Das Solothurner Parlament und die Regierung sind sich einig: Profi-Lottoveranstaltungen sollen im Kanton verboten werden. Mit diesem Verbot sollen indirekt die lokalen Vereine unterstützt werden, da Lottoveranstaltungen für sie eine wichtige Einnahmequelle sind und sie unter der Konkurrenz leiden. Die sechs professionellen Lotto-Anbieter im Kanton wehren sich gegen das Verbot.
Das Problem: Die Geldpreise inklusive Gutscheine aller Lottos im Kanton dürfen jährlich 820'000 Franken nicht übersteigen (Fr. 2.50 pro Einwohnerin und Einwohner). Sobald der geplante Umsatz einer Veranstaltung grösser ist als 50'000 Franken, braucht sie eine Bewilligung. So sieht es eine Vereinbarung zwischen den Kantonen vor. In Solothurn wird das Kontingent deutlich überschritten.
Wenn Anbieter keine Bewilligungen mehr erhalten, verschwinden sie vom Markt. Ihr Geschäft würde damit quasi verboten, wie es bereits in vielen anderen Kantonen der Fall ist. Wegen der dortigen Verbote sind die Veranstalter nach Solothurn ausgewichen.