen Handelskammer in China

Ausserdem würden Europäer oder Westler in China immer stärker diskriminiert – was von der Regierung in Peking nicht wahrgenommen werde. «Chinesen stehen auf und gehen weg, wenn man näher kommt – das hat sich herumgesprochen», so Wuttke. Auch die derzeit angespannte politische Lage zwischen der EU und China dürfte potenzielle Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen weiter verunsichern.

Massive Quarantäne-Massnahmen

Hinzu kommt, dass viele Ausländerinnen und Ausländer derzeit wegen der weltweiten Corona-Pandemie aus China ausgesperrt sind. Neue Einreisevisa sind seltene Ausnahmen, oft sind sogar ganze Familien seit Monaten voneinander getrennt. Wuttke sagt, er habe seine eigenen Kinder seit einem Jahr nicht mehr gesehen.

Und jene wenigen Ausländerinnen und Ausländer, die wieder nach China einreisen dürfen, müssen sich einem strengen Quarantäne-Regime unterziehen. Dieses beträgt drei Wochen in Peking und zwei Wochen in Schanghai. Ausserdem: «In Peking muss man während der Quarantäne drei Anal Swaps über sich ergehen lassen – jedes Mal mit einem Stab hinten rein.» Das lasse kaum jemand freiwillig über sich ergehen, so Wuttke.

Erleichterungen für Geimpfte

Immerhin: Chinas Botschaften kündigten in mehreren Ländern unlängst an, dass geimpfte Personen bald einfacher Einreisevisa erhalten könnten. Doch sie müssen mit einem chinesischen Vakzin geimpft worden sein. Allerdings ist das unrealistisch, denn in den meisten westlichen Ländern sind die chinesischen Covid-Impfstoffe bislang nicht zugelassen.

SRF 4 News, HeuteMorgen, 25.3.2021, 06:00 Uhr;

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

11 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Reto Blatter  (against mainstream)
    Zuerst eine unglaubliche Pandemie verursachen und dann Rassismus gegen die Betroffenen verbreiten. Und das alles ohne weltweiten Aufschrei. Hut ab:(
  • Kommentar von Reto Blatter  (against mainstream)
    Unglaublich, wenn man bedenkt dass diese Pandemie ihren Ursprung in China hat.
  • Kommentar von Marco D'Ercole  (Marco D)
    Folgende Facts werden deren Lauf zukünftig behindern:
    1. Chinas Bevölkerung ist bereits überaltert. (1 Kind Politik) Fachkräftemangel wird bereits zum Thema. 2. China verärgert zur Zeit seine wichtigsten Abnehmermärkte. (Ohne Kunde kein Umsatz.) 3. Es wird zunehmend uninteressant f. High Potentials wie es scheint. (Innovation w. behindert.) 4. Umweltbelastung, Transportwege u. Menschenrechte tun ihr übriges.
    Facit: Reorganisiert die Lieferketten und bietet dem Kunden Alternativen an.
    1. Antwort von Astrid Meier  (Swissmiss)
      Ohne Kunde kein Umsatz? Kaufen Sie mal eine Pfanne, einen Apparat, eine Schere, die nicht aus China kommen. Das hält Sie tagelang beschäftigt, während Sie Läden durchforsten, und am Schluss wahrscheinlich doch klein beigeben. Fazit: bringt die Produktion in unsere Länder zurück, und stellt hochwertige Produkte her, die man ein Leben lang behält. Dann fallen auch die höheren Produktionskosten nicht mehr stark ins Gewicht.
    2. Antwort von Marco D'Ercole  (Marco D)
      @Meier: Sie haben natürlich recht. Darum müssen wir von den Importeuren den Ursprungsnachweis verlangen. Die Nachfrage bestimmt das Angebot. Das geht natürlich nicht schnell. Aber machen wir Konsumenten uns entsprechend bemerkbar wird die Sache in Bewegung kommen.
    3. Antwort von Anita Mannhart  (lupus)
      eine Gesellschaft, denen es egal ist, Birnen aus Australien und Aepfel aus Südafrika zu kaufen, wird auch nicht darauf achten woher unsere Pfannen, Tshirts und all der andere Plunder herkommt, Menschenrechtsverletzungen hin oder her.