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Coronavirus Experten-Chat zu Corona-Impfung: Das sind die Antworten

Eine dreiköpfige Fachrunde stand am Montagabend zwei Stunden im Einsatz. Die zwölf wichtigsten Fragen und Antworten.

In einem Monat erhalte ich meine zweite Zeckenimpfung. Spricht etwas gegen die Coronaimpfung?

Es wird empfohlen, zwischen der Covid-Impfung und anderen Impfungen einen Abstand von einer Woche einzuhalten. Dies, um allfällige Nebenwirkungen klar der einen oder der anderen Impfung zuordnen zu können. Es spricht aber nichts gegen weitere Impfungen.

Ich habe im Dezember 2020 Covid durchgemacht, war sehr krank. Meine Antikörper sind hoch (zuletzt gemessen Ende März). Braucht es die Impfung trotzdem?

Es ist zur Zeit noch nicht bekannt, wie viele Antikörper man für einen Schutz braucht. Die EKIF, Link öffnet in einem neuen Fenster empfiehlt, nach einer durchgemachten Covid-Erkrankung 6 Monate zu warten und dann mit einer einzigen Dosis zu impfen.

Sollen stillende Mütter sich impfen lassen? Überträgt die stillende Mutter dann die Antikörper der Impfung auch auf den Neugeborenen?

Ja, stillende Mütter sollen sich impfen lassen. Es gibt sehr wenig Daten zu der Übertragung von Antikörpern an das Neugeborene. Eine erste (kleine) Studie aus den USA zeigte, dass dies möglich wäre. Es bleibt noch offen, ob die Ansteckungsrate bei Neugeborenen, welche von geimpften Müttern gestillt werden, kleiner sein wird.

Ist es denkbar, dass Impfung ungewollte Spätfolgen verursachen können (d.h. erst ein paar Monate nach der Injektion)?

Das ist zwar unwahrscheinlich, aber nicht ausgeschlossen. Genau deswegen überwacht Swissmedic, Link öffnet in einem neuen Fenster die Nebenwirkungsmeldungen kurz-, mittel- und auch langfristig.

Ich bin schwanger und jeden Arbeitstag als Therapeutin im nahen Patientenkontakt. Ist eine solche Arbeit zumutbar unter dem Umstand, dass eine Impfung momentan nicht empfohlen wird?

Gemäss dem neusten Stand (14. April) kann die Impfung Schwangeren mit hoher Exposition angeboten werden.

Inwiefern ist es sicher, wenn ich schon geimpft bin, mit anderen noch nicht geimpften Personen in engem Kontakt zu sein? Besteht die Gefahr einer Übertragung des Virus meinerseits auf andere?

Ja. Der Schutz durch die mRNA-Impfstoffe beträgt 95%, nicht 100%.

Wie ist die Wirkung des Biontech-Impfstoffes bei den Mutationen (Südafrika, Brasilien)?

Die mRNA-Impfstoffe von Moderna und Biontech/Pfizer schützen gegen alle getesteten Varianten, einschliesslich der britischen, brasilianischen und südafrikanischen.

In welchem Kanton kann ich mich impfen lassen, wenn der Wohnsitz in Zürich ist?

In der Regel ist für eine Impfung entweder der Wohnsitz oder ein Arbeitsplatz im Impfkanton notwendig. Die kantonalen Gesundheitsbehörden können allenfalls Ausnahmen machen.

Ist es bedenkenlos, junge Mädchen, die einmal später Kinder möchten, zu impfen?

Die Impfungen werden erst ab 16 (Pfizer), respektive 18 Jahren (Moderna) empfohlen. Es gibt keine Hinweise, dass die Impfung die Fruchtbarkeit beeinträchtigt, weder beim Mann noch bei der Frau.

Wenn ich geimpft bin und dann positiv getestet würde, müsste ich dann trotzdem in die Isolation?

Ja, denn man muss in diesem Fall davon ausgehen, dass das nachgewiesene Virus auch weiter übertragen werden kann – auch wenn das Risiko dafür wohl kleiner ist.

Wie lange hält die Wirkung einer Corona-Impfung an? Bei einer saisonalen Grippe-Impfung muss ich sie ja alle Jahre erneuern.

Bisher ist bekannt, dass sie mindestens sechs Monate schützt

Wieso bekommen alle Personen die gleiche Impfdosis, egal ob Frau mit 50 kg oder Mann mit 120 kg Körpergewicht?

Das ist bei anderen Impfstoffen genauso der Fall.

Puls, 19.04.2021, 21:05 Uhr;

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23 Kommentare

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  • Kommentar von Andreas Grünkraut  (Grünkraut)
    An mRNA-Impstoffen wird seit 1990 geforscht und Studien dazu erstellt und 30 Jahre später denken immer noch Leute es sei was neues und unerforschtes. Immer wieder lustig zu sehen wie viele Missinformationen hier herumschwirren und als Wahrheiten verglaubt werden.
  • Kommentar von Christine Angst Azevedo  (caa)
    RE:Karin Schmid. Wieso geben Frauen häufiger Nebenwirkungen nach Impfungen und generell nach Medikamenteneinnahme an? Ihre Frage ist sehr berechtigt.
  • Kommentar von Karin Schmid  (Karin Schmid)
    Wieso bekommen alle Personen die gleiche Impfdosis, egal ob Frau mit 50 kg oder Mann mit 120 kg Körpergewicht?

    „Das ist bei den anderen Impfstoffen auch der Fall“

    Und warum ist das auch bei anderen Impfstoffen der Fall?!?!

    Wenn man mit solchen Interwievs die Impfbereitschaft erhöhen will, sollte man solche „ist so weil ist so“ Antworten vermeiden und eine Erklärung liefern!
    1. Antwort von Christian Kunz  (CK124)
      Vermutlich, weil es nur darum geht eine Immunantwort auszulösen, dazu muss eine Schwelle überschritten werden, mehr oder weniger darüber wird belanglos sein, solange keine Gefahr von schweren Nebenwirkungen droht.
    2. Antwort von Manu Meier  (Manuel Meier)
      Das Training des Immunsystem ist womöglich nicht Körpergewicht abhängig. Es muss ja nicht im ganzen Körper wirken, sondern nur die Reaktion erlernen (Antikörper Produktion). Das Immunsystem muss nur wissen wie.