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Legende: Video Zweite Fernsehdebatte der US-Demokraten abspielen. Laufzeit 02:14 Minuten.
Aus Tagesschau vom 01.08.2019.
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US-Wahlkampf Alle gegen Biden

  • Der bisherige Favorit unter den demokratischen US-Präsidentschaftsbewerbern, Ex-Vizepräsident Joe Biden, hat sich gegen heftige Attacken seiner Konkurrenten zur Wehr setzen müssen.
  • Bei der zweiten Fernsehdebatte der Demokraten in Detroit in der Nacht zu Donnerstag wurde es für ihn ungemütlich.

Mehrere Mitbewerber konfrontierten Biden mit dessen Vergangenheit in der US-Regierung unter Präsident Barack Obama. Sie kritisierten unter anderem die damaligen Massenabschiebungen illegal eingewanderter Migranten. Auch bei anderen Themen setzten die Konkurrenten Biden unter Druck.

Demokraten stellen Rekordzahl an Kandidaten

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Mehr als 20 Demokraten bewerben sich um die Kandidatur bei der US-Präsidentenwahl im November 2020, mehr als je zuvor in der Geschichte der Partei.

Angesichts des grossen Bewerberfeldes wurde die zweite Runde der TV-Debatten auf zwei Abende aufgeteilt – mit jeweils zehn Bewerbern.

In der Nacht zu Mittwoch hatten bereits die ersten zehn Anwärter in Detroit ihren Auftritt gehabt.

Biden liegt in den Umfragen zu den Präsidentschaftsbewerbern der Demokraten seit Wochen vorne. In Detroit schien sich die Konkurrenz daher ganz auf ihn einzuschiessen. New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio etwa bedrängte Biden mehrfach mit der Frage, ob dieser die Massenabschiebungen in den Obama-Jahren im Nachhinein für einen Fehler halte und Obama davon abgeraten habe.

New Jerseys Senator Cory Booker erklärte mehrfach, Biden könne sich mit Blick auf seine Vergangenheit in der Obama-Administration nicht wegducken. Julian Castro, einst Ex-Arbeitsminister in Obamas Regierung, sagte mit Blick auf Biden, nicht alle würden aus Fehlern der Vergangenheit lernen.

V.l.n.r.: Cory Booker, Joe Biden und Kamala Harris.
Legende: Joe Biden (M.) sah sich vielen Angriffen ausgesetzt – vor allem von Cory Booker (l.) und Kamala Harris (r.). Reuters

Biden betonte, er sei damals Vizepräsident gewesen, nicht Präsident. Seine damaligen Ratschläge behalte er für sich. Zugleich verteidigte er Obamas Migrationspolitik insgesamt und versicherte, unter ihm würde es keine Massenabschiebungen geben. Zugleich attackierte er Castro und sagte, dieser habe damals in der Regierung keine Einwände zu dem Thema vorgebracht.

Konfrontation mit Kamala Harris

Beim Thema Gesundheitspolitik geriet Biden vor allem mit der kalifornischen Senatorin Kamala Harris aneinander, die Biden bereits in der ersten Runde der TV-Debatten Ende Juni in Miami schwer unter Druck gesetzt hatte. Harris warf Biden vor, mit seinem Konzept für die Krankenversicherung Millionen Amerikaner aussen vor zu lassen. Biden wiederum hielt Harris entgegen, ihr Gesundheitsprogramm sei unbezahlbar.

Voraussetzungen für TV-Debatten

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Die TV-Debatten bieten den Präsidentschaftsbewerbern die Gelegenheit, sich vor einem nationalen Publikum zu präsentieren.

Für die Teilnahme mussten sie in Umfragen und beim Spendenaufkommen bestimmte Mindestwerte vorweisen. Nicht alle Anwärter schafften das.

Für die dritte Debattenrunde im September in Houston gelten noch mal strengere Voraussetzungen, weshalb sich der Kreis verkleinern dürfte.

In Miami hatte Harris gegen Biden gepunktet, als sie ihn für seine früheren Positionen zur Gleichbehandlung von Schwarzen angriff. Auch in Detroit kritisierte sie ihn erneut dafür, dass er zu Beginn seiner Karriere im Senat mit zwei Abgeordneten, die Befürworter der Rassentrennung waren, zusammengearbeitet habe.

Zehn Präsidentschaftskandidaten der Demokraten stehen an Rednerpulten bei der TV-Debatte.
Legende: Eine Rekordzahl an Demokraten wollen Präsident werden. Deshalb gab es zwei TV-Debatten mit je zehn Kandidaten. Reuters

Auch bei anderen Themen setzten die demokratischen Präsidentschaftsanwärter ihrem Parteikollegen zu. Biden versuchte mitunter, die Aufmerksamkeit durch Attacken auf den Amtsinhaber im Weissen Haus, US-Präsident Donald Trump, in eine andere Richtung zu steuern.

In seinen Schlussworten appellierte Biden an die Wähler, sich für ihn zu entscheiden, um vier weitere Trump-Jahre zu verhindern. «Wir wählen Wissenschaft anstatt Fiktion, Hoffnung anstelle von Angst, Einigkeit anstelle von Spaltung», lautete sein Credo.

Demokraten wählen Kandidaten ab Februar

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Die parteiinternen Vorwahlen, bei denen die Demokraten ihren Kandidaten für die Präsidentenwahl im November 2020 festlegen, beginnen erst im Februar.

Trump will bei der Wahl für die Republikaner antreten und sich eine zweite Amtszeit sichern.

Legende: Video Aus dem Archiv: Wer schlägt Trump? US-Demokraten sind uneins abspielen. Laufzeit 05:30 Minuten.
Aus 10vor10 vom 30.07.2019.
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28 Kommentare

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  • Kommentar von Markus Doessegger  (Jules Verne 2.0)
    Tulsi Gabbard war wirklich die einzige Kandidatin mit Präsidialem Charisma, Weitsicht und vor Allem mit Format eines Commander In Chief als aktive Soldatin.
    Innert Stunden wurde sie von MSNBC und Co. sowie Team Harris als Agentin von Putin und Wahlkampfhelferin im Trump Team hingestellt.
    Joe Biden: "Wer gegen meine Gesundheits Reform ist gehört ins Gefängnis". Ist selbstsprechend. Arme Dems. Trauma Hillary Clinton sitzt extrem tief. Nichts als blinder Hass.
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  • Kommentar von Walter Wieser  (Walt)
    Es sieht auch bei der zweiten Kandidatengruppe sehr schlecht aus fuer die Demokraten. Am besten wenn man ueberhaupt eine(n) beste(n) finden kann war Tulsi Gabbard. Aber ich sehe nicht wer von all diesen Kandidaten nur den Hauch einer Change gegen Trump hat.
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  • Kommentar von Markus Doessegger  (Jules Verne 2.0)
    Mayor De Blasio wörtlich: ‘We will tax the hell out of the wealthy’ !
    Tosender Aplaus unter den Dems im Publikum. Hmmm, was lässt sich da so Alles finanzieren ? Allerdings kann man den Job Creaters das Geld nur 1 Mal aus der Tasche ziehen und dann ist leider Schluss. Aber zumindest 1 Mal. Dass dann Investitionen fehlen interessiert niemand. Kamala, Corry, Bernie, Elisabeth, Beto und Co. sind entzückt. Representanten der Demokratischen Partei heute. AOC, Illhan Omar, Rashid Tlaib + Co. jauchzen.
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