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Leuthard: «Signale, dass Öffnungen möglich sind»
Aus Tagesschau vom 13.04.2021.
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Entscheide des Bundesrats «Vielleicht kommt es zu grösseren Öffnungen, als man denkt»

Heute will der Bundesrat über allfällige Lockerungen informieren. Urs Leuthard, Leiter der Bundeshausredaktion TV, hat in Bern seine Fühler ausgestreckt und hält Öffnungsschritte für möglich – obwohl streng genommen die Richtwerte dafür nicht erfüllt sind.

Urs Leuthard

Urs Leuthard

Leiter TV-Bundeshausredaktion SRF

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Seit Sommer 2020 ist Urs Leuthard Leiter der Bundeshausredaktion von Fernsehen SRF. Bereits seit 2002 moderiert er das «Abstimmungsstudio» und analysiert Wahlen und Abstimmungen. Bis 2008 war er Moderator und Redaktionsleiter der «Arena», danach wechselte er zur «Rundschau», bevor er 2012 die Redaktionsleitung der «Tagesschau» übernahm. Ab 2016 leitete Urs Leuthard die Newsroom-Entwicklung beim Fernsehen SRF.

SRF News: Urs Leuthard, wie steht es um mögliche Lockerungen der Corona-Massnahmen?

Urs Leuthard: Eigentlich wäre die Situation klar. Der Bundesrat hat fünf Richtwerte definiert für weitere Öffnungsschritte. Vier davon werden im Moment nicht erfüllt, nur der Wert für die Belegung der Intensivbetten liegt darunter. Wenn man also diese Richtwerte als Kriterium nimmt, dürfte der Bundesrat gar nichts öffnen.

Ich habe aber verschiedene Signale gehört, dass es eben doch zu Öffnungsschritten kommen könnte – vielleicht sogar zu grösseren als man denkt. Wenn es so wäre, dann würde sich der Bundesrat wahrscheinlich an den Massnahmen orientieren, die er bereits im März vorgestellt hat. Dann reden wir beispielsweise über sportliche und kulturelle Aktivitäten mit bis zu 15 Teilnehmenden, dann reden wir auch über grössere Veranstaltungen – allerdings mit reduziertem Publikum.

Der Bundesrat hat sich seit Anfang Jahr standhaft gezeigt gegenüber dem Druck aus der Wirtschaft.

Und wir reden logischerweise auch über die Aussenbereiche von Restaurants, und vielleicht auch über den Präsenzunterricht an Hochschulen und in Weiterbildungen. Der Vorteil bei diesen Massnahmen: Sie müssten nicht mehr in Konsultation gehen, weil die Kantone im März bereits dazu Stellung genommen haben.

Reagiert der Bundesrat damit auf den Druck aus der Wirtschaft?

Der Bundesrat hat sich eigentlich seit Anfang Jahr standhaft gezeigt gegenüber dem Druck aus der Wirtschaft. Wenn es tatsächlich zu Öffnungen kommt, wäre dies meiner Meinung nach eher dem gesellschaftlichen Druck geschuldet. Also dem Unmut von ganz vielen Menschen, denen diese Situation immer mehr auf und an die Nerven geht oder denen schlicht und einfach das «Dach auf den Kopf fällt».

Und vielleicht spielt dann auch die Unzufriedenheit vieler Jugendliche eine Rolle, die ja psychisch immer mehr unter dieser Pandemie leiden.

Das Gespräch führte Andrea Vetsch.

Tagesschau, 13.04.2021, 19.30 Uhr;

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72 Kommentare

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  • Kommentar von Patrick Dörrer  (P.D)
    BR und BAG wissens wahrscheinlich auch diese Tatsachen nicht.? Klaus Stöhr, der frühere Leiter des Globalen Influenza- und Pandemievorbereitungsprogrammes der WHO in Genf und der ehemalige Chefvirologe an der Berliner Charité Detlev Krüger ist gegen die Corona-Einschränkungen bzw. diese allein von Inzidenzwerten abhängig zu machen.
  • Kommentar von Angelo Ries  (Angelo Ries)
    In den ÖV,s ist es jeden Tag völler und gefährlicher als im Restaurant.
    1. Antwort von Franz Lehmann  ((DrFranz))
      ÖV muss man oft nutzen weil es nicht anders geht (bspw. Arbeit). Restaurants muss man nicht besuchen. Und für Arbeiter, Fahrer etc. gibt es ja inzwischen gottseidank Kantinen.
  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Obwohl die Ansteckungszahlen wieder angestiegen sind....?
    1. Antwort von Peter Stauffacher  (Peter Stephan Stauffacher)
      Klar.
      Die Impfungen sind vielleicht schon in ein paar Wochen wieder wertlos. Wer zur Risikogruppe gehört kann sich problemlos selbst schützen. Und zuletzt ist doch ein grosser Teil der Bevölkerung die sowieso durchseuchen werden. Von daher ist das ganze Aufschieben der Lockerungen unverhältnismässig.
      Allenfalls wird der Staat auch rechtlich dazu verpflichtet die Schäden der geschädigten Firmen vollumfänglich auszugleichen. Dann wird es richtig teuer...
    2. Antwort von Thomas Spirig  (lalelu)
      mit "durchseuchen" meinen sie durchimpfen?