Zum Inhalt springen

Header

Zur Übersicht von Play SRF Audio-Übersicht

Abstimmung Kanton Solothurn Vereins-Lotto wird geschützt, Profi-Lotto verboten

Die Solothurner Stimmbevölkerung hat entschieden, Profi-Lottoveranstaltungen sind im Kanton künftig verboten.

Verbot professioneller Lottoanbieter

Kanton Solothurn: Teilrevision Wirtschafts- und Arbeitsgesetz

  • JA

    68.4%

    46'045 Stimmen

  • NEIN

    31.6%

    21'316 Stimmen

Im Kanton Solothurn werden Profi-Lottoveranstaltungen verboten. Dies hat das Stimmvolk entschieden. 68 Prozent der Abstimmenden befürwortet das Verbot, nur 32 Prozent waren dagegen. Nur zwei Gemeinden haben knapp gegen das Verbot gestimmt – Egerkingen und Welschenrohr-Gänsbrunnen.

Bingo-Karten mit markierten Zahlen auf einem Tisch.
Legende: Lotto-Veranstaltungen sind für Vereine ein wichtiger Zustupf für das Vereinskässeli. SRF/Alex Moser

Neu dürfen nun nur noch die Vereine «Lotto im Säli» durchführen. Ihnen steht neu das gesamte Kontingent zur Verfügung, das im Kanton Solothurn für Geldpreise wie Gutscheine oder Goldvreneli zur Verfügung steht.

Damit werden die lokalen Vereine unterstützt. Denn Lottoveranstaltungen sind für sie eine wichtige Einnahmequelle, eine die von den Profi-Lottoveranstaltungen unter Druck geraten ist.

Richtlinien für Lotto-Veranstaltungen

Box aufklappen Box zuklappen

Lotto-Abende von Vereinen gehören, wie auch Tombolas, zu den Kleinlotterien. Mit dem neuen Geldspielgesetz gelten seit 2019 für solche Veranstaltungen schweizweit einheitliche Regeln. Unter anderem dürfen die Gewinne ausschliesslich aus Sachpreisen bestehen, und die Summe aller Einsätze darf maximal 50'000 Franken betragen. Sind diese Kriterien erfüllt, braucht ein Lotto-Match keine spezielle Bewilligung der Behörden.

Geht es jedoch um Geldpreise, Goldvreneli oder Gutscheine oder ist die gesamte Einsatzsumme höher als 50'000 Franken, braucht es eine kantonale Bewilligung, und es müssen weitere Vorgaben erfüllt werden. Zum Beispiel muss bei solchen Veranstaltungen die Hälfte der gesamten Einsätze an die Spielerinnen und Spieler zurückverteilt werden, damit die Veranstalter nicht ungebührlich Gewinne machen. Diese Gewinnrückverteilung ist für Vereine wiederum ein Problem, weil sie so deutlich weniger Einnahmen für die eigene Kasse erwirtschaften können.

Für das Verbot stark gemacht haben sich neben Vereinen und dem Gewerbeverband, auch das Solothurner Parlament und die Regierung. Im Abstimmungskampf hatte sich – neben den sechs professionellen Lotto-Anbieter im Kanton – einzig die SVP gegen das Verbot gewandt.

Neben dem Kanton Solothurn kennen auch andere Kantone ein Verbot von Profi-Lottoveranstaltungen. Wegen der dortigen Verbote sind die Veranstalter bis jetzt nach Solothurn ausgewichen. Dies wird in Zukunft nicht mehr möglich sein. Wenn Anbieter keine Bewilligungen mehr erhalten, verschwinden sie vom Markt.

Abstimmungsdossier

Box aufklappen Box zuklappen
Grafik
Legende: SRF

News und Hintergründe zu den eidgenössischen, kantonalen und kommunalen Abstimmungen vom 30. November 2025.

Regionaljournal Aargau Solothurn, 30.11.2025, 12:03 Uhr ; 

Meistgelesene Artikel