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Abstimmung Kanton Solothurn Geht es dem Profi-Lotto an den Kragen?

Die Solothurner Stimmbevölkerung entscheidet, ob Profi-Lottoveranstaltungen im Kanton künftig verboten werden.

Das Solothurner Parlament und die Regierung sind sich einig: Profi-Lottoveranstaltungen sollen im Kanton verboten werden. Mit diesem Verbot sollen indirekt die lokalen Vereine unterstützt werden, da Lottoveranstaltungen für sie eine wichtige Einnahmequelle sind und sie unter der Konkurrenz leiden. Die sechs professionellen Lotto-Anbieter im Kanton wehren sich gegen das Verbot.

Richtlinien für Lotto-Veranstaltungen

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Lotto-Abende von Vereinen gehören, wie auch Tombolas, zu den Kleinlotterien. Mit dem neuen Geldspielgesetz gelten seit 2019 für solche Veranstaltungen schweizweit einheitliche Regeln. Unter anderem dürfen die Gewinne ausschliesslich aus Sachpreisen bestehen, und die Summe aller Einsätze darf maximal 50'000 Franken betragen. Sind diese Kriterien erfüllt, braucht ein Lotto-Match keine spezielle Bewilligung der Behörden.

Geht es jedoch um Geldpreise, Goldvreneli oder Gutscheine oder ist die gesamte Einsatzsumme höher als 50'000 Franken, braucht es eine kantonale Bewilligung, und es müssen weitere Vorgaben erfüllt werden. Zum Beispiel muss bei solchen Veranstaltungen die Hälfte der gesamten Einsätze an die Spielerinnen und Spieler zurückverteilt werden, damit die Veranstalter nicht ungebührlich Gewinne machen. Diese Gewinnrückverteilung ist für Vereine wiederum ein Problem, weil sie so deutlich weniger Einnahmen für die eigene Kasse erwirtschaften können.

Das Problem: Die Geldpreise inklusive Gutscheine aller Lottos im Kanton dürfen jährlich 820'000 Franken nicht übersteigen (Fr. 2.50 pro Einwohnerin und Einwohner). Sobald der geplante Umsatz einer Veranstaltung grösser ist als 50'000 Franken, braucht sie eine Bewilligung. So sieht es eine Vereinbarung zwischen den Kantonen vor. In Solothurn wird das Kontingent deutlich überschritten.

Bingo-Karten mit markierten Zahlen auf einem Tisch.
Legende: Lotto-Veranstaltungen sind für Vereine ein wichtiger Zustupf für das Vereinskässeli. SRF/Alex Moser

Wenn Anbieter keine Bewilligungen mehr erhalten, verschwinden sie vom Markt. Ihr Geschäft würde damit quasi verboten, wie es bereits in vielen anderen Kantonen der Fall ist. Wegen der dortigen Verbote sind die Veranstalter nach Solothurn ausgewichen.

Abstimmungsdossier

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Legende: SRF

News und Hintergründe zu den eidgenössischen, kantonalen und kommunalen Abstimmungen vom 30. November 2025.

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