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Familien-Ostern trotz Corona? Der Praxis-Check!
Aus News Plus vom 23.03.2021.
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Coronavirus Das empfiehlt sich vor dem gemeinsamen Osterfest

Mit den jüngsten Lockerungen der Corona-Massnahmen ist der gemeinsame Osterbrunch für viele Familien gerettet. Seit Montag dürfen sich wieder bis zu zehn Personen in Innenräumen treffen. Der Bundesrat hat aber vor weiteren Lockerungen abgesehen – weil die Fallzahlen wieder ansteigen. «Die Situation bleibt problematisch», sagte Bundesrat Alain Berset letzte Woche im Interview mit SRF.

Vom Gesundheitsminister gab es denn auch keine Empfehlung, wie sich die Bevölkerung an Ostern verhalten soll – im Gegensatz zu letztem Jahr, als es klar und deutlich hiess: «Bleiben Sie zu Hause.» Auch das Tessin, das letzten Frühling stark von der Corona-Pandemie betroffen war, ermahnte die Gäste aus der Deutschschweiz, von einer Reise in den Südkanton abzusehen. Es gibt aber dieses Jahr doch Möglichkeiten, das gemeinsame Osterfest etwas sicherer zu gestalten. Wir fassen zusammen.

Testen vor dem Festen

Seit dem 15. März werden die Kosten von Tests bei symptomlosen Personen übernommen – sofern es sich um sogenannte Schnelltests handelt. Der Bundesrat empfiehlt, sich vor gemeinsamen Treffen testen zu lassen, um die Gefahr einer Corona-Ansteckung zu minimieren.

Testkit
Legende: Bald soll es auch Selbsttests für zu Hause geben. Zurzeit sind diese noch nicht verfügbar, das Bundesamt für Gesundheit hat sie für Anfang April angekündigt. Keystone

Der Schnelltest hat eine Sensitivität von rund 80 Prozent. Er ist damit zwar nicht so genau wie ein PCR-Test, empfiehlt sich aber trotzdem – auch, weil die Virusvariante B.1.1.7, die derzeit die Mehrheit der Infektionen ausmacht, ansteckender ist. Fällt der Corona-Schnelltest positiv aus, muss ein zusätzlicher PCR-Test gemacht werden.

Auf der sicheren Seite an Ostern ist man also nur mit einem PCR-Test, den man ohne Symptome aber weiterhin selber bezahlt. Ein solcher empfiehlt sich, wenn die Verwandten, die einer Risikogruppe angehören, noch nicht geimpft wurden.

Nun ist ein negativer Test aber nur eine Momentaufnahme. Im schlimmsten Fall trägt man das Virus bereits in sich, die Virenlast ist aber erst am Tag nach dem Test genügend hoch, um bei einem erneuten Abstrich positiv anzuschlagen. Auch aus diesem Grund ist ein Schnelltest am Samstag vor dem Osterfest zu empfehlen – wenn denn eine Apotheke in der Nähe ist, die solche anbietet.

Das Angebot fällt derzeit eher klein aus: Von den 1800 Apotheken in der Schweiz würden derzeit nur etwa 280 Schnelltests durchführen, sagte Martine Ruggli, Präsidentin von Pharma Suisse, gegenüber SRF. In der Stadt Schaffhausen zum Beispiel mit immerhin 40'000 Einwohnerinnen und Einwohner sind Schnelltests an gerade einmal zwei Standorten möglich. Viele Apotheken scheitern an den strengen Auflagen der Kantone, um die Antigen-Tests überhaupt durchzuführen.

In einigen Apotheken muss zudem ein Termin vereinbart werden, um einen Schnelltest zu machen. «Es wird ein riesiger Run vor Ostern erwartet. Dass sich alle Menschen, die sich treffen wollen, in Apotheken testen lassen können, ist illusorisch», sagt SRF-Wissenschaftsredaktor Christian von Burg. Bleibt die Hoffnung, dass vor Ostern die Selbsttests für zu Hause verfügbar sind.

Selbstquarantäne als Alternative

Einige kennen das Prinzip schon vom letzten Weihnachtsfest: Das Risiko, dass man seine Liebsten ansteckt, lässt sich verkleinern, indem man sieben, besser zehn Tage vor dem Familienfest auf andere Treffen verzichtet. Dies wird für Alleinstehende mit Möglichkeit zum Homeoffice leichter umzusetzen sein als für Eltern mit Kindern im schulpflichtigen Alter oder Personen, die auf dem Bau arbeiten.

Zu guter Letzt bleiben allen die bekannten Schutzmassnahmen: Masken tragen, Abstand halten, regelmässig Hände waschen und lüften.

SRF 4 News, 23.3.2021, 17:15 Uhr;

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38 Kommentare

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  • Kommentar von Franz Giger  (fjg)
    Mit Verlaub: Vom Gesundheitsminister oder irgendwelchen Bundesbürokraten brauche ich keine Empfehlung wie ich mich verhalten soll, auch nicht an Ostern.
    Mein Bekannenkreis und ich haben sich sowieso schon längst weitgehend vom Staatsjoch befreit und lassen wie je und je unseren gesunden Menschenverstand walten.
    1. Antwort von Alex Volkart  (Lex18)
      @ Herr Giger: Ich kann ihren Frust gut verstehen, den bei mir siehts nicht viel anders aus. Was uns aber von einander unterscheidet ist unser Verhalten. Ich halte mich an die Massnahmen Staat über den Staat zu maulen und nutze die vielen Möglichkeiten die man auch während der Pandemie hat. Dieser gesunde Menschenverstand wie Sie es nennen führt aber dazu das sich Menschen nicht schützen und sich und andere infizieren könnten.
    2. Antwort von Alex Volkart  (Lex18)
      Ein früherer sehr guter Freund von mir dachte genau wie Sie und bekam das Virus 2 mal und ich nicht. Er lebt jetzt mit Nachwirkungen, ich nicht.
  • Kommentar von Jeanôt Cohen  (Jeanot)
    Endlich vorwärts machen mit impfen! Statt immer neue verboten, Vorschriften und Einschränkungen. Es wirkt langsam unglaubwürdig.
  • Kommentar von Alex Volkart  (Lex18)
    Statt maulen sollte man sich besser an die Situation anpassen die momentan nun mal ist. Auch trotz Corona-Pandemie gibt es an Ostern genügend Möglichkeiten sich zu treffen. Die Ostern in diesem Jahr von unserer Familie genau so gefeiert wie letztes Jahr. Genauso wie letztes Jahr an die Massnahmen angepasst und alle werden wie letztes Jahr zufrieden sein. Wir alle leiden an der Pandemie, psychisch und finanziell.